First screens first.

Heute liegt die Stange beim Rebellionslimbo mal wieder alles andere als niedrig. Ich z.B. schaffe es, mich gerade total individuell zu fühlen, bloß weil ich mir dieses von scheinbar jede/m geteilte Holland/Trump-Video (Wer hat die bessere Artikelluft dazu, bento.de oder ze.tt?) einfach nicht anschaue. Voll der bad boy, ey.

Dafür wieder brav: Wahrscheinlich werde ich es dieses Jahr schaffen, die komplette Staffel #ibes ohne das Twittern einer einzigen Dschungelguckerbeschimpfung auszukommen. (Für was Besseres halte ich mich insgeheim natürlich trotzdem – solange, bis #gntm wieder losgeht.)

children of the evolution

Der fast schon wieder in Vergessenheit geratene Viralspot für Dove ist und bleibt trotzdem ein Klassiker der noch jungen Bewegtbildwerbung im Internet. Die Parodie unten habe ich allerdings heute zum ersten Mal gesehen. Die ist ziemlich gut gemacht, wie ich finde. Allerdings kann man sich den Besuch der dort im Abspann genannten Website sparen, ist nur eine billige Linkschleuder.

nachtrag // 02.02.09
Ich habe die beiden untenstehenden Bilder heute auf reclaimyourcity.net/ gefunden.

Ein schönes Statement zur Photoshoppisierung unserer Mediengesellschaft, die zwar durch den Computer ermöglicht wird, aber nun wahrlich nicht auf ihn beschränkt ist.

schlag den bruce

Wenn das mal nicht ein gelungenes Viral ist: Bruce Lee spielt mit seinen Gegnern Ping-Pong, aber benutzt keinen Schläger, sondern schwingt seine unschlagbaren Chakos. Mag jemand anders die relativ willkürliche Anbindung an das eigentlich zu bewerbende Produkt (Nokia N96) bemängeln.

Das sind meiner Meinung nach nichts als Beratervorbehalte. Natürlich darf ein einzelner Spot nicht völlig konträr zum restlichen Markenimage laufen, aber ganz so verbissen sollte man das nicht sehen. Witzig bleibt witzig. Das würde ich sogar so für die TV-Werbung ebenfalls unterschreiben, aber weil man da für jede Sekunde richtig viel Geld bezahlt, kann ich es schon verstehen, wenn der Kunde dann Einspruch erhebt, wenn er lediglich im Abbinder vorkommt.
Doch selbst das würde ich als zu kurz gedacht bezeichnen. Man sollte die Wirkung von Spots, die sich deutlich vom restlichen Einheitsbrei abheben, nicht unterschätzen.

forward/viralvideoaward

Dieser Tage sind also die ersten International Viral Video Awards verliehen worden. Interessant nicht nur, weil der von mir geschätzte Harald Martenstein der Jury angehört hat. Der untenstehende Film ‚Die Mantaverschwörung‘ hat zurecht gewonnen.

Über den Geschmack des Publikums verlieren wir an dieser Stelle kein Wort, sagen aber dazu, daß wir bei diesem Gewinner zu faul gewesen sind, uns die restlichen Nominierten anzuschauen.