BAHLSENNHEISER

Wollte erst über die perfekte Symbiose von krachbissigen Keksen und Noise Cancelling Headphones schreiben und wie das ja geradezu nach Brand-Collaboration und Marken-Crossover schreit. Aber dann fiel mir ein: Die sind ja von Leibniz. Wo kriege ich jetzt – um die Idee zu retten – einen Kopfhörerhersteller her, dessen Name auf „lei“ endet oder mit „Niz“ anfängt? Bis mir bei der Recherche aufgefallen ist, daß Leibniz-Kekse eine Produkt der Firma Bahlsen sind. Und jetzt?

Zitate/Links 06/2020

Hier einige Lesetipps, die sich in letzter Zeit angesammelt haben, ohne dass ich sie bereits auf Social gepostet hätte:

Weiße Menschen sprechen nicht gerne über Rassismus und tun viel dafür, das Thema von sich fernzuhalten. Viele sagen, sie sind es so müde, darüber zu reden – dabei haben wir noch gar nicht richtig damit angefangen. Das was müde macht, ist, das Thema andauernd zu ignorieren.

Identitäten – Warum weiße Menschen so gerne gleich sind (DLF) ist quasi der Einführungskurs einsichtige Anfänger, weiter geht es mit aktuellen Bezügen in Er zählt (Spiegel). Und weil es zu einfach ist, sich über Polizeirassismus in den USA aufzuregen, hier ein deutscher Podcast zu Oury Jalloh (WDR).

The shirt-wearers are usually adherents of accelerationism, a strange marriage of Marxism and neo-Nazism which holds that the contradictions of the economic and political order will cause it to collapse.

Why some protesters in America wear Hawaiian shirts (The Economist)

For a time, owning an Amazon Coat one was like knowing a secret; there is cultural capital in finding a garment that outsmarts the status quo. But once the market became saturated with awareness of the coat, which is made not by Amazon but by the Chinese company Orolay, wearing one became a signifier of trying too hard to not be trying, of pantomiming authenticity — of being a poser.

This is a post about post-normcore (The Outline)

Fast alle Männer, die ich kenne, begreifen sich als politische Menschen, aber nur die wenigstens davon begreifen auch ihr Dasein als Vater politisch.

Care-Arbeit: Gleichberechtigung muss wehtun (Die Zeit)

🏀 The Last Dance

Fast zwei Jahre auf diese Doku über die Chicago Bulls in den 90ern gewartet. Vielleicht ist sie zu hoch bewertet oder Michael soll auf das Endprodukt zu viel Einfluß gehabt haben. Mag alles stimmen. Ich habe die zehn Folgen trotzdem sehr gerne gesehen.

Pipen und Rodman kommen auch zu Wort. Und Jackson, der Trainer – sehr sympathisch. Die Story von Kerr hatte ich völlig vergessen bzw. kannte sie vorher gar nicht. Die kurzen Episoden mit Grant und Miller sind interessant. Aber das Ding ist eigentlich von vorne bis hinten die „Air Jordan Show“, klar.

Als Michael 1995 nach dem einen Jahr Baseball wieder zurück zu den Bulls kam, da begann auch ich, mich für Basketball zu interessieren. Ich war 16 oder 17, wir hingen damals ständig auf den Gummiplätzen hinter dem Kempener Schwimmbad ab und die NBA-Spiele konnte man nachts auf DSF schauen.

„The Last Dance“ war das Bulls-Motto der Saison 1997/98 – es war klar, das Team würde es danach so nicht mehr geben. Besonders die letzten beiden Folgen der Doku haben mich berührt, denn sie haben Erinnerungen wachgerufen: Schließlich habe ich zwei oder drei der Finalspiele nirgendwo anders als auf einer riesigen Videoleinwand am Times Square in New York verfolgt.

Scheiß auf die Bundesliga. Es wird Zeit, daß die NBA weitergeht.