Tote Hose XXL

Die Bestattung in Übergröße geht den Angaben nach ins Geld: Schon beim Sarg fielen Mehrkosten an, sagte Lenzen. Ein Standardsarg sei zwei Meter lang und 65 Zentimeter breit. „Bei 90 Zentimeter Überbreite sind die Materialkosten natürlich höher.“ Und auch die Auswahl falle entsprechend dünn aus. Die Produktpalette sei kleiner. Dieses Problem hätten aber auch besonders große Menschen.

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Bei der Abholung des Leichnams brauche es anstelle von vier Trägern dann schon einmal sechs. Dasselbe auf dem Friedhof. „Die Gebühren werden nach der Anzahl der bereitgestellten Mitarbeiter berechnet“, sagt Gunther Butzmann, Bereichsleiter Friedhöfe Potsdam. Ein Träger kostet den Angaben nach 45 Euro. Bei Abholung des Leichnams zu Hause und Friedhofsträgern, die den Sarg zum Grab bringen, kann die Bestattung da schon mal mehrere Hundert Euro mehr kosten.

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Für das Grab selbst fallen laut Butzmann keine Mehrkosten an. „Die Gräber haben eine Größe von 2,50 Metern mal 1,25 Meter. Da sollte jeder Sarg reinpassen.“ Korpulente Leichen werden ihm zufolge auch eher eingeäschert. Verbandssprecher Lenzen nach haben aber nicht alle Krematorien Öffnungen, die groß genug sind.

aus: Berliner Zeitung

Werbung & Wahrheit

Gabriel ist die Wahnsinnigkeit eines eingeschränkten Angebotsversprechens aufgefallen. In einer neueren Version dieses TVCs nämlich fällt gegen Ende der denkwürdige Satz:

„Endless shrimp is not forever.“

Das hat mich an ein Photo erinnert, welches ich bereits vor längerer Zeit von einem 18/1-Plakat gemacht habe und das seitdem in meiner Camera Roll geschlummert hat.

Das Leben ist tödlich.

Zu schön. In der Headline „tobt das Leben“, während unter dem Motiv der rechtlich notwendige Warnhinweis prangt, Rauchen könne „tödlich sein“. Ob das meinem werten Kollegen nicht aufgefallen ist oder die Firma es offensiv genau so haben wollte?

Leadzte Worte

instagr.am/ ist völlig zurecht in aller Munde. Glückwunsch also auch von mir zu mittlerweile über 100.000 Downloads aus dem App-Store. Diese kleine Anwendung verbindet auf gelungene Weise das Verfeiner- und -filterungsprinzip bekannter Kameraapplikationen für das iPhone mit einer twitterähnlichen Sozialmedialisierung, inklusive Streuung zu anderen, eben den üblichen Webservices. (Man findet mich dort wie immer unter dem Usernamen drikkes.) Nur eins habe ich nicht gecheckt: Wenn man so eine einzelne Instagrammatik einmal unverzweigt losgeschickt hat (ohne Weiterleitung zu Facebook, Foursquare, Flickr, etc.), dann gibt es keinen Weg, nachträglich noch die URL rauszubekommen, oder?
Weshalb ich folgendes Bild noch einmal mit Camera+ aufgenommen habe.

Tip Top

„Neuer Auftritt, bewährte Qualität“ steht auf dem Aufkleber. Auf der Flasche, deren Redesign man wohl guten Gewissens eher als retro denn als future bezeichnen kann. Und grenzt sich damit sowie mit der Verwendung eines doch recht angestaubten „tip top“ auf dem Label angenehm von den ansonstigen hygienebranchenüblichen Supermegadies und Tausendphasendas in trendzyklisch wechselnden Konsistenzen ab. Von diesem fruchtbar furchtbar anrüchigen Obst- und Gemüseolfakterror ganz zu schweigen.
Und wenn man solch todsichere Hinweise auf den Verpackungen beachtet, stehen die Chancen gar nicht schlecht, auch den morgigen Tag zu überleben.


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