Da Show HErr

Hier, „Chefsache“ ist eine der besseren Kurzserien von Gute Arbeit Originals. Kann man sich ruhig mal anschauen.

Erinnert mich irgendwie an den lieben Gott Helge Schneiders „Texas“. Ist ja aber nicht das erste Mal, daß sich jemand über die Schöpfung lustig macht.

Ab und zu werden mir göttliche Parodie-Accounts in die Timeline retweetet, ist allerdings über die Jahre sichtlich weniger geworden. Es gibt da wohl gleich haufenweise Profile, doch ist das Thema etwas ausgereizt.

Kennt Ihr noch an „Der Große Boss“ und „Der Juniorchef“, diese beiden Testament-Remakes (alt/neu) vom Verlag mit der Fliege? Gibt es den überhaupt noch oder ist der mittlerweile ausgestorben, wegen Internet und so?

Hoffentlich geht es da nach dem gerade erst erschienen Teil 4 demnächst weiter.

Konfliktgenerationen

Das ist keine Kritik an den Millennials. Sie ist hier allerhöchstens Nebensache.

In erster Linie geht es darum, wie Toplevelwerber und Marketingverantwortliche Millennials sehen: nämlich als Zielgruppe. Das Video entlarvt dies über den Umweg der Selbstbespiegelung, die auf den Halter des Spiegels zurückfällt – wobei der doch eigentlich unsichtbar bleiben sollte. Doch so etwas mißbehagt den Babyboomer-Entscheidern zutiefst, wie Leo Fischer recht drastisch aufzeigt, wenn er vom „gekränkten Narzissmus der Wutgreise“schreibt:

Die einzige Sorge, die diese Generation kennt, ist, nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, wie sie es von Jugend an kennen.

(Hier gedanklich als Symbolbild bitte die grauen Haare der Birgit S. einfügen.)

Ritter unsportlich

Okay, wir haben einen Claim Slogan mit einem Bekanntheitsgrad von 90 % und einer laut Umfrage (von 2005) „hohen Übereinstimmung zwischen dem Produktversprechen und den tatsächlichen Produkteigenschaften, was wiederum die Glaubwürdigkeit und Sympathie fördert.“
Frage: Was können wir dem hinzufügen, um diese tighte Message etwas beliebiger und mehr schwammig zu machen?

Die Schokolade?

Was der neue Marketingleiter eigentlich meinte: Produktinnovationen, schön und gut. Aber wie kann ICH denn hier meine Duftmarke hinterlassen, wenn ich den seit 1970 unverändert bestehenden Slogan nicht antasten darf?

Kaufflausch

Eine Websuche nach „collect experiences not things“ ergibt Unmengen von Treffern. Doch trotz Minimalist Living, Unclutter-Trend und dem ganzen Less-is-more-Rotz ist das System Kapitalismus seltsamerweise noch längst nicht am Ende.

Im Gegenteil, es ist ja anpassungsfähig. Stumpfe Einkaufstouren sind out, es muß mindestens Eventshopping sein. Da treffen klotzige Malls draußen auf der grünen Wiese nicht mehr den Zampano1 der Zeit. Urban ist angesagt.

Was @tante sagt. Bzw. was dem stationären Handel gegen die Online-Konkurrenz so einfällt. Oder andersrum.

Derweil testet der amerikanische Modehändler Nordstrom ein neues Store-Concept, bei dem gar keine Kleidung vor Ort. Bis die vom Kunden zusammen mit einem Stylingberater ausgewählten Klamotten zur Anprobe geliefert werden, kann man sich in der store-eigenen in Kauflaune saufen.