Neulich beim Feedbäcker um die Ecke

Liegt es an mir oder hängen diese Fahnen nur in Stadtteilen, die gar keine Probleme mit Rassismus haben können, weil alle unliebsamen Ausländer und Migranten penibelst weggentrifiziert worden sind?

Was für eine Frage. Es liegt natürlich an mir. Denn ich wohne in einem dieser Gentrifizierungshotspots und bewege mich nahezu ausschließlich in ebensolchen Vierteln. Ich bin nämlich ein Teil des Problems.

Who put the Faschos in Fasching?

Typ in einem 08/15-Piratenkostüm aus Vollplastik gesehen – soweit, so lame. Aber dann hatte er das Ganze mit einer selbstgebastelten ❝Captain Deiters❞-Schärpe getunt; das hatte dann wieder was.

Der Südstadtzug am Karnevalsdienstag auch dieses Jahr wieder sehr grün, mit mehr oder weniger nachhaltigen Kostümierungen, um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Paar Pro-EUs in Blau waren auch dabei, plus eine Truppe, die Multikulti feiern wollte – ausgerechnet als Indianer verkleidet.

Das ist jetzt nicht gerade Blackfacing oder Aalst, aber etwas Reflektiertheit hätte der Sache schon gutgetan; einfach vorher mal Cultural Appropiation googlen.

Falls ich mich jemals verkleiden sollte, dann als Meta-Kommentar zu ebendieser Unart. Doch wie stellt man das an? Weißes T-shirt anziehen, auf dem einfach nur ❝Chinese❞ steht? Vielleicht wüßte Captain Deiters eine Antwort darauf.

Taktgefühl

Seit nun vier Tagen schlage ich mich beim Pendeln mit diversen KVB-Sperrungen und Umleitungen rum. Während der Herbstferien werden zwischen Poststraße und Appellhofplatz die Gleise erneuert, der Bahnverkehr wird um den sonst so zentralen Knotenpunkt herumgeführt.

Das hat natürlich Auswirkungen auf meinen Weg vom Chlodwigplatz zu den Bahnhöfen. Die Strecke zum Hbf wird länger, weil die Linien 16 und 18 nicht am Barbarossaplatz abbiegen, sondern die Ringe hochfahren. Ich steige also erst am Friesenplatz um, kann dort gerade aber nicht nur die Linie 5 nehmen, sondern wegen der Umleitungen auch die 3 und die 4. Und das finde ich gar nicht so schlimm, stimme da Anja nämlich vollkommen zu:

Der etwas weitere Weg wird durch die höhere Taktfrequenz der Bahnen mindestens ausgeglichen. Anders sieht es leider beim Weg nach Deutz aus. Nach der 17 kann man derzeit an der Severinstraße nicht direkt in die Linien 3 oder 4 umsteigen. Es fährt eine Shuttlebahn nur über die Brücke und zurück, man muß noch einmal an der Suevenstraße das Gefährt wechseln, nur um eine Station weiter um Bahnhof zu gelangen.

Wahrscheinlich wäre es auch hier besser, mit der 15 oder 16 zum Rudolfplatz zu fahren und von dort mit der 1 oder 9 nach Deutz? War auf dem Rückweg gestern allerdings auch nicht optimal. Morgens werde ich es nicht mehr ausprobieren können, denn die zweite Ferienwoche werde ich nicht in Köln sein. Und wenn ich wiederkomme, sind die Arbeiten hoffentlich planmäßig erledigt.