Da show her

Keine Fashionshows und die viele Fashionshops geschlossen. Und nun?

Luxuslabels wie Gucci und Moschiono verstehen es mit jeder Kollektion besser, sich im digitalen Raum zu präsentieren.

Das muß auch nicht immer Video sein, wie Bottega Veneta, die neulich erst sämtliche ihrer SoMe-Kanäle dichtgemacht haben, mit der ersten Ausgabe ihres Onlinemagazins Lookbooks Issued beweisen.

Manchmal, wie bei Saint Laurent, reicht es allerdings selbst dann nicht, wenn Jim Jarmusch Regie führt und Julianne Moore, Chloë Sevigny sowie Charlotte Gainsbourg mitspielen.

Nachgetragen noch die aktuelle Balenciaga-Show:

Manduh

Das Ding muß ich einfach zu Dokumentationszwecken hier festhalten, weil ich es mir seit drei Tagen immer wieder angucke und auch mein Sohn mittlerweile mitlacht. (Wir schauen die eigentliche Serie gerade zusammen.)

Mir wurde der Mini-Sketch über Twitter bekannt und erst jetzt beim Aufschreiben sehe ich, daß dieses Video nicht das Original ist. Bitter, weil die kopierte Datei dort mittlerweile mehr Views hat als der ursprüngliche Upload auf YouTube. Und da bringt es auch recht wenig, wenn in einem kaum beachteten Folgetweet der eigentliche Schöpfer genannt wird.

Ich bin nun wirklich nicht gerade Copyright-Ultra und verlange kein ausführliches Quellenverzeichnis, aber was ist so schwer daran, den Scheiß einfach zu verlinken?! Im Gegenteil, ein Link wäre ja sogar leichter zu posten als etwa ein Screenshot. Antwort: Soziale Medien belohnen dieses Verhalten eben sogar.

Content is Cringe

Alle Welt redet von der Digitalisierung des Wanderzirkus Fashion Shows, von Augmented-Reality-Livestreaming bis In-Video-Instant-Shopping klingt das meist sehr technisch. Es ist von Plattformen die Rede, dabei werden die Inhalte meist übersehen. Und ich meine nicht die Klamotten, sondern deren Inszenierung. Moschino hat das für die aktuelle Kollektion ganz prächtig hinbekommen.

Wie es hohler geht: Da denkt man, der Bild wäre selbst die Laufmasche auf ein paar Instas schon eine Berichterstattung wert, weil Kardashian. Und dann entpuppt es sich als schnöder Aufhänger für einen nicht als Werbung gekennzeichneten Artikel über ein Strumpfhosen-Startup. Wobei ich nicht weiß, was von beiden schlimmer ist.