ichanschauung

Passend zu letztem Monat ein lesenswerter, wenn auch relativ trockener Text von Robert Sakrowski über Identität und Soziale Netzwerke im SCHIRN MAG.

 Die Veröffentlichung der permanenten Selbstreflexion, der ununterbrochenen Dokumentation von Ereignissen, erschafft durch das Teilen im Sozialen Netzwerk eine Form der Zeugenschaft, die die eigene Präsenz und Existenz in der Welt beglaubigen soll. Der eigentliche Event, das Dokumentierte bzw. der Inhalt spielt dabei keine wirkliche Rolle. Das Ereignis ist austauschbar, einzig als Medium oder Dokument bedeutsam für die im Teilen angestrebte Zeugenschaft.

Der ganze Artikel, mehr noch als das hier herausgegriffene Zitat, verdeutlicht auch sehr gut, warum die jeweilige Plattform als Thema überall besonders reizend funktioniert, also Klatsch über Mark Zuckerberg auf Facebook ein Selbstläufer ist oder über die Fehler von Ello genau dort am hitzigsten diskutiert wird worden ist.

Aber ich schweife ab – typisch Blog. Nicht direkt zum anfangs erwähnten Sakrowski-Text, aber im weiteren Sinne dazu passend drei weitere Lektüren:
Twitter-Dämmerung? Spekulationen über Share-Count-API
Mark Twain: Überlegungen zur Kunst der Onanie
Für die Entwicklung von Kindern ist das Sammeln von Bedeutung

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