deckeln

OH: „…und dann sitze ich in der Bahn, guck vom Handy hoch und der Typ mir gegenüber trägt ein wie aus dieser Prisma-App gemustertes Shirt. Da musste ich ihn echt sofort noch höher angucken, um mich zu versichern, daß sein Gesicht ganz normal ist. Du erinnerst Dich doch noch an Prisma, oder? Das war für ein paar Tage der heiße Scheiß, bevor die Welt über Pokemon Go vollständig den Verstand verloren hat.“

Cool wäre es natürlich, wenn Adidas, Wein, Ikea und welche Marke sonst noch in diesem tendenziösen Kurzfilm über Handy-Sucht auftaucht, einfach trotz der Message dahinter für das Product Placement gezahlt hätten. Nicht so sehr, um zu zeigen, was sie alles für etwas Aufmerksamkeit bereit sind zu tun, sondern weil Werbung eben doch so funktioniert.

But don’t get too excited to wear a jacket made out of McQueen’s skin–the final collection will most likely be put on display in a gallery rather than being sold to consumers.

Alex für die Kunst. Aber kritisch!

58. Minute

Endlich geht Payet vom Feld. Wenn Deschamps an demonstrativ anständiger Fairness gelegen wäre, hätte er ihn sofort nach Ronaldos Abtransport ausgewechselt. Am praktikabelsten wäre wohl gewesen, ihn einfach nach der Halbzeitpause in der Kabine zu lassen.

Den absoluten Topspieler direkt am Anfang vom Platz zu foulen und es dann zweimal mit Elfmeterschindung versuchen – da durfte es nicht sein, daß sie einen Sieg auch noch mit den Island geklauten „Huhs“ feierten.

Ich gönne Portugal seinen ersten EM-Titel sofort. Der unsympathische Trotz, mit dem die meisten der französischen Spieler ihre Medaillen für den 2. Platz entgegennehmen, hat das nur bestätigt.