vor/bereit

By drikkes on 22/02/2010 — 1 min read

Überstanden. Fünf Tage Frischluft Fehlanzeige. Denn von Weiberfastnacht (Donnerstag) bis Aschermittwoch traue ich mich in Köln nicht auf die Straße, weil ich Angst habe, mir meine sowieso schon äußerst wackelige Nächstenliebe auf die nächsten Monate hinauf vollelends zu versauen. Dabei gab es dieses Jahr sogar einen vernünftigen Grund, wenigstens einen Wagen auf dem Rosenmontagszug zu supporten.
Ich hoffe doch sehr, daß bis zum 17. März die für ein Bürgerbegehen nötigen 23.164 Unterschriften zusammenkommen, um den Abriß des Schauspielhauses zu verhindern. Denn es kann einfach nicht sein, daß einerseits – gegen den Willen der direkt Betroffenen – für ein städtebauliches Prestigeprojekt das Geld zum Fenster rausgeworfen wird, auf der anderen Seite beim Kulturetat Millionen eingespart werden sollen.
Daß sich öffentlicher Protest, etwa organisiert durch mutzukultur.de/, auch auf einer Eventseite bei Facebook manifestiert, ist selbstverständlich zu begrüßen. Ich habe mir das kleine Banner rechts in der Sidebar vor ein paar Tagen noch in Eigenarbeit per Screenshot erstellen müssen. Nur ist es natürlich wichtig, daß auch real unterschrieben wird, nur „become a fan“ klicken reicht nicht. Denn es könnte knapp werden – bis jetzt sind gut 15.000 Unterschriften eingesammelt worden.

Doch sollte man über die großen Aufreger die kleineren Übel nicht vergessen. (Ja, ich hatte über Karneval jede Menge Zeit.) Alles eine Frage der Relationen, aber auf den Big Bang wartet heute wohl keiner mehr. Heutzutage, zwanzig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges, ist es nicht mehr das Szenario Atombombe, sondern man versucht, mit der AndieWandmalerei der Bedrohung durch terroristische Anschläge die Leute in Angst und Schrecken zu versetzen. Von der Rolle der Regierung für die eigene Bevölkerung will ich gar nicht erst anfangen, sonst endet das hier noch in Verschwörungstheoriesuppen- unschlüsseligkeiten.

Buchpreisbindung

Kategorie Belletristik // „Georgs Sorgen um die Vergangenheit“, „Roman unserer Kindheit“, „Die Zeitwaage“ und „Luft und Liebe“. Wenn ich die anderen Titel nur lese, wird mir speiübel.

Verschluckt: noch ein Aufruf.

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