Google war’s

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Daß Du, wie oben zu sehen (Screenshot echt bis zur Unterkante meines Fensters), Deine Suchergebnisse dermaßen unter Werbung begräbst, so daß man die wirklich für einen relevanten Links mittlerweile mit der Lupe (haha!) suchen muß, ist einer der Gründe, warum ich als Default-Suchmaschine in allen Browsern DuckDuckGo eingestellt habe – und damit leidlich zufrieden bin.

Kann Dir wahrscheinlich egal sein, ich nutze viele Deiner Services immer noch regelmäßig. Wenn auch die meisten davon über die Interfaces von Drittanbietern; die sind meist nutzerfreundlicher – und ich bleibe von Werbung z.B. bei der Bearbeitung von Mails verschont. Eine Tatsache, die Dir wohl nicht ganz so gut gefällt, Google. Oder wie ist es anders zu erklären, daß Du mir solche Termine direkt in meinen Kalender schreibst? Geht’s noch?

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Daß Du Dich an dem ganzen Star Wars Hype beteiligst: geschenkt. Ich lasse einfach so etwas wie den Lichtschwerterquatsch links liegen. Ich ertrage sogar die nervigen Fortschrittsbalken auf YouTube. Aber bloß, weil ich mich vor Wochen für die helle Seite der Macht entschieden habe, um mir aus beruflichem Interesse anzusehen, wie weit Du Deine Marketingaktivitäten treibst, kannst Du nicht einfachen dermaßen in meine Privatsphäre eindringen. Aktive Zustimmung meinerseits: Fehlanzeige.

So empfinde ich das Manipulieren meiner persönlichen Kalenderinhalte nämlich – als aufdringlich und unangemessen. Wie von sich selbst eingenommen muß man sein, um so eine Aktion wahrscheinlich für praktisch zu halten? Das ist nichts als creepy, Google. Du hast (mal wieder) eine Grenze überschritten.

Super Weihnachtsmarkt

Nun ist der große Hype um den Weihnachtsspot von Edeka vorbei. Stand heute 16:00 Uhr hat das Ding über 40 Mio. Views auf YouTube, berichtet worden ist über den Viralhit sogar im fernen Amerika. Und dann gibt es da jetzt noch den TVC vom Supermarkt-Konkurrenten REWE. Wenn Sie bitte mal schauen mögen:

Was gab es im Vorfeld für ein Bohei um REWEs Agenturwechsel. Statt Heimat ist nun thjnk für die Kommunikation der Handelskette zuständig. Und liefert mit dem ersten Spot wie der direkte Wettbewerber ebenfalls eine gefühlvolle Arbeit ab – so gehört es sich schließlich für die Jahreszeit und das Familienfest der Liebe.

Aber um wieviel altbackener, vorhersehbarer kommt diese Werbung daher. Es muß ja nicht immer einer total provokante Idee sein, doch auch die Umsetzung ist etwas langweilig geraten: von den Darstellern bis zur musikalischen Untermalung. Das Übelste in meinen Augen jedoch: die verantwortliche Agentur sieht sich offenbar genötigt, auf Facebook in Eigenregie Werbung für seine Werbung zu schalten. Uh.

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Durch den direkten Vergleich ist die Arbeit von Jung von Matt für Edeka noch mehr im Kurs gestiegen, wie mir scheint.

unsaubere Sache

Wenn man marlboro.de in die Adresszeile des Browsers eingibt, passiert gar nichts. Auf marlboro.com komme ich nur mit einem Account weiter. Und die Website des Mutterkonzern Philip Morris gibt pmi.com auch nicht viele Infos her. Deshalb zitiere ich mal smokersplanet.de – liest sich jedenfalls so, als hätten sie die offizielle Pressemitteilung zur Handelseinführung der MARLBORO ADVANCE BLUE ohne Änderungen einfach irgendwo abgeschrieben.

Die innovative ClearSense™ Technologie besteht aus drei Features: Der nach innen versetzte ClearTip™ FILTER sorgt für weniger Kontakt mit dem Filter und bietet durch die dreifache stabile Ummantelung einen sauberen Weg die Zigarette auszudrücken. Speziell ausgewählte ClearSelect™ TOBACCOS stehen für angenehmen Geruch und das neuartige, extraweiße ClearWrap™ PAPER sieht nicht nur gut aus, sondern sorgt auch noch für weniger lockere Asche.

Begleitet wird die Einführung dieser „absoluten Neuheit auf dem deutschen Tabakmarkt“ mit einer OOH-Kampagne, zu sehen hier auf einer sich automatisch drehenden Litfaßsäule am Kölner Barbarossaplatz.

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Wenn Begriffe wie „light“ etc. im Zusammenhang mit Zigaretten aus gutem Grund seit 2003 verboten sind: Wer hat dann die Headline

A CLEARER SMOKING PLEASURE

hier durchgewunken? Ist das Kundenwunsch oder Agenturidee gewesen? Vielleicht einfach mal beim Deutschen Werberat nachfragen. Wäre ja schließlich nicht das erste Mal, daß Marlboro-Werbung zu Beanstandungen führt. (siehe Updates hier)

gedrillt

Wundesbehr

An irgendetwas erinnert mich die neue Werbekampagne der Bundeswehr mit ihren Dreiecksflächen in verschiedenen Grün- und Brauntönen. Wenn ich nur wüßte, woran…?

Dafür ist auf den verschiedenen Motiven der unsägliche Claim nicht mehr drauf. Zu der stattdessen angepriesenen, schick polierten Landingpage werde ich hier trotzdem nicht verlinken. Wohl aber auf diesen Geistesblitzkrieg hinweisen.

Davon ab, daß »Wir. Dienen. Deiner Mudda.« auf der BW-FB-Seite dann doch wieder gespielt wird: Gar kein schlechter Zug, um ein paar Mörder imagemäßig besser dastehen zu lassen, oder?

Das ist ’ne Bank.

Eine Bank ist keine Marke wie jede andere. Wenn man sich nicht gerade darauf spezialisiert hat, konsumfreudigen Lifestylisten easyCredits anzudrehen, dann leben Banken zu einem noch größeren Teil von ihrem Image, nämlich in Form von Re­nom­mee. Da geht es um Vertrauen, sollte man meinen – gerade nach der Finanzkrise.
Und dann das:

Vertrauensvorschuss

Zur Verdeutlichung schreibe ich die Copy des Plakats noch einmal auf:

Jeden Tag. Ein Produkt. Ein Sensationspreis.
Nicht lange nachdenken, schnell sein lohnt sich! Täglich wechselnde Bankprodukte mit absoluter Top-Kondition.

Das sind jetzt keine Girokonten, für die man eben mal 50 € Wechselprämie springen lassen kann. Wenn man die Website dazu besuchte, dann sähe man dort Baufinanzierungen u.ä. angepriesen wie ein x-beliebiges FMCG. Ganz so, als handelte es sich nicht um teilweise jahrzehntelange Vertragslaufzeiten, sondern um Einwegfeuerzeuge und das Schnäppchen für den nächsten LastMinute-Urlaub.

Von der genossenschaftlichen PSD Bank Rhein-Ruhr hätte ich eigentlich mehr erwartet. Aber das zeigt wahrscheinlich nur, wie hart der Konkurrenzkampf in dieser ohnehin nicht für Zimperlichkeit bekannten Branche ist.