1984

Weil in dieser tollen Cover-Reihe eine deutsche Ausgabe fehlt, packe ich meine einfach dazu. Ich finde, der minimalistische Ullstein-Entwurf (Erscheinungsjahr 1984) macht sich nicht schlecht in der Reihe, auch wenn die Neonfarbe in 27 Jahren etwas verblasst ist und auf dem Photo noch weniger rüberkommt.

1984

Das Ministerium für Wahrheit empfiehlt derweil, sich alte Folgen von How I met Your Mother noch einmal anzuschauen.

Wer hat das verbrochen?

Liebe Verbrecher-Verleger, wie bringe ich Euch das jetzt am besten bei? So ein Blog (wie z.B. Spreeblick, aber nicht nur) kann man weltweit lesen. Das ist der Vorteil an diesem Internet. Crazy shit, ich weiß. Der @freval kann Euch das sicher erklären. Und kommt mir nicht mit Zensur in China oder dem Iran. So gut ist Euer Vertrieb im Vergleich jetzt auch nicht.
Das Buch habe ich mir trotzdem gekauft. Auch, weil beim diesjährigen Holy Shit Shopping am letzten Wochenende sonst nicht viel geboten worden ist. Das ist schon besser gewesen.

Seht mal, wie toll meine Bildumrandgruppierung im Farbton zur Buchabbildung passt. Im Original ist das Schinkchen knallrot. Klick auf das Bild führt übrigens zum Download des aktuellen Verlagsprogramms. Oben abgebildeter Satz ist auf Seite 10 zu finden, falls jemand den Ausschnitt verifizieren möchte.

Lesestoffel

Eine gute Ergänzung zu dem noch ziemlich frischen „Ich lese gerade“-Widget in meiner Sidebar sind die Fragen, auf die ich eben im letzten Blogpost bei dondahlmann.de/ gestoßen bin. Also habe ich mal so auf die Schnelle geantwortet:

1. Das Buch, das du zurzeit liest
Douglas Coupland, Generation A

2. Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Eigentlich liegt auf dem Nachttisch schon Einsamkeit und Sex und Mitleid von Helmut Krausser bereit, aber vielleicht bestelle ich ja doch den Herrndorfs Tschick.

3. Dein Lieblingsbuch
Thomas Pynchon, Die Enden der Parabel

4. Dein Hassbuch
Alles von Paulo Coelho, ungelesen.

5. Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Eigentlich lese ich aus Prinzip kein Buch ein zweites Mal. Eine Ausnahme habe ich mal bei Dostojewskis Schuld und Sühne gemacht, nachdem die Neuübersetzung von Swetlana Geier unter dem Titel Verbrechen und Strafe herausgekommen ist.

6. Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Unmöglich ist ein starkes Wort, aber ein zweites Mal würde ich mich bei der Lektüre des kompletten Rougon-Macquart-Zyklus‘ von Emile Zola schon äußerst schwer tun.

7. Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Arno Schmidt, Seelandschaft mit Pocahontas (also nicht an die titelgebende Indianerhäuptlingstochter)

8. Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Kein komplettes Buch, aber eine Kurzgeschichte: Hemingways Schnee auf dem Kilimandscharo wird mich immer an Paris erinnern.

9. Das erste Buch, das du je gelesen hast
Jens geht nicht verloren von (Autor mußte ich nachgucken) Volker W. Degener

10. Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/deiner Lieblingsautorin
William Gaddis, JR

11. Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
„Hassen“ ist übertrieben. Sagen wir, ich fand Hermann Hesse noch nie wirklich gut und seitdem hat sich das Verhältnis noch zusehends verschlechtert.

12. Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Zwei Freunde haben mir mal zu ein und demselben Geburtstag (ich bin irgendwas um Mitte zwanzig geworden) beide J. D. Salingers Der Fänger im Roggen geschenkt. Sie meinten, das müsse man kennen, auch wenn ich damals bereits zu alt für das Buch gewesen sei. Sie hatten recht.

13. Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Thomas Kapielski, Sämtliche Gottesbeweise

14. Ein Buch aus deiner Kindheit
Die Burg Schreckenstein-Reihe von Oliver Hassenkamp. Leider.

15. Das 4. Buch in deinem Regal von links
Eugen Egner, Aus dem Tagebuch eines Trinkers. Das letzte Jahr

16. Das 9. Buch in deinem Regal von rechts
Heiner Müller, Krieg ohne Schlacht

17. Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Homers Ilias in der Übersetzung von Raoul Schrott

18. Das Buch mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Cover, schwierig. Aber von der gesamten Aufmachung her – Typo, Papier, Einband, etc. – mit ziemlicher Sicherheit die gebundene US-Erstausgabe von Ethan Hawkes Ash Wednesday; allein der Seitenschnitt <3. 19. Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Arno Schmidt, Zettels Traum (steht auch bereits seit Längerem im Regal…)

20. Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Ein Theaterstück: Schillers Wilhelm Tell

21. Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Adalbert Stifter, Der Hagestolz

22. Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

23. Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Wahrscheinlich eine übel zusammengeschusterte, unvollständige Sammlung der Erwerbsregeln der Ferengis. Natürlich erschienen bei Heyne.

24. Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Diverse, Die Bibel

25. Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Albert Camus, Der Fall

26. Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
James Krüss, Mein Urgroßvater und ich (✔)

27. Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Naja, ideal… Der grüne Heinrich von Gottfried Keller ist schon ein ziemlich korrekter Typ.

28. Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas – und sei es nur deshalb, weil ich dadurch ein paar Jahre früher als wahrscheinlich sonst mit seinen Werken in Berührung gekommen bin.

29. Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt?
Harry Potter (as in: „Warum zur Hölle wurde dieses Buch geschrieben?)

30. Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt?
Again: William Gaddis, JR (Aber will ich das?)

31. Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast
Keine Ahnung, aber als Autoren halten sich wohl Henning Mankell (Geschenk für Männer) und Isabel Allende (Geschenk für Frauen) in etwa die Waage. Jetzt könnt Ihr mich einen Sexisten nennen.

sch/nee

Mal kein Wetter. Statt eines Hegemann-Rants:

Schon ein bißchen älter der Hinweis von @tristessedeluxe (der übrigens ein neues Blog hat, falls es jemand noch nicht mitbekommen hat – findet Ihr per Blogroll rechts ganz einfach, funktioniert nämlich gerade nicht läuft wieder) auf dieses Buch hier: Kokain in der Musik: Bestandsaufnahme und Analyse aus kriminologischer Sicht. Aber muß man ja auch erst einmal lesen. Machen ja die wenigsten, überfliegen reicht. Wenn ich mir so die Retweetgeschwindigkeit macher Leute angucke, die können selbst auf Speed in den zwei Minuten dazwischen nicht einmal die Hälfte des verlinkten, ellenlangen Endlosartikels gelesen haben.

Schön, ich schweife ab; liegt bestimmt am Bier. Also ab ins Bett und die letzten paar Seiten Axolotl lesen. (Einwurf/Rantrichtungshinweiser: die Bilder in diesem Post habe ich die letzten Wochen über aus meiner Tumblr-Timeline geklaut und natürlich die Quellen dabei verschlunzt.) Freue mich nämlich schon auf die nächste Lektüre. Fausers Rohstoff.

Insert Wortspielwitz „Lese-Stoff“ here. Und jaja, den Unendlichen Spaß habe ich noch nicht einmal zu einem Drittel durch.