Wenn ich mit Junioren rede, dann klinge ich mitunter wie Steve Ballmer, nur daß ich statt “developers” sage: Die Präse, die Präse, die Präse. Ideen die passende Form zu geben, ist mehr als nur eine Frage des Formats. Man muß zunächst etwas von der tatsächlichen Mediaplatzierung abstrahieren, um bei der Vorstellung den großtmöglichen Eindruck zu erzeugen.
Dafür sollte der zur Verfügung stehende 16:9-Raum komplett genutzt werden – das sind die Verhältnisse, die im Workkontext immer noch zählen. PPTs und Laptops ignorieren den Vertical Turn durch Smartphone und Social weitestgehend. Oder habt Ihr in einem Konfi schon mal einen Hochkant-Bildschirm gesehen?

Das bedeutet nicht zwangsläufig, ein Layout vollflächig zu präsentieren. Immer häufiger greift man zu Mock-ups, um eine Idee greifbarer zu machen, um ihr Leben einzuhauchen. Da wird dann auch schon mal vor den eigentlichen Assets einer als “digital only” eingebrieften Kampagne der Leitgedanke der Konzeptidee als “echtes” Riesenplakat gezeigt.
Ironischerweise schwappt diese Praxis aus den Powerpoints der Marketingbranche seit einiger Zeit vermehrt in die reale Welt. Wenn ich LinkedIn öffne, dann tut mittlerweile jede Pizzabude so, als hätte sie die größte Werbefläche im Berliner Hauptbahnhof gebucht oder gleich den kompletten Time Square in New York.

Fake it till you make it.
Dieser Trend ist im Begriff, über die Kommunikationsbubble herauszuwachsen und Endkonsomenten zu erreichen, wie mehere Beispiele aktuell zeigen. So behauptet etwa Off/Brief mit einer FOOH-Kampagne 83,3 Millionen Euro Mediabudget gespart zu haben. (Ja, Fake-Out-Of-Home wird ganz selbstverständlich bereits als gängige Abkürzung genutzt.) Die gesamte Kategorie wird somit selbstreferenziell thematisiert.




Und Dojo hat in seiner typischen Manier dieses Prinzip bei seiner Einführungskampagne für HBO Max auf die Spitze getrieben, indem sie die Mock-ups in die jeweiligen Serien-Settings montiert haben. Ad Inception!
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