Hab ich gehört

Der sehr gute Maler Oskar Kokoschka hat ein ziemlich schlechtes Theaterstück namens Mörder, Hoffnung der Frauen geschrieben. Das soll demnächst als „Podcasts, Hoffnung der Blogger“ für die sogenannte Gegenwart adaptiert werden.

5PR3 cover

Die Geschäftsführerin von BAS11, Emily Unverwandt, trat derweil Gerüchten entgegen, der Chemiekonzern wolle durch die Übernahme irgendeines Labels in den Audiomarkt einsteigen.

politisches Theater

Ich mag die Arbeiten von Rimini Protokoll ziemlich gerne. Da stört es mich nun Stefan Kaegis Text Ein Instrument der Nähe etwas. Theater heute nennt ihn eine „Utopie“, aber man kann ihn auch anders verstehen. Wahrscheinlich falsch.

„Theater kann schneller reagieren. … Dazu braucht es erstmal nicht noch mehr Infrastruktur, sondern weniger. … Eine kleine, flexible Institution. Ein paar Büros, Besprechungsräume und ein flexibel benützbarer Raum als Projektzentrale und Labor. Ein kleiner Stab von fest angestellten Produktionsleitern, Kommunikationsspezialisten, Dramaturgen und Vernetzern, dazu ein möglichst großer Topf an Projektmitteln, die flexibel einsetz- und portionierbar sind. … Als Wales vor fünf Jahren ein eigenes National Theatre gründete, baute sich die künstlerische Leitung kein Haus mit festen Plätzen, sondern heuerte einen minimalen Stab von zehn Festangestellten an, die jährlich zwölf Produktionen mit wechselnden Besetzungen in allen Gegenden des Landes realisierten.“

So wie ich diese Sätze hier aus dem Zusammenhang heraus zitiere, kommt Kaegis Vorstellung der Struktur/Arbeitsweise/Organisation hinter den Inhalten dem feuchten Traum eines jeden neoliberalen Kulturpolitikers wahrscheinlich docht recht nahe.

Testing Readmill

Pollesch selbst hat das Buch mal irgendwo zum freien Download gestellt. Ist allerdings schon was her, finde den Link leider nicht mehr. Wahrscheinlich damals mit seinem Posterous-Blog untergegangen. Kann also nur noch Amazon anbieten. Besser allerdings, Sie machen es mir nach und bestellen diese kürzlich erschienene Pollesch-Anthologie. Oder falls Sie keinen weihnachtsgeschenkten Buchgutschein mehr übrig haben, finden Sie „Kill your Darlings“ praktischerweiser Readmill-kompatibel auch bei kobobooks.com/.

Von Fensterbänklern und Motorrädelsführern

Über 50.000 Unterschriften sind in Köln für den Erhalt und die Sanierung anstelle von Abriß und Neubau des Schauspielhauses zusammengekommen. Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach demnächst zu einem Bürgerentscheid kommen, denn daß in der nächsten Ratssitzung Ende März das Bürgerbegehren angenommen wird, wo man doch im Dezember den Abriß des denkmalgeschützten Theaterbaus beschlossen hatte, das glaubt trotz des damals relativ knappen Abstimmungsergebnises kaum jemand.

Elfter März, gestern das Hot Chip-Konzert vor ein paar Tagen war ziemlich meta, so seltsam das klingt. Ich glaube, wenn man die Lieder von den Alben her nicht kannte, dann war der Auftritt nur der halbe Spaß. Man könnte aber auch einfach sagen, daß sie ihre Lieder in teilweise ziemlich komischen Versionen gespielt haben. Quasi Eigencover, oder so. Der Kölner Tourstop zur Platte davor hat mir jedenfalls besser gefallen. Aber die Band besitzt Humor, wie man im Clip zur neuen Single sehen kann. Ob der Witz aber (trotz Lasern) über drei Minuten hält, möge jeder selbst entscheiden.
Ich für meinen Teil binde lieber dieses Video (via nomnomnom.de/) in den Post ein. Ziemlich zusammenhanglos? Musik und Spaß im Bild müssen reichen. „Where my gerunds at?“

Niemand fährt nach Berlin

Ich finde das Blog zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eine gute Sache. Nicht weil es selbst besonders gut wäre, sondern einfach weil es da ist. Der das Thema behandelnde FOYER-Beitrag (Video) stimmt mich jetzt auch nicht positiver und den dazugehörigen Twitteraccount habe ich schon wieder entfolgt. Und es bleibt trotzdem eine gute Sache.

Wohin führt das/was?

Dank dem @literaturcafe auf einen Text bei Telepolis aufmerksam geworden. Dort wird gegen den anonymen „Rezensentenmob“ des Web 2.0 gewettert, wie ich es sonst bei FAZ oder Zeit, nicht aber von Heise gewohnt bin. Zwar bekommt auch die etablierte Kritik der Massenmedien ihr Fett weg, aber im Internet ist alles noch viel schlimmer. „Nachmachweb“ wird das mit einem Begriff schön alles über einen Kamm geschoren. Als ob jeder Artikel in der Zeitung an nonplusultra’esquer Perfektion nicht zu überbieten wäre.
Dahinter steckt leider wenig mehr als ein unverhohlenes Obrigskeitsdenken. Natürlich muß der User/Leser in Selbstverantwortung ein wenig Auswahlrecherche leisten; Google nimmt einem da nicht die ganze Arbeit ab. Und selbst zeit.de sieht die Gefahr eines „digitalen Generationenkonfliktes“ heraufziehen, denn eins ist klar: die Jugend ist im Netz. Call it Dilettantismus oder einfach Machermentalität, aber es gibt keinen Weg nach Nirgendwo mehr zurück.

Es heißt _das_ Blog!

Es heißt _das_ Blog!


(via digiom)

Unregierte Links, die herrschen:
Ganz großer Trash-tumblr: unicornwolflazersfuckyou.
Wer bitte steht (außer der Putze) auf so einen(/m) Teppich?
Wider die Wortneuerschöpfung!
Datenschutz kann man sich jetzt ausgerechnet von der Telekom liefern lassen.