Feed me!

Falls Ihr, werte Leser, wie ich eins dieser schönen T-shirts Euer eigen nennen wollt, dann habe ich eine nette Überraschung für Euch auf Lager: Die Jungs und Mädels vom Onlineshop 3dsupply.de/ schenken jedem/r, der sie in seinem/ihrem Weblog mit Link erwähnt, eben eines dieser adretten schwarzen Kleidungsstücke, welche den/die TrägerIn auf humorige Weise als Bewohner des WWWeb 2.0 zu erkennen geben – zumindest für Eingeweihte.

feedmeshot
Und weil diese feine Aktion allein als Werbung für den Shop schon vollkommen ausreichend ist, braucht Ihr Euch keine weiteren Lobeshymnen aus den Fingern zu saugen, falls Ihr den Laden (noch) nicht kennt. Wie gesagt, eine Erwähnung genügt bereits.
Darauf aufmerksam geworden bin ich übrigens durch diesen Artikel auf neontrauma.de/.

Update / 12.12.
Das T-shirt ist gestern angekommen. Kompliment für die prompte Erledigung! Es ist immerhin von ‚Fruit of the Loom‘, die Qualität von Stoff und Druck scheint in Ordnung zu sein und ich habe nur eine kleinen Kritikpunkt anzumerken. Für Größe M fällt das Shirt ein wenig groß aus, aber hoffentlich schrumpft es bei der ersten Wäsche noch etwas.

camp

Ich will mich hier gar nicht als Historiker aufspielen; vermute also nur, daß die Erfindung der sogenannten Barcamps eine Hauptschuld trägt. Wer nicht genau weiß, um was für eine Veranstaltung es sich dabei handelt, der sei auf den betreffenden Wiki-Artikel verwiesen. Dort wird es auch als „Unkonferenz“ bezeichnet, die meistens das Internet zum Inhalt hat.

Konferenzen und Seminare heißen jetzt Camps.

Es werden in letzter Zeit aber neben Web 2.0 immer mehr Barcamps zu allen möglichen Themen veranstaltet, zuletzt etwa zu Tourismus, Education oder Film. Zu meiner Studienzeit hat man unter dem Begriff „camp“ noch etwas anderes verstanden.

In erster Linie ist hier wohl ein Essay von Susan Sontag zu nennen, er trägt den Titel: Anmerkungen zu ‚Camp‘. Als ehemaliger Student der Ruhr-Uni Bochum möchte ich an dieser Stellen auf das Buch „Theorien der Populärkultur“ von Thomas Hecken verweisen.

Und ‚Camp‘ ist jetzt kuschelig.

bustedteesdd07de195917191bb9880b57d1885419So seltsam mir diese fämiliären Konferenzen einer scheinbar eingeschworenen Gemeinde auch vorkommen, durch meine nicht mehr nur theoretische Beschäftigung mit dem Thema Bloggen und allem voran dieses nicht anders als Suchtanwendung zu bezeichnende Twitter habe ich tatsächlich Interesse und Lust auf zwei dieser Veranstaltungen bekommen.
Erstere wäre die bereits Mitte Januar in Hamburg stattfindende Microblogging Conference MBC 09 in Hamburg. Wenn ich meinen Chef überreden will, mir die Teilnahme als Fortbildung zu sponsorn, dann muß ich mich ganz schön beeilen. Nummer zwei findet im April in Berlin statt, es handelt sich um die wahrscheinlich wesentlich größere re:publica ’09.

Message from the Christmas Event Organizer

Ich bin nicht sicher, ob Chef den Text hier selbst geschrieben oder irgendwo aus dem Internet geklaut hat. Ich weiß noch nicht einmal, was/wer von beiden dafür zu gut oder schlecht ist.

CEO Dr. J. Christus v. Bethlehem: Weihnachten 2008

Status:
Wie Weihnachten 2007 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!

Da X-mas 2008 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen – Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

Hinweis:
Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet erst am 30. November 2008 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte To-Do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden.

Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum das Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch
sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten,
um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen.

Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich.

Nachdem ein neues Literaturkonzept und das Layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2008.1) erstellt werden.

Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating.
Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahmen.

Ferner wurde durch intensives Brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.
Es lautet: „Let’s keep the candles burning“ und ersetzt das bisherige „Frohe Weihnachten“.

X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate Redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Shareholder Value, und würdigte das Know-How seiner Investor-Relations-Manager.

Frohes Fest.

Falls jemandem diese Zeilen bekannt vorkommen, wäre ich über eine mögliche Quellenangabe in den Kommentaren dankbar.

neue kriege

fortschreitend voranschreiten

fortschreitend voranschreiten


Arno Widmann sagt es in seinem FR-Interview mit Herfried Münkler selbst: „Das schreiben Sie seit Jahren.“ Und doch sind seine Thesen in diesem Gespräch sehr gut zusammengefasst. Auch wer sie schon kennt, kann hier noch den ein oder anderen wissenswerten Fakt finden. Lesenswert, wie ich finde.

Natürlich hat auch Herr Münkler keine Lösung für die Probleme, die er schon vor Jahren (Zeit von 2003) so treffend diagnostiziert hat. Ich würde ja sagen: Einfach nicht verrückt machen lassen. Sonst hätte der Gegner ja schon fast gewonnen.

Der Kapitalismus hat noch alles und jeden assimiliert. Mit der Zeit.