Was mache ich hier eigentlich?

Via kottke.org auf den Text Back to the Blog von Dan Cohen aufmerksam geworden.

The salad days of “blog to reflect, tweet to connect” are gone. Long gone. Over the last year, especially, it has seemed much more like “blog to write, tweet to fight.”

Hier auf drikkes.com war früher auch mehr los. Das ist auch okay so, aber natürlich ein bißchen schade. Wegschmeißen kann ich das alles auch nicht, obwohl ich den im Vergleich zum Blog von Berufs wegen wichtigeren Teil – die Arbeitsproben – nicht nur in letzter Zeit ziemlich vernächlässigt habe.

Jetzt, wo alle mehr oder weniger panisch am DSGVO rumhampeln, überlegt man dann doch ein zweites Mal. Und kommt natürlich trotzdem zu keinem Ergebnis. Also lasse ich hier erstmal alles so, wie es ist.

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Mal wieder ein treffendes Flowchart gefunden. Kommt bei mir schon hin so, auch wenn ich mal wieder glaube, mit 166 Verfolgten an die Grenzen meiner Aufnahmefähigkeit zu stoßen. Dafür lese ich diese Leute wirklich.

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Und hier noch eins, das nicht ganz so witzig ist: Can you be a web designer?

Bei dem ganzen Tilt-Shift-Overkill der letzten Zeit lobe ich mir die Kunst des Thomas Doyle, der sozusagen das Prinzip von Slinkachu umkehrt, und die kleinen Figuren nicht in der Wirklich aussetzt, sondern eigene Reservate für sie schafft.

Die mißverständliche Vorschnelligkeit bei dieser Yahoo-Iran-Sache. Ohne Ausrufezeichen.

Die Kanzlerin persönlich gegen Google Books.

Tim Renner zur Flatrate.

freitag.de/ hat ein interessantes Interview mit Beate Wedekind gemacht. Die hat natürlich was zu erzählen. Aber lesen sollte sie mal diesen Abgesang auf das Bloggen. Schöne Melodie.

Barbarella und noch einen fein animierten Kurzfilm.

Spitzenidee

Ambient – ein schreckliches Wort. Bei der unten abgebildeten Außenwerbung frage ich mich allerdings, ob Toblerone wirklich den vorhandenen Fahrradständer benutzt oder ihn nicht gleich samt der Verkleidung dort platziert hat. Aber letztlich auch egal, die Idee jedanfalls ist gelungen, finde ich.

(via ffffound.com/)

Dia Amis sind auch beim Thema Bloggen/Werbung mindestens einen Schritt weiter als wir hier, wie die nytimes.com/ berichtet.

Wenn Superhelden auf Facebook wären. (via)

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Das ist Deutschland. Soviel zu JAKO, der Sportartikelhersteller hat sich endlich geäußert. Bitte auch auf die dort verlinke Presseerklärung klicken und den Grad der öffentlichkeitsgerechten Verlogenheit bitte selbst einschätzen. Dagegen unbestreitbar gut ist die neue Folge von elektrischer-reporter.de/ zum Thema Web-Wahlkampf. Passend dazu, falls ihn auch nur einer nicht kennt: der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.

Who’s heard? Who’s nerd?

Das Maul aufreißen wie am Stammtisch, aber dann ernstgenommen werden wollen wie der etablierte Journalismus. Ich will hier ja nicht von den Klowänden anfangen, aber ich denke, leider muß man sich als Blogger (noch?) zumindest tendenziell für eine der beiden Seiten entscheiden. Daß es diese Skala überhaupt gibt, finde ich ja auch blöd.

The great Saunator –  Mach’s Dir bequem. Oder heul doch.

Bei der Werbung unten (via) bin ich mir ja nicht so sicher, ob sich neben den Gelegenheitsrauchern noch andere von dieser Anzeige im erwünschten Sinne angesprochen fühlen. Völlig subjektiv: Mich als starken Raucher läßt es eher auf die Zielgruppe herabsehen und bestärkt mich so darin, mir erst einmal bewußt eine neue Zigarette anzustecken. Aber wahrscheinlich liege ich daneben, weil kaum jemand sonst so überzeugt wie ich diesem Laster frönt.

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Sicher hingegen bin ich mir mittlerweile, daß bei meinen zusammengewürfelten Posts die Kategorien in den meisten Fällen absoluter Quatsch sind. Alles, was nicht absolut monothematisch ist, wird ab sofort Uncategorized gelassen. Kein „Am ehesten noch …“ mehr. Aus der Sidebar sind sie ja schon länger rausgeflogen. Schönes Wochenende!

Darbeit

So ganz unrecht hat Don Alphonso in der blogbar.de/ ja nicht. Ich bin sicher nicht der einzige, dessen Blogposts ein wenig zu sehr um das Netz selbst kreisen. Um an die Leute zu kommen, deren Lebensmittelpunkt nicht im Netz liegt, die nicht 17 Stunden am Tag online sind, muß man ihnen etwas bieten, daß sie in ihrer Realität anspricht. Man muß Themen haben. Das leisten die ganzen Selbstvergewissensbisse und Mutzusprachen allerdings nicht. Es stimmt also meiner Meinung nach, wenn der Don behauptet, um die Masse zu erreichen, fehlen vereinfacht einfach die (richtigen) Inhalte.

Deshalb hier ein kurzer, thematisch passender Hinweis: Malte Welding hat dazu aufgerufen, ihn bei seinem Buchprojekt zu unterstützen.

Wenn sich dann Kommentatoren darüber aufregen, daß man vom Bloggen alleine nicht leben kann, oder daß Sascha Lobo ja hauptsächlich Bücher verkauft und im TV auftritt, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Es sind wahrscheinlich dieselben Leute, die Musikern vorschlagen, statt von Plattenverkäufen doch jetzt bitte von Merchandisingeinnahmen zu leben. Aber was weiß ich als quasi hobbymäßiger (sprich: dilettantischer) Ins-Internet-Reinschreiber mit großer Klappe schon davon.

reiszvish

Ein lesenswerter Artikel auf brandeins.de/ beschäftigt sich mit dem Hamsterrad Arbeit, hat aber außer Diagnosen natürlich auch keine Antwort dafür parat, warum die Menschen immer noch Vollbeschäftigung als wünschenswerte Wunschvorstellung wünschen, wo ihr Ende doch allzu offensichtlich ist. Und passt damit ganz gut zum Hinweis auf das Ende September stattfindende BarCamp MönchenGladbach, das sich dem Thema Neues Arbeiten widmet. Das muß ja nicht heißen, daß wir jetzt alle mit MacBook und iPhone im Café rumhängen müssen. Obwohl ich mir Schlimmeres vorstellen kann.

Abstimmung.