„Ich fühle mich einfach sicherer, wenn ich in einem SUV fahre.“

Mit anderen Worten: Ich gebe einen Fick auf das Leben meiner Mitmenschen und wenn Fußgänger keine Helme tragen, dann sind sie selbst schuld an ihrem Verkehrstod.

The Detroit Free Press investigation showed that NHTSA knew four years ago that the proliferation of pickups and SUVs was putting pedestrians at risk thanks to heavier vehicle weights, higher bumpers, and compromised visibility. “Pedestrians are 2-3 times more likely to suffer a fatality when struck by an SUV or pickup truck than when struck by a passenger car,” the agency concluded in 2015. Children between 5 and 9 years old had a fatality risk four times greater in collisions with light trucks and SUVs than with cars. The regulators did nothing.

Ich sehe keinen Grund, warum der sich auf US-Verhältnisse beziehende Artikel „Self-driving cars, SUVs, and the trolley problem“ mit einigen Abstrichen nicht auch auf Deutschland zutreffen sollte.

(Zitat via Stefan)

Update 10. Juli 2019

Die Süddeutsche liefert den endgültigen Trend für 2018, was die 3275 Verkehrtoten in Deutschland angeht:

Die Zahl der getöteten Autoinsassen lag 2018 um 22,6 Prozent niedriger als noch 2010. Bei Fußgängern sowie Menschen, die mit einem Kraftrad wie einem Mofa oder einem Motorrad ums Leben kamen, fielen die Rückgänge mit 3,8 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent deutlich geringer aus. Dagegen ist die Zahl der getöteten Fahrradfahrer im Vergleich zu 2010 um 16,8 Prozent gestiegen.

Leibesertüchtigung Brauchbarkeit Fahrzeug

Zwei Erfolgsmeldungen für #FridaysForFuture heute. Zum einen vermeldet n-tv.de ein Rekordhoch bei den SUV-Neuzulassungen dieses Jahr.

Für das Gesamtjahr ergebe sich damit voraussichtlich die Zahl von 1,05 Millionen neu zugelassenen SUV, erklärte der Direktor des Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen. Der Trend zu den sportlichen Geländewagen hat sich den Zahlen zufolge in den letzten Jahren stark beschleunigt.

Schön vor allem, wie mit dem Endsatz des Artikels die Schuld dafür von den Herstellern zu den Konsumenten geschoben wird. Der Markt regelt gar nichts.

Beliebt ist der Geländewagen vor allem bei Privatkäufern: Keine andere Karosserieform habe einen so hohen Privatkundenanteil wie der SUV, sagte Dudenhöffer. Der Anteil betrage knapp 42 Prozent.

Aber weil die meisten dieser „City-Geländewagen“ noch nicht einmal einen Allradantrieb hätten und viele nicht über Golflänge hinauskämen, sei das alles wohl halb so schlimm.

Zum anderen, wie zum Hohn, kommt spiegel.de mit einem Testbericht über den neuen Monster-Truck Mercedes GLS um die Kurve. Lieblingsstelle daraus:

Die Schrumpffunktion für die Waschanlage. Die braucht der GLS, weil er in normaler Konfiguration für die Führungsschienen am Boden vieler europäischer Waschanlagen zu breit ist. Wird die Funktion aktiviert, schließt der GLS die Fenster und pumpt die Luftfedern auf, bis sich das Fahrwerk streckt. Die Räder stehen dann senkrecht, sonst sind sie leicht ausgestellt. So wird der Wagen untenrum um bis zu vier Zentimeter schmaler.

Ride on!