Keine Befehle, aber…

Hinweise und Anregung zu zwei in den letzten Woche mit Gewinn gelesenen Artikeln. Der erste aus der auch sonst meist sehr einsichtigen Vox-Rubrik „The Goods“:

The current state of alt fashion is the outcome of 2020s late-stage capitalism’s limitless manufacturing possibilities and a veritable ocean of content, inadequately sourced and dated thanks to a Tumblr- and Pinterest-inspired archival conundrum.

Is anything cool anymore? hat nicht nur so name-dropping Besserwisser-Shit zu bieten, sondern liefert auch schlagwörtlich ein paar quotable Oneliner wie die hier:

Today, our particular likes are even more than a shorthand for an identity, they are the identity itself.

The great American cool is nearly dead, slipping out of the grasp of Gen Z, who seem too busy being themselves to care.

Consumer identity is old news when everything is cheap and available, and everyone is buying.

Und noch einer: Real Life über „the cost of frictionless shopping“, den Landfraß der durch eCommerce boomenden Logistikbranche:

It has little to do with aesthetics. Rather its function is obfuscation, a wager that the less consumers see, the less they care — about labor practices, environmental damage, the commodification of land (…) the tech industry prefers that we imagine a sci-fi world dominated by algorithms and AI, automated and robotic, than see the reality of human labor powering it.

A Shopper’s Heaven

Verschwinde

Alles geht den Bach runter und verschwindet einfach. Ich hatte zum Beispiel ein paar halbgare Literaturversuche auf einer Atavist-Seite gespeichert – weg. Seit einigen Jahren hatte ich meine englischsprachigen Arbeitsproben auf Carbonmade präsentiert, jetzt wollen die auch für die Basis-Version Geld. Und zwar deutlich mehr, als ich für das Hosting dieser Website bezahle – no way.

Die Embed-Funktion bei EyeEm – weg. Flavors – gone. Small Victories – auch. Highly – ebenso. Und Jauntful scheinbar auch. Getriggert von den ersten Meldungen gehe ich die in meinem Passwort-Manager gespeicherten Login-Daten durch … und lösche gerade einen Eintrag nach dem anderen.

Bißchen traurig. Nicht nur, weil viele meiner persönlichen Spielwiesen offline damit verschwunden sind.

Haarig

Manchmal stößt man auf fast zeitgleich auf Unterschiedliches aus dem gleichen Bereich. Heute: Commercials für Frisurprodukte.

Liegt wahrscheinlich daran, daß mir auch langsam die Haare ausgehen.

Ob ich mir diesen Winter endlich ein Glatze schneide – und dabei bleibe?