Verschwinde

Alles geht den Bach runter und verschwindet einfach. Ich hatte zum Beispiel ein paar halbgare Literaturversuche auf einer Atavist-Seite gespeichert – weg. Seit einigen Jahren hatte ich meine englischsprachigen Arbeitsproben auf Carbonmade präsentiert, jetzt wollen die auch für die Basis-Version Geld. Und zwar deutlich mehr, als ich für das Hosting dieser Website bezahle – no way.

Die Embed-Funktion bei EyeEm – weg. Flavors – gone. Small Victories – auch. Highly – ebenso. Und Jauntful scheinbar auch. Getriggert von den ersten Meldungen gehe ich die in meinem Passwort-Manager gespeicherten Login-Daten durch … und lösche gerade einen Eintrag nach dem anderen.

Bißchen traurig. Nicht nur, weil viele meiner persönlichen Spielwiesen offline damit verschwunden sind.

Ein hinreißender Tag

Gestern war ich noch ein bißchen stolz, etwas nicht getwittert zu haben, und gerade im Park sagt dann jemand „Am Mittwoch war Internationaler Hurentag“ und natürlich habe ich da die Einladung angenommen, indem ich erwidert habe „Es war auch der Namenstag u.a. unseres Landesvaters, des CDU-Vorsitzenden Armin L.“ und jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, ob es wirklich stimmt, daß die Leute sich online zu Äußerungen hinreißen lassen, die ihen IRL nie über die Lippen kämen.

Ich möchte mich hiermit in aller Form bei sämtlichen Sexworkerinnen entschuldigen.

Da show her

Keine Fashionshows und die viele Fashionshops geschlossen. Und nun?

Luxuslabels wie Gucci und Moschiono verstehen es mit jeder Kollektion besser, sich im digitalen Raum zu präsentieren.

Das muß auch nicht immer Video sein, wie Bottega Veneta, die neulich erst sämtliche ihrer SoMe-Kanäle dichtgemacht haben, mit der ersten Ausgabe ihres Onlinemagazins Lookbooks Issued beweisen.

Manchmal, wie bei Saint Laurent, reicht es allerdings selbst dann nicht, wenn Jim Jarmusch Regie führt und Julianne Moore, Chloë Sevigny sowie Charlotte Gainsbourg mitspielen.

Nachgetragen noch die aktuelle Balenciaga-Show:

Erzähl nich!

Oh Mann, wie viele persönliche Newsletter nach ein paar Ausgaben zu so rummeinenden Labertapeten werden, die pflichtschuldigst ihren Senf zu allen in der zurückliegenden Woche durchs global village getriebenen Themen dazugeben. Da denkt man sich: Hast Du keine Freunde Findest Du keine Gesprächspartner, mit denen Du diesen ganzen Kram diskutieren kannst?

„Get a podcast!“ ist das gar nicht mehr so neue „Get a blog!“