Follow drikkes on Twitter Gutes Zeichen, daß die Chilisoße nicht mit 'nem Frischesiegel oder so'nem Quatsch verschlossen ist. Stattdessen steht da Safety Seal drauf.



sigint 2012

Eigenwerbung // Ich werde dieses Jahr einen Vortrag über Das Kreuz mit dem Crossposting – oder: Die Grenzen der Filtersouveränität halten. Der CCC nennt das allerdings Lecture, das ganze findet am Sonntag um 17:00 Uhr statt.

sigint poster

Es wird wahrscheinlich keinen Stream geben, aber alle Vorträge werden aufgezeichnet. Sobald das Video online ist, reiche ich den Link nach, ebenso die Präse dazu sowie das Script, falls ich den Vortragstext noch schriftlich ausformuliere.

Autor: drikkes, Datum: 15. Mai 2012 um 10:01 Uhr, Kategorie(n) und Schlagworte: filed under Kölnkram, Netzeug and tagged , , , , , . Um sich bisherige Kommentare anzusehen oder selbst einen zu hinterlassen: Permalink.

monument mal

Ich fand das Projekt Stolpersteine schon immer gut. Auch, wenn ich mich nicht mehr an meinen ersten Kontakt mit einer dieser ins Trottoir eingelassenen Messingtafeln erinnern kann. Gunter Demnig hat damit einen erfreulich alltäglichen Gegenentwurf zur sehr staatstragenden Erinnerungskultur beispielsweise des Berliner Holocaustmahnmals hingelegt. Und ich bewundere den Mann für seine Ausdauer – seit beinahe zehn Jahren macht er mit der Verlegung seiner Gedenktafeln vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort auf die Opfer der NS-Zeit aufmerksam. Nur sieht man es der Website des Projekts leider ein wenig an.

Aber wofür gibt es denn dieses moderne Social Net? Und als ich dann am Montag erfahren habe, daß es die Stolpersteine zu Twitter geschafft haben, war das gleich mit einer kleinen Anregung verbunden. @flueke hat völlig recht, das Projekt schreit ja geradezu nach einer Irgendwientegration in einen Location Based Service. Also habe ich einfach mal losgelegt und Folgendes gebastelt: (Das ist alles echt kein Aufwand gewesen, wenn man sowieso schon Accounts bei den involvierten Services besitzt.) Einen Tumblr aufgesetzt, auf das Theme bin ich vor ein paar Tagen durch @m_boesch gekommen. Es dann per If This Than That-Task so eingerichtet, daß nicht nur ich, sondern jeder Stolpersteine auf seinem Weg abbilden kann. Und das ist es auch schon gewesen. Wie gesagt, das ist alles nicht wirklich durchdacht, in wenigen Minuten zusammengedengelt und dann haben sich gestern bei den ersten Eintragungen noch technische Probleme dazugesellt. Aber zumindest der Anfang ist gemacht; alleine kann man sowas auch nicht stemmen, ohne ein halber Demnig zu sein. Partizipation ist alles – und je mehr mitmachen, desto besser. Weshalb die Mitmachschwelle möglichst niedrig gehalten ist, no fancy accounts needed.

Screenshot Tumblr Stolpersteine

indenweglegen.tumblr.com/ – so geht’s:

  1. Die Apps Foursquare und Instagram auf dem Smartphone installieren, falls nicht vorhanden.
  2. Stolperstein finden.
  3. Stolperstein {Name} als Location bei Foursquare anlegen. (Gibt es diese Location bereits, wäre das ein ziemlich untrügliches Zeichen, daß der Stein schon aufgenommen worden ist.)
  4. Ich habe bis jetzt im Anschluß immer auch eingecheckt. Sollte nicht nötig sein, zum Grund dafür siehe aber Punkt 7.
  5. Foursquare schließen, Instagram öffnen.
  6. Photo des Stolpersteins schießen. (Ich habe bisher stets die Sonne und den Filter Brannan benutzt. Ist zwar kein Muß, aber man erreicht eine gute Lesbarkeit. Und ein schwarzer Rand würde gut ins Layout passen.)
  7. Wichtig: Photo mit #stolperstein taggen. (Ich habe das bisher immer in der Caption getan, sollte aber auch später noch per Comment möglich sein.)
  8. Wenn man nun ✔ Geotagged location > aufruft, dann sollte Euer eben angelegter Stolperstein {Name} in der Liste auftauchen, schließlich zieht sich Instagram die Locations direkt von Foursquare. (Und Check-ins werden bevorzugt gefunden, siehe 2.)
  9. Done drücken, fertig. (Ein ausdrückliches Sharing zu Foursquare ist nicht nötig, aber schaden kann es natürlich nicht. Nur hätte man dann ein zweites Mal eingecheckt.)
  10. Als Zugabe kann man später, wenn man das nächste Mal am Rechner sitzt, den angelegten Stolperstein-Ort zu dieser Foursquare-Liste hinzufügen, damit er nicht nur als schickes Photo auf dem Tumblr erscheint, sondern auch auf dieser Karte.

Foursquare Karte Stolpersteine

Das liest sich komplizierter, als es ist. Einfach ausprobieren, wenn Ihr über den nächsten Stein stolpert. Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Leute mitmachen würden. Dazu wäre es natürlich hilfreich, wenn dieser Erklärtext eine große Verbreitung fände. Anregungen und Vorschläge zum Projekt sind in den Kommentaren sehr willkommen. Vielen Dank!

Nachtrag 14.05. // Wie mir erst per Hinweis von Jamie aufgefallen ist: Um die Liste bearbeiten zu können, muß man mit mir auf Foursquare befreundet sein. (Falls Euch nicht interessiert, wann ich wo ich arbeite oder mein Bier trinken gehe, könnt Ihr meine Notifications ja abschalten.) Freue mich also auf Anfragen!

Autor: drikkes, Datum: 9. Mai 2012 um 12:19 Uhr, Kategorie(n) und Schlagworte: filed under Allgemein, Netzeug, Über Schaubares and tagged , , , . Um sich bisherige Kommentare anzusehen oder selbst einen zu hinterlassen: Permalink.

es war einmal

Gion-Men Kruegel-Hanna ist nicht ganz so glücklich mit dem anhaltenden Retro-Trend vor allem bei Photo(-App)s, aber auch bei Serienerfolgen wie Mad Men. Und tut das alles als reine Nostalgie ab.

Tobias Bjerrome Ahlin erklärt hingegen ziemlich einleuchtend, was Skeumorphismus mit Storytelling zu tun hat. Zwischen diesen beiden Polen soll sich jeder selbst ein Bild machen. Ich für meinen Teil glaube, mit dem funktionalen Primat der New Aesthetic wird es die großen Erzählungen bald nicht mehr geben.

Source: rebelart.net via Hendrik on Pinterest



Kommen wir zum praktischen Teil: Die Descriptive Camera von Matt Richardson ist ja schon zurecht durch alle Blogs und bei Twitter rauf und runter genudelt worden, daß man sich fragt, was zuerst da war: Das Huhn (@textinstagram) oder das Ei (@PicturelessPins)? Meine derzeitige Lieblingsknipsanwendung auf dem iPhone ist übrigens 1-Bit Camera.

Autor: drikkes, Datum: 27. April 2012 um 11:00 Uhr, Kategorie(n) und Schlagworte: filed under Netzeug and tagged , . Um sich bisherige Kommentare anzusehen oder selbst einen zu hinterlassen: Permalink.

talk no show

Ich mag Roche und Böhmermann nicht besonders. Ich schaue die Sendung so gut wie nie. Andere finden sie super, was soll’s. Aber wenn ich montagmorgens auf dem Weg zur Arbeit meine Timeline nachlese und sich da mal wieder beschwert wird, daß in der oben genannten Sendung vor laufender Kamera geraucht wird, dann mache ich Folgendes: Im Büro angekommen, rufe ich die ZDF-Mediathek auf und lasse besagte Talkshow ohne Ton und ungesehen von Anfang bis Ende in einem der hinteren Tabs laufen. In den Kippenpausen vor der Agenturtür bedanke ich mich dann für meine Internetflat im Besonderen sowie meine Tollhechtigkeit im Allgemeinen.
Nimm das, Einschaltquotenermittlung! (Beschimpfungen darüber, was für ein ignoranter, gesundheitsverachtender, kindischer, rundfunkgebührenzahlender Zyniker ich bin, bitte in den Kommentaren.)

MADMEN Bittorrent Edition from Stunned on Vimeo. (via)

Googlebildersuche der Woche des Monats: Geldübergabe. Seitdem irgendjemand den Link getwittert hat, klicke ich alle paar Tage mal wieder drauf. Und da wir gerade beim Thema ‘Woche’ (irgendwas mit relativen Regelmäßigkeiten) sind, habe ich mich mal wieder daran erinnert, den nächsten Account (Nr. 5) zu löschen.

Autor: drikkes, Datum: 23. April 2012 um 17:33 Uhr, Kategorie(n) und Schlagworte: filed under Über Schaubares and tagged , . Um sich bisherige Kommentare anzusehen oder selbst einen zu hinterlassen: Permalink.

neike knust


(via)

Davor waren es Galerien. Die meisten wohl von solventen Ehemännern finanziert, damit sich die Frau Gemahlin daheim nicht langweilt. Was verständlich wäre, denn der workaholische Gatte ist bis spätabends im Büro oder unterwegs und das Haus im Hahnwald macht auch nicht wirklich Arbeit, so ohne Kinder und mit Putzfrau.

Nach den Galerien jetzt also Agenturen. Wo auch immer in der Südstadt ein Friseur, eine kleine Boutique oder ein Reisebüro ihre Pforten schließen, ein paar Wochen später sieht man durch die Schaufenster ein Schreibtische mit ihren darauf stehenden iMacs. Ob manchmal noch zusätzlich ein wenig Tand verkauft wird oder nicht, ist dabei vollkommen egal, denn Kunden sieht man in diesen Läden nie, nur betont lässig und doch schick gekleidete Menschen hinter den Bildschirmen ihrer Rechner.

Dabei ist die Südstadt noch nicht einmal ein Hipsterstadtteil, vielleicht war sie es vor zwanzig Jahren mal. Jetzt sind die Mieten dafür einfach zu hoch. Wenn man in diesem Veedel bei Google Maps im 8bit-Modus zu Streetview wechselt, dann sehen hier die unkenntlich gepixelten Häuser besonders schick aus.

Statt eines gelöschten Accounts // Worauf die Welt sicher gewartet hat: noch ein Button.

Autor: drikkes, Datum: 19. April 2012 um 15:08 Uhr, Kategorie(n) und Schlagworte: filed under Kölnkram and tagged , , , , . Um sich bisherige Kommentare anzusehen oder selbst einen zu hinterlassen: Permalink.

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