Die Hoch-Zeit meines besten Sohnes

Fritz kommt ins Wohnzimmer und fragt: „Was guckst Du?“ Meine Frau antwortet: „Ach, irgendsoeinen Film beim Wäschefalten.“ Fritz setzt sich neben mich und verfolgt das Geschehen am Bildschirm aufmerksam. Zehn wortlose Minuten später stellt er fest: „In dem Film wird gar keine Wäsche gefaltet.“

Heute Morgen im Badezimmer

„Papa, ich könnte Astronaut werden. Du nicht.“
„Das stimmt. Wenn Du Dich anstrengst, kannst Du später alles werden. Ich bin zu alt, um noch Astronaut zu werden.“
„Nein Papa, guck doch: die Zahnpasta. Ich schluck sie runter, Du spuckst sie aus.“
„…“
„Wegen der Schwerelosigkeit, Papa.“

Sissys Fuß

tagwek

»Die Socken kannst Du heute nochmal tragen, die hast Du erst gestern Abend nach dem Baden frisch angezogen.«

»Aber Papa, ich ziehe doch nur donnerstags und sonntags gleiche Paare an.«

Ich bin Dein Vader, Lug, Trug und Bug.

„Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch selbst manchmal ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich das Kind wieder Internet-Videos gucken lasse. Na ja, zumindest wenn ich währenddessen wach bin. Oft schlafe ich auch. Ein ganz normaler Tag fängt bei uns im Moment nämlich so an, dass der Kleine um 5.35 Uhr neben meinem Bett steht und sagt: ‚Papa, nicht schlafen!‘ Mir geht dann durch den Kopf, dass es für einen Vierjährigen sicher das Beste wäre, wenn wir in sein Zimmer gehen und Raumschiffe aus Lego-Steinen und Eisenbahnnetze bauen, Schach spielen oder zusammen etwas lesen. Manchmal machen wir das auch. Manchmal bin ich dafür aber einfach zu müde. Dann benutze ich das Internet zur digitalen Selbstverteidigung. Eine halbe Stunde Handy gegen eine halbe Stunde mehr Schlaf, so lautet unser Deal.“

Zitiert aus: Digitale Familie | ZEITmagazin

IMG_5470