Willkommen in Diver City, Einwohnerzahl 2

Was lese ich da? SinnerSchrader und Scholz & Friends schaffen Management-Jobs für Gender & Diversity. Da wird dann schon in Headline vom „Ende der Alphatiere“ fabuliert, der Artikel kommt natürlich supermotiviert daher, es wird wahnsinnig viel empowert, ist von Mentorinnen-Programmen, Gender-Workshops sowie Diversity-Taskforces die Rede und dann gehe ich auf die Websites der Agenturen, da sieht es dann so aus:

Screenshots aus dem Feigenblätterwald: oben SinnerSchrader, unten S&F. Oder auch: allein auf weitem Vorstandsetagenflur.

Ohne hier groß zu Spoilern: Wenn Sie auf der Website der freundlichen Scholzen auf die Namen klicken, kommen dahinter – wie bei den sinnierenden Schraders – natürlich 11 weiße Männer und 1 weiße Frau zum Vorschein.

Es stimmt ja: getan werden muß etwas, mehr als nur das. Zwei Pöstchen und jährliche Workshops werden da nicht reichen. Den propagierten Unternehmenskulturwandel (genauer: lediglich dessen Einleitung, siehe oben) in erster Linie als HR-Thema zu verstehen und diesen PR-technisch auszuschlachten, ist ebenfalls zu kurz gedacht. Aber alles andere würde wohl echtes Investment erfordern.

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