Was ein Horst

Ich glaube, ich bin vor über 20 Jahren das erste und einzige Mal in Bayern gewesen. Auf der Autofahrt in den Ungarnurlaub haben wir eine Nacht in München verbracht. Beim Rückweg zwei Wochen später sind wir die 1.300 km dann einfach durchgeprescht.

Ich mag keinen Skiurlaub. Ich mag kein Oktoberfest. Mich zieht absolut nichts in dieses rückständige, hinterwäldlerische bornierte, hirnverbrannte, gleichzeitig kleinkarierte und größenwahnsinnige Bundesland.

Trotzdem werde ich nach dem Tod Seehofers wohl noch ein letztes Mal nach Bayern fahren müssen, um auf sein Grab zu pissen.

Scheiß auf Uploadfilter

Gestern Abend wurde ich mir mal wieder meiner Filterbubble gewahr. Aber nix von wegen Internet. Es ging überhaupt nicht um gleichgeschaltete Timelines in Social Media – ganz im Gegenteil.

Ich sah gestern Markus Lanz – seit Jahren das ersten Mal, wenn ich das überhaupt schon einmal geguckt hatte. Richtig gelesen: TV. Einfach dem letzten Fußballspiel nicht abgeschaltet.

Und was der greise Edmund Stoiber da zum Großteil unwidersprochen in die Kameras sagen durfte, das ließ mir wirklich einen Schauer über den Rücken laufen. Das ist also die Realität des politischen Diskurses. Wirklich gruselig. Nein, eher zum Kotzen. Wieso setzt man da einen CSU-Mann zwischen die Sportköppe und immerhin Robin Alexander? Das ZDF-Publikum hart am Klatschen und kaum Widerspruch.

Haha, Internet. So werden Wahlen gewonnen. (Und mit der Bild-Zeitung.)