Next stop: Minimal

Die Mini Metros von Peter Dovak hatte kottke.org/ schon vor Wochen, seither poppen sie regelmäßig in meinen Feeds auf. Und es werden ständig mehr, momentan ist er bei 220 angekommen. Wie man sieht, ist meine Heimatstadt auch dabei – allerdings ohne die letztes Jahr in Betrieb genommene Linie 17, die ich recht häufig fahre.

CGN Mini Metro Map

COLOGNE Mini Metro Map

Passt natürlich hervorragend zu einem meiner liebsten Spiele auf dem iPhone derzeit – Mini Metro. Das hat kurz nach Weihnachten mal 99 Cent gekostet, jetzt liegt es wieder bei 4,99 Euro. Kann man aber immer noch gut investieren, finde nicht nur ich. Ich werde das Spiel wohl mindestens noch so lange zocken, bis dieses Album hier eine Karte aus jeder Stadt mit mehr als 1000 Fahrten enthält.

Mini Metro

Berlin, Melbourne und Montréal muß ich wegen fehlender Screenshots noch einmal spielen. Nachdem ich alle neuen Städte des Updates auch über 1000 Fahrten gebracht habe, fehlt neben Berlin nur noch Auckland.

Update 18.09.17 // Alle 18 Karten geschafft und bei allen die wirklichen Scorebilder in der richtigen Spielreihenfolge ins Album geklebt. Jetzt bräuchte ich mal neue Stadtpläne zum Weiterspielen.

Doppelter Schuß

Meine momentane LieblingsApp sieht im Endeffekt so aus. Ihr Name lautet twor/ds.

Tworld this out! I’ve shared a #typography moment with a random stranger somewhere else on this big ass globe.

Darauf aufmerksam geworden bin ich über diesen Artikel auf wired.de/. Dort kann man auch nachlesen, wie die App funktioniert. Obwohl sie dermaßen simpel ist, daß man ruhig direkt ins kalte Wasser springen kann. Ein Thema, zwei Photos (plus deren Verortung) – das war’s.

Screenshot 2

Die Verbindung dieser beiden Aufnahmeorte, ist das einzige, was über die jeweilge Bildkombination hinausweist. Ansonsten macht die Sparsamkeit, die Beschränkheit gerade den Reiz des Services aus. Interessant ist, was twor/ds alles nicht sein will. Nachzulesen im InApp-Manifest (eine Website gibt’s nicht).

  • kein Kontext
  • kein Embedding
  • keine Profile
  • kaum Crossposting

In unseren übervernetzen Zeiten, in denen kaum eine neue Anwendung meint, ohne „Tweet this“ und „Share via Instagram“ auszukommen, nicht das schlechteste Alleinstellungsmerkmal.

Wider die Naturgemetzel

Das Schlimmste an diesem Albtraum war noch nicht einmal mein zerbrochenes iPhone, sondern die bizarren Alternativen, die meine Mutter als Notlösungen aus der Schublabe holte. Eins Möchtegern-Minimalismus in der Vollplastik-Variante à la Tschibo, das andere Fake-Gold mit viel zu kleinen Tasten aus Glitzersteinchen – macht sich bestimmt gut neben ihren Wiederauffüllbarkeit lediglich versprechenden Lady-Feuerzeugen.
Oh Gott, ich bin so ein Apple-Fanboy!

Wallpaper Rock Scissors

Ich gehöre zu den Leuten, die bei den roten App-Badges sofort hibbelig werden. Es geht in erster Linie gar nicht so sehr darum, unbedingt und sofort zu wissen, was los ist (in zweiter Linie natürlich schon). Es geht darum, daß dieser kleine rote Kreis mit der Zahl drin wieder verschwindet, auf der Stelle. Denn wichtig ist oft gar nicht der Newsgehalt, den habe ich per Banner oder Alert bereits mitgeschnitten oder zumindest erahnt. Ich müßte also gar nicht die SMS-App öffnen, ich habe die letzte kurze Nachricht ja beim Aufblinken auf dem Lockscreen sogar komplett lesen können.
Ich mache es trotzdem.

Ich habe kurze Zeit versucht, komplett ohne diese Notifications auszukommen, aber das hat für mich irgendwie auch nicht funktioniert. Seit ein paar Tagen benutze ich nun dieses Wallpaper“ von Ethan Allen Smith und ich muß sagen, ich bin äußerst zufrieden. Da jede App nun permanent zumindest die Andeutung eines solchen Badges besitzt, bin ich in Bezug auf die tatsächlichen um einiges entspannter geworden.

Mit Mailbox bin ich übrigens superzufrieden. Allerdings habe ich auf die Anzeigenoption „show inbox conversation count“ nur für diesen Screenshot umgeschaltet; normalerweise steht dort eine „1“ für neue Nachrichten, keine 3.800 – ganz so entspannt bin ich dann doch nicht. Ich würde jedenfalls sagen, die lange Wartezeit auf die App hat sich sogar gelohnt. Und als hypeerzeugender Marketingschachzug war die Aktion einfach clever.

20130327-142643.jpg

Fehlt nur noch ein vernünftiges Bild für den Lockscreen. Besonders schwere Entscheidung. Ich benutze seit Jahren dasselbe Photo, aber mit den neuen Displayproportionen des iPhone 5 ist es eigentlich nicht mehr perfekt. Doch weil ich mich so dran gewöhnt habe, laufe ich jetzt schon Monate mit einem unperfekten Lockscreen rum. Manchmal schaffen es Bilder in den Test, aber nach ein paar Minuten oder Stunden oder Tagen sind sie wieder durch das alte ersetzt worden.

Leadzte Worte

instagr.am/ ist völlig zurecht in aller Munde. Glückwunsch also auch von mir zu mittlerweile über 100.000 Downloads aus dem App-Store. Diese kleine Anwendung verbindet auf gelungene Weise das Verfeiner- und -filterungsprinzip bekannter Kameraapplikationen für das iPhone mit einer twitterähnlichen Sozialmedialisierung, inklusive Streuung zu anderen, eben den üblichen Webservices. (Man findet mich dort wie immer unter dem Usernamen drikkes.) Nur eins habe ich nicht gecheckt: Wenn man so eine einzelne Instagrammatik einmal unverzweigt losgeschickt hat (ohne Weiterleitung zu Facebook, Foursquare, Flickr, etc.), dann gibt es keinen Weg, nachträglich noch die URL rauszubekommen, oder?
Weshalb ich folgendes Bild noch einmal mit Camera+ aufgenommen habe.

Tip Top

„Neuer Auftritt, bewährte Qualität“ steht auf dem Aufkleber. Auf der Flasche, deren Redesign man wohl guten Gewissens eher als retro denn als future bezeichnen kann. Und grenzt sich damit sowie mit der Verwendung eines doch recht angestaubten „tip top“ auf dem Label angenehm von den ansonstigen hygienebranchenüblichen Supermegadies und Tausendphasendas in trendzyklisch wechselnden Konsistenzen ab. Von diesem fruchtbar furchtbar anrüchigen Obst- und Gemüseolfakterror ganz zu schweigen.
Und wenn man solch todsichere Hinweise auf den Verpackungen beachtet, stehen die Chancen gar nicht schlecht, auch den morgigen Tag zu überleben.


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