Weidemilch

Der Begriff existiert als Eintrag weder auf duden.de/, noch auf de.wikipedia.org/ – bei letzterer findet er aber immerhin zwei Mal Erwähnung: Demnach scheint „Weidemilch“ einerseits ein Produkt der Unternehmensgruppe Schwarzwaldmilch zu sein. Und im allgemeinen Artikel zur Milchproduktion heißt es andererseits:

Vorteil der Weide ist die Tiergerechtheit und die damit erhöhte gesellschaftliche Akzeptanz. Auch weist die Weidemilch einen höheren Gehalt an Beta-Carotin, Vitamine A und E sowie Omega-3-Fettsäuren auf.

Eine Suche auf systemanalyse-milch.de/, der Website des Verbundprojekts zur Weiterentwicklung der Milchviehhaltung in Niedersachsen, ergibt keinen Treffer. Dahingegen findet sich der Begriff in einem Diskussionspapier des Departments für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung an der Georg-August-Universität Göttingen (PDF).

Die Milchwirtschaft sollte daher darüber nachdenken, ob sie nicht mehr Initiativen zur Unterstützung verschiedener Formen der Weidehaltung unternehmen will. Dabei sind unterschiedliche Optionen denkbar: vom Marketing für Weidemilch bis hin zu Programmen zur Förderung der „Jogging-Weide“. Gefragt sind insbesondere Molkereien, um das Image ihres Produktes präventiv zu schützen.

Das Papier ist von Mai 2014 und trägt den Titel „Gehören Kühe auf die Weide? Ein Denkanstoß zum Image der Haltungssysteme“. Und wie Autor Achim Spiller erwähnt, entstand die Publikation im Rahmen des vom Niedersächsische Ministeriums für Wissenschaft und Kultur geförderten Projektes „Systemanalyse Milch“.

Neues aus

Der Begriff scheint also keineswegs altbekannt zu sein. Und nun steht seit dieser Woche WEIDEMILCH von ARLA in unserem Kühlschrank. Ist da nur die Verpackung neu? Oder auch der Name? Auf der schick-modernen Website heißt es dazu im Produkttext:

Weidemilch von unseren Arla BIO-Höfen. Dort stehen die Kühe von Frühjahr bis Herbst mindestens 120 Tage im Jahr auf der Weide, nämlich immer dann, wenn das Wetter es erlaubt. Dazu kommt eine traditionell gesunde Fütterung mit viel hofeigenem Grünfutter, rein ökologisch und daher ohne Gentechnik.

Das wollte ich hier einfach nur mal aufschreiben. Ich selbst trinke ja keine Milch und nehme nur äußerst selten andere Milchprodukte zu mir.

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