Die Leute krempeln entweder zu viel oder sie krempeln zu wenig – nur ich bin der einzige, der die exakt richtige Krempelmenge kennt.

Diese Fotos von gar nicht mal so provisorisch geschlossenen Baulücken gehen gerade im Netz rum (via @FrauVogel) und ich habe bei den Bildern direkt drei Bauten aus meiner Studi-Zeit in Bochum erkannt. Das hier war der nächste Kiosk gleich zwei meiner Wohnungen. Das hier, gar nicht weit weg davon, war mein Grieche, nur etwas die Dorstener Straße runter. Lediglich ein paar Hausnummern weiter beim Italiener hab ich allerdings nie gegessen.

Ich habe mich natürlich sofort auf Streetview umgesehen, ob es in meinem ehemaligen Stadtteil immer noch so aussieht. Und es scheint sich in den letzten 17 Jahren dort nichts verändert zu haben – was natürlich Schwachsinn ist, weil ich weder weiß, wann Frau Schulze ihre Photos aufgenommen hat, noch von wann Apple Maps’ Bildmaterial datiert ist. Schon ein wenig traurig: Von 1999 bis 2003 habe ich in der Richardstraße gewohnt und dann bis 2006 in der Hildegardstraße; danach bin ich nie mehr dorthin zurückgekehrt.

Insgesamt neun Jahre habe ich in Bochum gelebt. Seitdem habe ich die Stadt zwar zwei- oder dreimal besucht; doch nach Hamme, mein altes Viertel nordwestlich der Innenstadt, hat es mich dabei nie gezogen. Und obwohl ich nicht wirklich ein sentimentaler Typ bin, hängt die Rückseite von Hartmanns letztem Spielplan immer noch über meinem Kölner Gästeklo.


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