prez.ppt

Eure plakativen Powerpoint-Präsen sind Teil des Problems.

I think we tend to use the terms “left” and “right” in a sloppy fashion, because it’s the familiar way that we classify parties in the post-war era in Europe where you see the difference, for example, between social democrats and communists versus conservatives and liberals.
What we’ve got now is a new cultural cleavage which overlays that, and populists therefore can be left-wing or right-wing or in the middle. Basically they’re very vague on economics, but it’s the cultural values which are the critical aspects which differ for them.

Why Trump’s populist appeal is about culture, not the economy – Vox

vereinfacht gesägt

„Populisten sind immer die anderen“, hat Ralf Dahrendorf mal gesagt. Der Satz wird nicht unwahrer, weil ich ihn bei irgendeiner TV-Talkshow aus dem Mund eines Erzkonservativen vernommen habe, dessen Name mir entfallen ist. Vielleicht ist es der unsägliche Tichy gewesen, ich weiß nicht mehr.

Als Reaktion (sic!) auf die Erfolge der Rechten von Trump bis Brexit werden jetzt hier und da vereinfachte Botschaften seitens der Linken bis Liberalen eingefordert. Emotionalisierung der Inhalte, Reduzierung der Komplexität, damit vernünftige Politik die Leute wieder erreicht. Ich weiß auch nicht.

„Kein richtiges Lasern im falschen.“

Dabei sieht man doch, was z.B. in der Musik mit guten Ideen passiert, wenn sie im Mainstream ankommen. Also im Musikgeschäft. Wie nah das in den meisten Fällen an der Pervertierung vorbeischrappt, kann man exemplarisch an Beyoncé ablesen, anläßlich deren letzter Superbowl-Performance Seph Rodney schrieb:

So Che gets reduced to a poster, the renegade figure of Malcolm X to a choreographed arrangement, the struggles against AIDS to a song, and concerted, protracted protest to a hand signal for peace. This is what pop culture does.

Und wenn man der Spex glauben mag, scheint es auch beim neuem Album von Alicia Keys mißglückt zu sein. In der Review zu Here heißt es „ein gutgemeinter, aber öder Ritt entlang der Oberfläche, der allzu oft mit faden empowerment-Hülsen aufwartet“.

Siehe auch Tom Holerts Aufsatz zu Lecture Performance in Pop. Kultur & Kritik, Heft 9 2016, S. 64-68. Auch er kann die Einwände Diedrich Diederichsens und andere Kritiker gegen die VerTEDtalkisierung wissenschaftlicher Vorträge höchstens relativieren, aber nicht vollständig entkräften.

Die URL ist noch frei. Fast tut sie mir ja ein wenig leid, so wie nun von allen Seiten auf die Charta eingeprügelt wird.

Mehr bekommt derzeit wohl nur dieser Bombentext zu Big Data ab, exemplarisch aufgeführt seien hier mal WDR und Spiegel. Wie sie alle seit Wochen Fake News verteufeln und dann selbst (wer recherchiert und hinterfragt schon gerne am Wochenende) den ohne Beweise und lediglich auf Behauptungen einer Person beruhenden Schweizer Magazinartikel weiterverbreiten, das grenzt schon an Selbstdemontage. Selbst. Dämon. Tage. Montagsdemo.

„Wir sind das Klickvolk!“