nicht sportlich

Wahrscheinlich wegen der Fußball-WM habe ich so wenig über die letzte NBA-Meisterschaft gepostet – dabei sind New York und Basketball doch zwei meiner liebsten Themen. Dirk hat recht, ganz große Rede von Mamdani zum Sieg der Knicks.

Dabei bin ich in diese WM nie wirklich reingekommen – obwohl ich trotz der mitunter für uns Mitteleuropäer blöden Anstoßzeiten ziemlich viele Spiele geguckt habe. Zu viele Mannschaften kommen nach der Gruppenphase weiter, von den Sechzehntelfinals ganz zu schweigen. Nur damit es am Ende doch wieder die üblichen Favoriten die Sache unter sich ausmachen. Spannender ist das sicher nicht, aber als Deutscher mit quasi Teilnahme-Abo argumentiert man da auch von einem hohen Ross aus.

Vor ein paar Wochen hatte ich noch gesagt, daß man nach Rußland 2018 und Katar 2022 jetzt nicht plötzlich beim Gastgeberdrittel USA 2026 die Moralkeule rausholen sollte. Dieses unsportsman-like Treatment der iranischen Mannschaft, die ausgesetzte Rotsperre von Balogun, das war dann aber schon eine andere Qualität als das Sportswashing der letzten beiden Male.

Und noch was: Daß während großer Fußballturniere die Zahl von Fällen häuslicher Gewalt spürbar zunimmt, hatte ich seit Jahren so abgespeichert, als würden Frauen aus Frust über Niederlagen von ihren männlichen Partnern geschlagen. Jetzt hat man wohl rausgefunden, daß die Prügelzahl bei Siegen sogar noch schlimmer sein kann.

Als Fan hat man es nie leicht. Noch sechs Wochen bis zum Bundesliga-Auftakt. Und die NBA-Saison geht erst im Oktober wieder los…


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