Notes KW 01/17

Die Zitate dieser Woche sind jetzt nicht der heißeste Scheiß auf den Lektürelisten der Netzelite, zwei Texte stammen sogar aus dem letzten Jahr. Aber 52/16 ist eben im Festtagstrubel untergegangen, und die Instapaperquotes sollen ab Anfang diesen Jahres eine ordentlich reguläre Blogkategorie werden.

„Alles was Sie zu Echo sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.“ – diese oder eine ähnliche Warnung steht vielleicht künftig auf vernetzten Lautsprechern mit integriertem Sprachassistenten.

Ermittler wollen Aufzeichnungen von Amazon Echo: Alexa als Zeugin einer Mordanklage? | heise online

Roboter-Forscherin Carpenter ist skeptisch, ob sich durch die Verfügbarkeit von Sexrobotern Probleme wie Frauenhandel zum Zweck der Prostitution eindämmen lassen. (…) Und dürften Pädophile ihre Triebe an Kinder-Sexrobotern ausleben?

Der Roboter ist immer geil – SPIEGEL ONLINE hat ein ganzes Dossier zum Thema „Sex mit Maschinen“, da habe ich aber nicht alle Artikel gelesen.

Du weißt etwas nie wirklich, bis du es nicht ausprobiert hast. Die Gesellschaft—das Leben—ist durchlässig auf Arten, die du nie für möglich gehalten hättest.

Mit Warnweste kommst du überall umsonst rein – VICE

Man kann der neuen SHOWstudio-Reihe namens #UNMUTED seine bewusste oder unbewusste Religionsverbrämtheit verwerfen, doch gibt es in diesen Zeiten nun wahrlich Schlimmeres.

Kalb started a screenplay, talked about it to at least thirty friends and family members and two Uber drivers, and then never finished it.

A Selection of the 30 Most Disappointing Under 30 Ich überlege, ein Digital-Abo von The New Yorker abzuschließen. Wegen sowas nämlich.

Du glaubst doch nicht im Ernst, dass dir jemand Geld nachwirft, weil du in deiner Arbeit Erfüllung findest. Eher versuchen manche, daraus Kapital zu schlagen.

Weiß gar nicht, was ich schlimmer finde: Daß SPIEGEL ONLINE sich genötigt sieht, den Buchauszug „Selbstverwirklichung im Job: Warum alle Traumberufe die Hölle sind“ als Satire kennzeichnen zu müssen. Oder daß ganz selbstverständlich in der Textmitte eine Werbung für ebendieses Buch steht. Klar, die ist schön nach Vorschrift als Anzeige bezichtigt, doch gibt es einen Unterschied: Dieses Banner hat nicht der Verlag des Buches bezahlt, sondern dahinter steht ein Affiliate-Link von SpOn selbst. D.h. der Spiegel verdient umso besser, je mehr das Buch hier über Amazon bestellen. Happy Birthday!

Das ist der Punkt, aber man muss eben nicht ums Verrecken jeden Umsatz mitnehmen. Hier rufen auch Gäste an und fragen, ob wir Parkplätze haben, die groß genug für einen Rolls-Royce sind. Da antworten wir dann mit einem klaren Nein. In dem Fall wissen wir von vornherein, dass da Leute im Anmarsch sind, mit denen man lieber nichts zu tun haben möchte. Ich bin jetzt fünfzig Jahre in diesem Beruf und habe immer noch jeden Tag Spaß daran. Aber nur deshalb, weil ich mir gewisse Leute konsequent und ohne Angst, mir Feinde zu machen, vom Hals halte.


Vincent Klink: »Die Kennzeichnungspflicht für Allergene ist kompletter Unfug!« · Effilee hat ein sehr lesenswertes Interview mit einem Stuttgarter Gastronomen, der aneckt. Bei Begriffen wie „Ernährungsstalinismus“ allerdings auch kein Wunder. Dabei geht es nicht nur um Essen an sich, sondern um den Zustand unserer Gesellschaft im Allgemeinen.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete Flug und Ankunftszeit in Ankara, damit Şansal dort gleich vom zuständigen wütenden Mob in Empfang genommen und auf dem Rollfeld verprügelt werden konnte. Ankaras Bürgermeister sagte sinngemäß: „Selber schuld.“

Das Heimtrainer-Syndrom | evangelisch.de Ralf Heimann im Altpapier.

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  • Hektor Chantal

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