Urlaubsplanung

Zwei Tage Resturlaub aus dem alten Jahr bis Ende März zu verbraten, das sollte drin sein. Schwieriger wird es bei mir immer, den kompletten Jahresurlaub zumindest als grobe Planung so weit im Voraus abzugeben. Obwohl wir als Familie mit schulpflichtigen Kindern schon arg limitiert sind, fällt mir die Entscheidung für bestimmte Wochen nicht leicht.

Jedes Jahr nehme ich mir vor, das mit den Brückentagen clever zu regeln. Jedes Jahr laufe ich den Planungen der anderen hinterher. Kriege das mit dem Abgleich von Wochenendtrips und Festivalbesuchen so lange nicht übereinander, bis an den betreffenden Tagen bereits alle anderen Copywriter Urlaub beantragt haben. Daß trotz Vertretung an solchen Brückentagen im Büro meist wenig zu tun ist (entspanntes Arbeiten/pünktlicher Feierabend), ist dann auch nur ein schwacher Trost.

Hier wäre ein guter Platz für ein auflockerndes Bild, aber eine Zwischenüberschrift tut es auch.

Fehlt auch noch zu überlegen, wohin es denn in einem der Urlaube gehen soll. Selbst das schaffen wir nicht jedes Jahr. Paris ist auch schon wieder 29 Monate her… Wir verbringen gerne Ferien zuhause in der Kölner Südstadt, aber hin und wieder muß man ja mal woanders hin. Dieses Jahr vielleicht Griechenland, dann aber Ostern oder Herbst. Und falls Sommerferien, dann keine Ahnung.

Seit mir vor einigen Tagen diese schicke Travel App namens Dorsia über den Weg gelaufen ist, möchte ich am liebsten sofort in die 15 dort bis jetzt aufgeführten Städte reisen.
Am allerliebsten (mal wieder) nach New York, um im neuen Sister City Hotel abzusteigen – allein, weil ich die Website mag.

SPAMBLOCKCHAIN!

Niemand hört sich deinen Podcast an. Nicht deine vermeintlichen Freunde aus der Schule oder dem Internet, nicht deine Mutter, und erst Recht nicht irgendwelche wildfremden Leute, die dich überhaupt nicht kennen. Du kannst es also direkt sein lassen und dir ein richtiges Hobby suchen. Oder einen Job, denn wenn du dir erhoffst, mit deinem Podcast wie nebenbei auch noch reich zu werden, muss ich dir leider direkt sagen, dass das wohl ein Wunschtraum bleiben wird.

via AMY&PINK

Nicht ohne mein Mindset
Das Mindset der Lämmer
Mindsets tragen keine Karos
Die Nacht der reitenden Mindsets
Spiel mir das Lied vom Mindset
Reservoir Mindsets

Warum nicht für zwei Tage ins Ausland fliegen, um zu hören, wie du „Ja, ich will“ sagst? Die Hochzeit soll angeblich der beste Tag des Lebens sein, aber das dehnt sich nun mal nicht auf die Gäste aus. Wir lächeln verkrampft in unbequemen Outfits, in Gedanken bei unserem Dispo, damit Heiko und Annette „Erinnerungen fürs Leben“ zusammenkriegen.

via Vice

Kampf der Generationen

Ich habe sehr, sehr lange kein Wrestling mehr geschaut. Hier und da habe ich vielleicht per Headline mitbekommen, daß der Undertaker offenbar nicht totzukriegen ist. Ansonsten kenne ich aus diesem Jahrtausend genau einen Namen: John Cena.

Es ist wohl eine Menge mehr passiert als ein Buchstabenwechsel von WWF zu WWE. Zu meiner Zeit liefen diese Popcornkämpfe bei Tele5 und die Helden waren Hulk Hogan, Macho Man Randy Savage, Ultimate Warrior und Bret Hart. Es gab so ambivalente Gestalten wie Rick Flair und Mr. Perfect. Und klare Bösewichte wie Bam Bam Bigelow, IRS, Razor Ramon oder die Nasty Boys.

Und jetzt sowas. Nach Twitterer BossMoz handelt es sich bei Daniel Bryan aus den beiden Videos oben allerdings um einen „bad guy“. Seine Figut ist definitiv nicht als Sympathieträger mit Identifikationspotential angelegt. Was einen zu der Frage bringt, was für ein ignoranter Trump-Fan der gemeine Wrestling-Liebhaber wohl ist.

Wenn einer sagt „Da bin ich ganz bei Dir“, dann fang‘ ich an zu rennen.

Ich habe keine Ahnung, ob Silvio Lorusso den Begriff „cognitariat“ selbst erfunden oder ihn von jemand anders übernommen hat. So oder so ist sein Essay What Design Can’t Do jedenfalls lesenswert. Daraus:

We must admit that design schools contribute to populating this creative underclass. So I think it makes sense to talk about design schools as precarity factories.

Kurzer Reminder, dass Du nicht „irgendwas mit Medien“ machst. Du gestaltest eine Printanzeige, mit der sich ein Atomkraftwerksbetreiber greenwasht. Du konziperst eine Microsite für ein Tochterunternehmen des Nestlé-Konzerns. Du textest eine Stellenausschreibung für einen Ingenieursjob in der Waffenindustrie. Du produzierst Branded Content, damit sich ein zuckerhaltiger, vor Palmöl triefender Brotauftrich noch geschmierter verkauft. Ich wiederhole:

Du machst nicht „irgendwas mit Medien“.