Einwurf

Wie die Horizont berichtet, werden Prospekte bald vielleicht nur noch an die verteilt, die explizit ihre Zustimmung dazu geben.

Also vielleicht Opt-in statt wie bisher Opt-out. So würde natürlich viel weniger Werbung in Briefkästen landen. Weniger Müll, weniger Arbeit für die Post.

Ich hatte schon vor längerer Zeit die Idee zu diesen Aufklebern hier. Die waren allerdings als ironische Eigenwerbung gedacht, nicht als Consent-Message für Prospekteverteiler.

Wie man sieht, bin ich kein Designer. Bei Interesse kann man die Dinger aber mit Klick auf die Bilder trotzdem kaufen – print on demand macht’s möglich.

Wird auch Zeit

Aus dem leidlich selbstreflexiven Artikel „Konsum: Brauch‘ ich das?“ dreier Zeit-Redakteure. Darin finden sich noch mehr lesenswerte Sätze wie diese beiden:

Das Kaufen unnötiger Gegenstände war ja von jeher ein mystischer Akt und deshalb auch etwas fragil, kein natürlicher Impuls, sondern ein produziertes Bedürfnis, eigentlich nur möglich, solange es eben alle anderen auch taten und solange man nicht groß darüber nachdachte. Oder das Denken der Werbung überließ, die zwar jeweils nur zu einem Produkt verführen will, in der Summe aber fürs Konsumieren als solches wirbt, die täglich, sekündlich einen ökonomischen Phantomschmerz erzeugt.

Wenn man sich vor Augen führt, daß sowas ja für die eigene Leserschaft (sprich: Zielgruppe) geschrieben wird, dann passt es wieder halbwegs. Was das dann mit dem Claim der neuen neuen Claim der Zeit zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.