Bei der Stange bleiben

Alternativ originelle Headline denken, in der “…oder kann das weg?” witzig variiert wird. Vor ein paar Tagen erst den Text SIEGERKUNST in der aktuellen Ausgabe der POP-Zeitschrift mit Erkenntnisgewinn gelesen. Vom selben Autor kommt auch dieser Bezugspunkt hier: „Selfies als Weltsprache“ (pdf). Der steht so auch im Ausstellungskatalog zu Ich bin hier! in der Kunsthalle Karlsruhe. Also der Text im Katalog, die Ausstellung steht in Karlsruhe.

In diesem Text von Wolfgang Ullrich wiederum steht ziemlich am Anfang das Zitat

Ein Kulturkritiker bezeichnet die Selfie-Stange als „Erektionshilfe für Narzissten“.

Ohne Quellenangabe und nur echt mit dem Binde-Strich. Aber Ullrich schreibt von sich selbst ja auch in der dritten Person und glaubt, es hieße der Blog.

Auseinandersetzung mit diesem Artikel ist ausdrücklich erwünscht. Und weil push das neue pull ist, hat die Marketingabteilung der Kunsthalle folgerichtig nicht einfach zu einer Blogparade aufgerufen, sondern bei verschiedenen Leuten Blogbeiträge angefragt. Oder Initialposts angeregt, wie es an anderer Stelle heißt.

#ribs#ribsselfie#beef#fat#fatty#delicious#unhealthy#bbq#meat#food#foodie#instafood#foodporn#jacksoneatin#youarewhatyoueat

Ein von Jackson Eaton (@jacksoneaton) gepostetes Foto am

Karlsruhe ist weit, weshalb ich wohl erst einmal zum Ego Update ins NRW-Forum Düsseldorf gehe. Die haben haben statt eines Ausstellungskatalogs gleich eine – oho! – begleitende Publikation. Die werde ich mir nicht kaufen. Nur weil sie Publikation heißt, kostet sie nämlich gleich 30 Euro. Das sind gleich 60 Mark. Das ist mir zu teuer. Und meinem Ego auch.

Beim Thema Museen und soziale Netzwerke verwendet Monopolistin Anika Meier übrigens zwei Mal das Wörtchen »ausbaldowern«. Als ob Instagram die Lösung von allem wäre.

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