Letztes Wochenende den Arbeitsbesuch in Berlin über den Freitag hinaus verlängert, um an einer Aktivismus-Konferenz gegen Big Tech, Cables of Resistance, teilzunehmen. Das ist jetzt nicht so das übliche Milieu, in dem ich verkehre, auch wenn ich mit vielen der dort gehandelten Ideen sympathisiere. (Und wenn die WeLT so dagegen anstänkert, kann es nicht verkehrt sein.)
Ich habe da einen kurzen Talk mit einem doch sehr kritischen Blick auf Digital-Out-Of-Home im öffentlichen Raum gehalten. Es gibt kein Vortragsskript oder so, ich spreche gerne relativ frei, aber hier ist die Präse dazu, an der ich mich langgehangelt habe:
Warum ich als Werber diesen Vortrag gehalten habe? Nicht, weil ich eine Wette verloren habe oder mir selbst gerne in den Fuß schieße. (Obwohl in Bezug auf Letzteres manch Leserin meiner LinkedIn-Kommentare vielleicht anderer Meinung sein mag.) Sondern weil ich nicht glaube, daß mehr Werbung auch mehr verkauft. “Höher, schneller, weiter” funktioniert als Mantra nicht, wenn die menschliche Aufnahmefähigkeit begrenzt ist. Jeden Tag kämpfen tausende Werbeimpulse um unsere Aufmerksamkeit und um überhaupt noch durchzudringen, werden die Inhalte immer greller und lauter, die Botschaften immer stumpfer.
Wir brauchen nicht mehr Werbung, wir brauchen bessere Werbung. Aber der Markt wird das nicht regeln, wir müssen das reglementieren.
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