Wie wir alle wissen, sind die deutschen Übersetzungen von insbesondere US-Filmtiteln ein nie versiegender Quell von – freundlich formuliert – Diskussionsanlässen. Was allerdings die wenigsten wissen: Letztes Jahr entstand eine komplett KI-generierte Fortsetzung eines der bekanntesten Military Courtroom Dramen der frühen 1990er namens EVEN FEWER GOOD MEN. Der Grund für diese weitestgehende Unkenntnis ist ebenso einfach wie bezeichnend: Weil man sich nicht auf eine Titelübersetzung einigen1 konnte, kam der Film nie in die deutschen Kinos. Die Produktionsfirma bestand auf ZWEI FRAGEN DER EHRE, während der hiesige Verleih keinen anderen als EIN PAAR GUTE ASTRONAUTEN akzeptieren wollte.

Astronauten? Bei besagtem Sequel handelt es sich nämlich nach einem entschieden wilden Genrewechsel um eine Military Space Opera. Sie spielt im Jahr 2092 irgendwo zwischen Uranus und den Ringen des Saturns. Die von den Avataren von Jack Nicholson of a Bitch und Tom Cruiseship verkörperten Figuren scheinen dabei in den vergangenen hundert Jahren weder gealtert noch befördert worden zu sein.
Meine Lieblingsszene aus dem Synchronisationsdrehbuch sind folgende Zeilen:
Lt. Daniel Kaffee (ratlos durch die Milcheinbahnstraße düsend): “Wie kopernikanisch kann so ein Wendehammer schon sein?”
- Ironischwerweise scheuten beide Parteien die gerichtliche Auseinandersetzung. ↩︎
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