(Pssst! Der RSS Club ist doch ein offenes Geheimnis.)
Erinnere mich üblicherweise nicht oft an meine Träume oder träume selten, wer weiß das schon. Am Ende dieses wochenendübergreifenden zehntägigen Urlaubs nun allerdings insgesamt dreimal sehr lebhaft von der Arbeit geträumt. Zwei davon sind nicht der Rede wert, ziemlich nah am realen Setting, wenn auch situativ zugespitzt. Der dritte Traum dafür dann aber umso absurder.
Ich musste eine Laudatio schreiben, für irgendeine EU-Auszeichnung. Es herrschte Zeitdruck, ich war bereits vor Ort – die Verleihungsgala sollte am Abend in einer pompösen Duisburger Location stattfinden, die es real so bestimmt nicht gibt; ein vollverschnörkeltes Repräsentationsgebäude, das eher ins Wien oder Norditalien des ausgehenden 19. Jahrhunderts gepasst hätte.
Gehacktlegerich
Das Schreiben der Rede selbst geriet zur völligen Farce. Zuerst fiel das Internet ständig aus, so dass ich gar nichts recherchieren konnte. Aber wozu auch? Wer von den Nomierten später auf der Bühne die Trophäe überreicht bekäme, wurde mir ebensowenig mitgeteilt wie die Tatsache, wer die Lobesrede denn halten würde. Dann musste ich mehrfach in immer kleinere, zugestellte Räume wechseln, sobald ich meinen Arbeitsplatz eingerichtet hatte, weil plötzlich eine Jurysitzung abgehalten oder eine zusätzliche Garderobe eingerichtet werden musste. Schließlich gab noch der Laptop seinen Geist auf, so saß ich am Ende mit einer klapprigen Reiseschreibmaschine auf dem Schnürboden und tippte immer noch, als die Zeremonie längst im Gange war.
Jetzt also wieder an die echte Arbeit.
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