Speicherstellen

Kaum habe ich in einem der letzten Blogposts nebenbei erwähnt, daß ich für das Abspeichern interessanter/relevanter Links (seit mittlerweile zehn Jahren, wie ich gerade feststelle) Diigo nutze, da poppt das ganze Thema Bookmarking1 an mehreren Stellen wieder mal auf.

Vor allem Readwise2 hat es mit der Ankündigung etlicher neuer Features in der letzten Mail aufs Tableau gebracht. So gerne ich den Service auch nutzen würde – er ist mir einfach zu teuer. 5€/Monat zahle ich nicht einmal für die New York Times. Vor allem, weil es da nicht aufhören würde: Am Ende zahlt man dann noch für sich ganz gut anlassende Services wie Command und Memex, weil ja alles miteinander so gut integrierbar ist.

Instapaper ist und bleibt die einzige App, die mir ein Abo wert ist. Wenn mir jemand eine bessere Art als Digested zeigen kann, um gratis Highlights und Notes aus meinen iBooks zu bekommen, dem würde ich einen großen Kaffee spendieren. (Aber sagt bitte nicht Kindle.)

1 Das unterste Widget in meiner Sidebar zeigt übrigens immer die aktuellsten drei Diigo-Saves an.
2 Euer neues Logo gefällt mir auf den ersten Blick leider nicht. Sieht für mich nach abgeblätterter Republik aus.

Faden verloren?

Was ich noch nerviger als Laber-Podcasts finde, das sind Threads auf Twitter. Habe ich wohl auch schon das eine oder andere Mal erwähnt. Damit es nicht ganz so schlimm ist, gibt es einen praktischen Service namens Thread Reader App. Hier drei lohnende Bespiele:

Die konnte man früher doch sogar embedden, oder? Aber muss ja nicht sein, Links tun es auch. Schön ist Thread Reader App nicht, voller Werbung und bei bildreichen Threads besonders mit unterschiedlichen Formaten schnell unübersichtlich. Aber beliebt, man muß oft gar nicht selbst @threadreaderapp mit „unroll“ replyen – oft hat das direkt unter dem Thread bereits jemand anders getan.

Viel schicker ist sicher die App Threader. Und wird deshalb sicherlich irgendwann eingestellt werden. So wie eine ganze Reihe vielversprechender delicious-Nachfolger mittlerweile wieder weg vom Browserfenster sind. Während ich immer noch leidlich gut mir diigo fahre.

Wird auch Zeit

Aus dem leidlich selbstreflexiven Artikel „Konsum: Brauch‘ ich das?“ dreier Zeit-Redakteure. Darin finden sich noch mehr lesenswerte Sätze wie diese beiden:

Das Kaufen unnötiger Gegenstände war ja von jeher ein mystischer Akt und deshalb auch etwas fragil, kein natürlicher Impuls, sondern ein produziertes Bedürfnis, eigentlich nur möglich, solange es eben alle anderen auch taten und solange man nicht groß darüber nachdachte. Oder das Denken der Werbung überließ, die zwar jeweils nur zu einem Produkt verführen will, in der Summe aber fürs Konsumieren als solches wirbt, die täglich, sekündlich einen ökonomischen Phantomschmerz erzeugt.

Wenn man sich vor Augen führt, daß sowas ja für die eigene Leserschaft (sprich: Zielgruppe) geschrieben wird, dann passt es wieder halbwegs. Was das dann mit dem Claim der neuen neuen Claim der Zeit zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.