Wegen irrer Führung entlassen

Wenn es nach mir ginge, dürfte ein Produkt, das täglich zu Tausenden die Fabrik verlässt, über die Ladentheke geht und dessen Inhaltsstoffe auf seiner Verpackung stehen, nicht „Schönheitsgeheimnis“ heißen.

Don‘t @ me.

Deutsch Thinking

Hatte ich schon getwittert, glaube ich: Die SZ kennt „einen Trend, der sich von Berlin aus im ganzen Land verbreitete“. Oho. Weil sich „die alternde Gesellschaft … nach Vertrautem sehne“ und man gleichzeitig „als Unternehmen aus der Masse hervorzustechen“ versucht. Da kann Hinterherrennen bestimmt nicht schaden.

Aus einem Artikel in der brand eins, den man im besten Sinne des Wortes als ketzerisch bezeichnen kann:

Design Thinking ist eine gigantische Ersatzhandlung, eine millionenschwere Verlegenheitsgeste, eine zur Methode aufgeplusterte Übersprungshandlung.

Dazu zwei Interviews:
– direkt / Streitgespräch über Sinn und Unsinn des DT
– indirekt / „Design ist nicht immer die Lösung“

reiß dir den knopf ab

„Die Zeitspanne zwischen dem Kompliment für eine neue Jacke und dem Verlieren des ersten Knopfes wird ab jetzt in drikkes gemessen.“ – „Wie lang ist denn so eine drikkes?“ – „Keine Ahnung. Habe bisher weder einen Knopf verloren, noch ein Kompliment für meine Jacke erhalten. Ich habe mir sogar seit über einem Jahr überhaupt keine Klamotten gekauft.“ – „Wenn ich Dir jetzt schon ein Kompliment für Deine nächste Jacke mache, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, daß ihr bereits beim Kauf ein Knopf fehlen wird, drikkes?“

Übrigens, Produktnamenserfinder: Wenn Ihr den Namen eines Produkts um ein plus ergänzt, dann denke ich meistens nicht „Wow, XY ist jetzt noch besser.“ Ich denke: „Wie mies muß der Scheiß vorher gewesen sein?“ Ihr solltet stattdessen lieber 3000 verwenden, 3000 zieht immer.

you name it

Post. So im Briefkasten. Nun gut, ein Wechsel des Stromanbieters zieht solcherlei Papierkram nach sich. Aber was lese ich da auf meiner Schlußabrechnung? Liebe RheinEnergie, wie wäre es, wenn Ihr auf Atomstrom verzichtetet und dafür ein wenig mehr auf regenerative Energien setztet? Werde nämlich das Gefühl nicht los, auf diese Weise wäre man besser für die Zukunft aufgestellt, statt seinen Produkten nur fancy Namen zu geben. Von wegen alter Wein in neuen Schläuchen und so.

Aber man soll ja nicht sagen: „Das hätte ich besser hinbekommen.“