MashUp

06/09/2011

Ich hatte die beiden Sprüche ja schon getwittert und sie dann noch aus reiner Langeweile bei quickmeme hochgeladen, um sie danach relativ erfolglos bei reddit einzureichen. Hätte stattdessen lieber googeln sollen.

Doch dann tauchte keinen Tag später in meinem Feedreader dieser Cartoon auf. Bestimmt reiner Zufall.

Zufällig lese ich übrigens gerade auch Dirk von Gehlens Mashup. Bis jetzt ganz interessant, auch wenn auf den ersten vierzig Seiten für einen aufmerksamen Netzbeobachter kaum Neues drinsteht. Maradonna/Messi-Tor, Guttenberg-Plagiat, Donaldisten und Hamburger Schuleschüler in den FAZ-Headlines. Kleiner Tipp noch an den Autor: Den Titel Gegen den Strich haben Tocotronic einem Roman Joris-Karl Huysmans‘ entliehen. Aber irgendwann ist ja auch gut mit den ganzen Querverweisen. Vielleicht bin ich auch nicht Zielgruppe des Buches, mir gegenüber muß man kein „Lob der Kopie“ (so der Untertitel des Buches) anstimmen – schließlich bin ich Copywriter von Beruf. Wenn in der Debatte um die Remixkultur in Zukunft etwas trennschärfer zwischen Diebstahl und Inspiration unterschieden wird, dann hätte diese selbsternannte Streitschrift schon genug geleistet.
Bleiben wir einfach beim Thema Musik.

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  • Dafür hätte ich damals an der Uni nicht im Germanistikseminar „Der frz. Realismus Emile Zolas und die literarische Dekadenzbewegung“ sitzen müssen. Ich glaube, Lotzow hat die Zweitverwertung des Titels auch in irgendeinem Interview erwähnt. Diese Transparenz kann ja ein Problem für Indie-Hipster werden, die Zugehörigkeit zum Zirkel der Eingeweihten wird so zumindest potentiell durchlässiger. Aber irgendwie passiert es doch nicht, die Entschlüsselung von Codes ist – auch nach Offenlegung der Quellen – komplizierter.

    Ich hoffe, in Mashup noch etwas zum Thema der Bewertung bzw. ihrer Kriterien zu finden. Was unterscheidet ein Remake von einer Hommage?

    Huysmans‘ À Rebours ist jedenfalls auf eine verquere Art lesenswert.