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	Feeds whisper secrets,
	In the RSS Club's embrace,
	Knowledge blooms in grace.

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	<title>influencer &#8211; Hendrik Spree</title>
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	<title>influencer &#8211; Hendrik Spree</title>
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		<title>Berufliche Nebeltätigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Nov 2023 15:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
		<category><![CDATA[greenwashing]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Topf voll Haltung am Ende des Regenbogens]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Wenn Produkte legal zu kaufen sind, dann darf dafür grundsätzlich geworben werden. Und wenn nicht gerade der Waffenhersteller Heckler &amp; Koch eine ganzseitige Anzeige in der taz schaltet, stört das auch die wenigsten. Klassische Medien <a href="https://www.n-tv.de/politik/ZDF-muss-NPD-Werbung-nicht-ausstrahlen-article20992166.html">verweigern</a> selten eine Schaltung, und Rezipienten haben gelernt, zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten zu unterscheiden.</p>
<p>Die an fossile Lobbyarbeit grenzenden <a href="https://growdigital.group/ueber-grow/company-news/trynoagency-ist-teil-der-grow-digital-group/">Klimawandelskeptiker bei der Springerpresse</a> mal außen vor: Niemand wundert sich über Bannerwerbung für Verbrenner-Autos auf spiegel.de oder faz.net. Vielleicht noch nicht. Es gibt eine wachsende <a href="https://www.greenpeace.org/international/story/49826/ban-fossil-fuel-ads-and-sponsorships/">Bewegung</a>, die Marketing für fossile Brennstoffe wenn nicht verbieten, dann wenigstens mit obligatorischen Warnhinweisen versehen  möchte. Wie bei Tabak oder Glückspiel wären dann von Aral bis Vattenfall viele Unternehmen gezwungen, etwa ihre hochglänzenden Werbespots mit einem solchen Nachklapper zu versehen: <em>&#8220;Das Verfeuern von Braunkohle und Erdöl schadet der Umwelt und verschlechtert die klimatischen Lebensbedingungen auf diesem Planeten.&#8221;</em></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://static1.cbrimages.com/wordpress/wp-content/uploads/2023/01/this-is-fine.jpg" width="800" height="400" class="alignnone size-large" /></p>
<p>Gegen Konkretes wie die <a href="https://www.sueddeutsche.de/wissen/klima-wettbewerbszentrale-beanstandet-werbung-mit-klimaneutralitaet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-211202-99-230823">irreführend</a> werbliche Verwendung des Begriffs &#8220;klimaneutral&#8221; kann man regulierend vorgehen. Schwieriger wird es, wenn es nicht um bestimmte Produkte geht, sondern nur ein <a href="https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/bpgreenwashing102.html">diffus grünes Image</a> verkauft wird.</p>
<h3>Auftritt der Influencer</h3>
<p>Von denen behaupten viele immer noch, sie wären selbst bei ihren Werbekooperationen so authentisch, daß sie nur die Sachen anpriesen, von denen sie überzeugt sind und die sie auch wirklich benutzen. So eine Haltung, die fehlende Trennung zwischen Content und Werbung, fällt einem natürlich auf die Füße, wenn sie <a href="https://www.today.com/news/shein-influencer-trip-backlash-rcna91244">allzu plump als Lüge</a> entlarvt werden kann.</p>
<p>Da ist Shell mit seiner elaborierten <a href="https://www.capital.de/wirtschaft-politik/wie-shell-mit-games-und-instagram-sein-image-verbessern-will-34196848.html">Propaganda</a> um einiges subtiler als Shein. Dass aber auch hier die daran teilnehmenden Travelblogger und Gaming-Streamer ordentlich Gegenwind bekommen, ist ein gutes Zeichen.</p>
<p>Ich warte derweil auf den ersten Fußballprofi, der zum Beispiel seinen Vereinswechsel öffentlich mit den unethische <a href="https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/sportwetten-sponsoring-kritik-100.html">Machenschaften</a> des Trikotsponsors begründet.</div>
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		<title>Links für KW 33</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2023 09:00:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
		<category><![CDATA[ai]]></category>
		<category><![CDATA[influencer]]></category>
		<category><![CDATA[samsung]]></category>
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					<description><![CDATA[Nochmal zu Penny: Der Postillon mit treffendsten Einschätzung der Aktion. Anlaß genug, mal alle Marketig-related Tabs in meinem viel zu überlasteten Browser zu schließen. Dieser Samsung-Spot wird in meiner LinkedIn-Timeline ziemlich abgefeiert. Ich werde bei &#8220;Werbung, die Werber lustig finden&#8221; ja immer ein wenig skeptisch. Das nächste Opfer von AI: die mitunter seltsame YouTube’s thumbnail [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Nochmal zu <a href="https://drikkes.com/?p=18227">Penny</a>: <a href="https://www.der-postillon.com/2023/07/penny.html">Der Postillon</a> mit treffendsten Einschätzung der Aktion. Anlaß genug, mal alle Marketig-related Tabs in meinem viel zu überlasteten Browser zu schließen.</p>
<p>Dieser <a href="https://www.lbbonline.com/news/two-interns-daydream-about-saving-a-creative-campaign-for-samsung-in-hilarious-galaxy-tab-spot">Samsung-Spot </a> wird in meiner LinkedIn-Timeline ziemlich abgefeiert. Ich werde bei &#8220;Werbung, die Werber lustig finden&#8221; ja immer ein wenig skeptisch.</p>
<p>Das nächste Opfer von AI: die mitunter seltsame <a href="https://restofworld.org/2023/youtube-thumbnail-ai/">YouTube’s thumbnail industry</a>. Die Dinger sind ja meist <em>on purpose</em> häßlich zusammengeschustert. Da muß ich immer ein Interview mit einem Grafiker denken, das ich vor Jahren gelesen habe. Er hatte auf Bannerwerbung für Porno- und illegale Streamingservices spezialisiert. Er hat ein paar interessante Dinge zu Aufmerksamkeit durch Irritation und das bewusste Durchbrechen allzu aalglatter Ästhetik gesagt. Finde ich leider nicht mehr, war in der Vice.</p>
<p>Über die nächste Generation virtueller Influencer kann man entweder auf<br />
<a href="https://www.the-sun.com/tech/8725778/ai-influencers-fashion-deals/">Englisch</a> oder auf <a href="https://www.derstandard.at/story/3000000181901/influencerinnen-keine-echten-menschen">Deutsch</a> lesen. Ich glaube allerdings nicht, daß viele User Milla Sofia oder Vicki Verano für &#8220;echt&#8221; halten – es ist ihnen einfach ziemlich egal. Oder macht sogar gerade den Reiz aus.</p>
<p>Nächstes Jahr findet in Deutschland die Männerfußball-EM statt. Daß die <a href="https://www.turi2.de/aktuell/regierung-plant-kampagne-zur-fussball-em/">Bundes­regierung dazu eine Begleitkampagne plant</a>, ist nichts Ungewöhnliches. Trotzdem wird natürlich reflexhaft von Rechts eine millionen­schwere Steuerverschwendung beschrien. Dabei kann man genauso gut aus linker Perspektive kritisieren, daß Deutsch­land sich in den Werbemaßnahmen &#8220;als welt­offene und viel­fältige Demokratie zeigen&#8221; möchte – während hierzulande Asylgesetze verschärft werden und 2024 die AfD mit Rekordwerten in mehreren Landtagen sitzen wird</div>
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		<title>Unter Einfluß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Dec 2017 10:37:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzeug]]></category>
		<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
		<category><![CDATA[influencer]]></category>
		<category><![CDATA[schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Conny erklärt, warum sie kein Influencer sein will. Deshalb nehme ich von vornherein nur Anfragen von Unternehmen und Marken an, mit denen ich mich identifizieren kann (&#60;- und sage den überwiegenden Teil der Anfragen, die mich erreichen, ab). Die ich auch ganz privat, auch ohne Bezahlung und ohne Öffentlichkeit nutze. Die ich halt einfach toll [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Conny erklärt, <a href="http://seelenschmeichelei.de/warum-ich-kein-influencer-sein-will/">warum sie kein Influencer sein will</a>.</p>
<blockquote><p>
  Deshalb nehme ich von vornherein nur Anfragen von Unternehmen und Marken an, mit denen ich mich identifizieren kann (&lt;- und sage den überwiegenden Teil der Anfragen, die mich erreichen, ab). Die ich auch ganz privat, auch ohne Bezahlung und ohne Öffentlichkeit nutze. Die ich halt einfach toll finde.
</p></blockquote>
<p>Nur behauptet das jeder Influencer für sich. Schleichwerber, das sind immer die anderen. Der <a href="https://twitter.com/nouveaubeton">Béton</a> würde sagen, &#8220;weil sie wissen, daß sie gute Menschen sind.&#8221; Nur ist das eben kein Kriterium. Sondern selektive Selbstgerechtigkeit.</p>
<p><a href="https://twitter.com/drikkes/status/933364380762243073"><img decoding="async" src="https://i.imgur.com/U1JoXlm.png" width="1318" height="738" class="alignnone size-full" /></a></p>
<p>Auch Sally findet, <a href="http://www.quotenmeter.de/n/97230/kuechenfee-sally-das-wort-influencer-hoert-sich-fuer-mich-ganz-furchtbar-an">das Wort Influencer hört sich ganz furchtbar an</a>. Also &#8220;für sich&#8221;. Und zufälligerweise seit die erfolgreiche YouTuberin eine  eigene TV-Sendung hat.</p>
<blockquote><p>
  Ich bin lediglich älter und reifer geworden. Ich habe mich von Anfang an selbst gemanagt und das tue ich auch heute noch. Ich selbst bin dafür verantwortlich, welche Inhalte ich poste, mit welchen Partnern ich arbeite, usw. &#8211; diese Entscheidung kann und sollte mir kein fremder Mensch abnehmen. Mein Mann und ich trafen bisher immer die richtigen Entscheidungen, oft war es das Bauchgefühl. Ich würde nichts tun wollen, was ich in einigen Jahren bereue.
</p></blockquote>
<p>Kunden möchten ihre Influencer ebenfalls nicht beim Namen nennen. Stattdessen sollen sie bei einem <a href="https://www.refinery29.uk/influencer-schwarzkopf">Creators</a> heißen oder Markenbotschafter beim anderen. Man macht sich halt so Gedanken, was passieren soll, wenn man reihum alle Produkte einmal in die Kamera gehalten hat. Oder fängt dann alles einfach wieder <a href="https://www.wuv.de/digital/cost_per_content_indahash_bietet_influencer_als_kreative_an">von vorne</a> an?</p>
<blockquote><p>
  Es kommt darauf an, was man für einen Deal aushandelt. Ich mache ungern einmalige Sachen, sondern lieber Kooperationen mit langfristigen Partnern über einen Zeitraum von drei oder sechs Monaten. Das ist viel authentischer, als wenn man viele verschiedene Sachen postet und zur Dauerwerbesendung wird.
</p></blockquote>
<p>aus: <a href="https://www.vice.com/de/article/evbyxj/10-fragen-an-eine-influencerin-die-du-dich-niemals-trauen-wurdest-zu-stellen">10 Fragen an eine Influencerin, die du dich niemals trauen würdest zu stellen</a></div>
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		<title>gleich &#038; gleich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Mar 2017 14:14:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klatschen]]></category>
		<category><![CDATA[influencer]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
		<category><![CDATA[selfie]]></category>
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					<description><![CDATA[Stylebook widmet dem veränderten Look der Bachelor-Siegerin 2015 einen ganzen Artikel. Wobei dieser – wie bei gefühlten 90 % aller Stylebook-Postings – mindestens zur Hälfte aus eingebetteten Instagrams besteht, zwischen den es drei Absätzchen zu texten gilt. So wie diesen hier: Auch die ehemalige Teilnehmerin der RTL-Kuppelshow ist längst auf den Contouring Trend aufgesprungen, den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Stylebook widmet dem veränderten Look der Bachelor-Siegerin 2015 <a href="http://www.stylebook.de/stars/der-bachelor-2015-siegerin-liz-kaeber-total-veraendert-892658.html">einen ganzen Artikel</a>. Wobei dieser – wie bei gefühlten 90 % aller Stylebook-Postings – mindestens zur Hälfte aus eingebetteten Instagrams besteht, zwischen den es drei Absätzchen zu texten gilt. So wie diesen hier:</p>
<blockquote><p>
  Auch die ehemalige Teilnehmerin der RTL-Kuppelshow ist längst auf den Contouring Trend aufgesprungen, den besonders Kim Kardashian (36) etablierte. Dabei modelliert man optisch durch dunkles Puder oder Cremes das Gesicht, etwa an den Wangenknochen oder der Stirn. Diesen Effekt mögen leider auch die meisten der Blogger- und YouTube-Stars, was zu leichten Verwechslungen führen kann. Influencer Pamela Reif (20) oder Kim Gloss (24) könnten Zwillinge von Liz Kaeber sein.
</p></blockquote>
<p>&#8220;Leider&#8221;? Wohl doch eher glücklicherweise. Denn wie wäre zwei Tage später Friederike Ostermeyer sonst auf die Idee für &#8220;<a href="http://www.stylebook.de/stars/deutsche-instagram-stars-sehen-gleich-aus-893486.html">Beauty-Klone: Warum sehen deutsche Instagram-Stars alle gleich aus?</a>&#8221; gekommen, wenn nicht durch diesen Gedanken ihrer Kollegin <a href="https://twitter.com/DaGarrasi/status/793398462524121088">Daniela Garrasi</a>?</p>
<p><img decoding="async" src="https://i.imgur.com/mfT1JLa.png" width="1280" height="720" class="alignnone size-full" /></p>
<p>Drei Wochen später ist diese Erkenntnis dann auch in Österreich angekommen. Christina Michlits schreibt über &#8220;<a href="https://kurier.at/stars/bloggerinnen-warum-seht-ihr-alle-so-gleich-aus-vicky-heiler-caro-daur-novalanalove/250.667.717">Bloggerinnen: Warum seht ihr alle so gleich aus? Vicky Heiler, Caro Daur, NovaLanaLove</a>&#8221; hielten es allerdings nicht nur bei Haaren, Make-up und Klamotten so, auch ihre Inneneinrichtungen glichen sich auffallend. Dem Kurier fällt sogar auf, daß viele sogar einen &#8220;Einheitsbrei&#8221; zu sich nähmen. (Als Antwort kann ich mal wieder diesen <a href="https://www.theguardian.com/lifeandstyle/2016/nov/02/click-plate-how-instagram-changing-way-we-eat-food">Guardian-Artikel</a> unter der Hutschnur hervorziehen.</p>
<h5>Mehr (und hoffentlich etwas grundsätzlicher) zu diesem geselligen Thema demnächst hier auf dem Kanal&#8230; Aber bis dahin:</h5>
<p>Im Kölner Stadt-Anzeiger die viralste aller Kurzmeldungen dieser Woche gelesen. <a href="http://www.ksta.de/ratgeber/gesundheit/experte-warnt-immer-mehr-kopflaeuse-durch-selfies-bei-teenagern-26197896">Experte warnt: Immer mehr Kopfläuse durch Selfies bei Teenagern</a>.</div>
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		<title>aufwachen aufweichen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2017 16:47:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
		<category><![CDATA[eigenwerbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Aus meinem recht ausführlichen Kommentar neulich zur Kritik an der &#8220;Kooperation&#8221; von Kosmetikmarke MAC mit social shooting star Caro Daur konnte man meine generelle Meinung zu Influencer Marketing bereits ziemlich gut herauslesen. Ich möchte aber trotzdem noch ein paar Worte über das Thema verlieren, weil es mir derzeit mal wieder verstärkt begegnet. Bussibussigesellschaft Den Jahresanfang [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Aus meinem recht ausführlichen <a href="https://medium.com/reklame-3000/zur-kritik-an-mac-daur-f7f6237af7ae#.63ve6oy10">Kommentar</a> neulich zur <a href="http://theoriginalcopy.de/caro-daur-fuer-mac-versteh-ich-nicht/">Kritik</a> an der &#8220;Kooperation&#8221; von Kosmetikmarke MAC mit <em>social shooting star</em> Caro Daur konnte man meine generelle Meinung zu Influencer Marketing bereits ziemlich gut herauslesen. Ich möchte aber trotzdem noch ein paar Worte über das Thema verlieren, weil es mir derzeit mal wieder verstärkt begegnet.</p>
<h4>Bussibussigesellschaft</h4>
<p>Den Jahresanfang hat Anna/Mangoblüte mit <a href="http://mangobluete.com/blogs-destroy-traveling/">How Blogs destroy Traveling</a> gemacht. Sie beschwert sich, daß viele Blogger &#8220;heute das bewerben und morgen jenes&#8221;. Und warum? Sapperlot! Um Geld zu verdienen.</p>
<blockquote><p>
  Das Besondere am Bloggen ist, dass der Blogger Glaubwürdigkeit verkauft (im Fernsehen ist es klar ersichtlich, wenn Werbung kommt). Man verbindet das Produkt mit der Person.
</p></blockquote>
<p><strong>Man muß die beiden Wörter noch einmal langsam und Silbe für Silbe hintereinander lesen: &#8220;Glaubwürdigkeit verkaufen&#8221;. Mit anderen Worten: &#8220;Die Nutte liebt mich echt.&#8221;</strong></p>
<p>Anna liefert die Erklärung für die postulierte Glaubenswürde auch gleich mit: Während im TV die Werbeblöcke immer brav gekennzeichnet werden, bleibt die Sposor-Finanzierung bei Blogs und Social Media gerne im Dunklen. Und ja, ich weiß, daß es bestimmt anders gemeint gewesen ist.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p lang="de" dir="ltr">50 Jahre Konstruktivismus und die Honks faseln von Authentizität</p>
<p>&mdash; Guenter Hack (@guenterhack) <a href="https://twitter.com/guenterhack/status/816557405077180416">January 4, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Die Branchenpresse formuliert es natürlich etwas vornehmer. So titelt die W&amp;V: <a href="http://www.wuv.de/digital/influencer_marketing_2017_warum_wir_bibi_und_sami_den_laufpass_geben_sollten">Warum wir Bibi und Sami den Laufpass geben sollten</a>. &#8220;Leserautor&#8221; David Eicher <em>(zufällig Gründer einer Agentur, um deren &#8220;Kerngeschäft&#8221; es hier geht – womit sei Artikel selbst als Content Eigenmarketing durchgehen kann)</em> grundproblematisiert die &#8220;Reichweitenfixiertheit der Unternehmen&#8221;, die sich durch &#8220;jugendliche Schönheit&#8221; und &#8220;den richtigen Promi-Faktor&#8221; geblendet auf den nextbigthingsten &#8220;Heilsbringer&#8221; setzten. Für 2016 hieß das:</p>
<blockquote><p>
  Damit kam Influencer Marketing so laut und platt daher wie die Humtata-Musi auf dem Oktoberfest.
</p></blockquote>
<p>Gegen die &#8220;Strahlkraft einiger weniger Promi-Influencer&#8221; plädiert Eicher stattdessen für die leisen Töne der Schleichwerbung. Nur, daß er sie  anders nennt. Bei ihm ist das die &#8220;Micro-Ebene&#8221;:</p>
<blockquote><p>
  Influencer, die ihr Know-how im Familienkreis teilen. Teens und Twens etwa, die ihre Eltern in Sachen Online-Banking beraten.
</p></blockquote>
<p>Ernsthaft? Nochmal: ernsthaft? Sogar Lifta weiß seit Jahrzehnten, daß man nicht nur die ansprechen muß, die einen Treppenlift benötigen, sondern auch deren Kinder. Und wenn man tatsächlich auf diesem Level Fürsprecher sucht, dann sollte man sich vielleicht einfach auf die Überzeugungsqualitäten seiner Produkte konzentrieren, statt auch nur einen Cent in die Marketingstrategie zu stecken, damit meine Tochter mir eine neue Kreditkarte andreht oder mich unaufgefordert auf die günstigen Konditionen eines Ratenkredits hinweist.</p>
<p>Und auch er entblödet sich nicht, dafür die Worte &#8220;authentisch&#8221; und &#8220;glaubwürdig&#8221; in den Mund zu nehmen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://i.imgur.com/hQM8ANk.png" width="1024" height="512" class="alignleft" /></p>
<h4>Sag&#8217;s nich&#8217;</h4>
<p>Nun schreibt Eicher nicht aus Spaß an der Freud, sondern muß als Chef der <strong>Webguerillas</strong> die Leistungen seiner Agentur an den Mann bringen. Also kommt er im letzten Absatz auf&#8217;s Geschäft zu sprechen mit Buzzwords wie &#8220;nachhaltige Mechaniken implementieren&#8221;, &#8220;organisch aus der Marke heraus entwickeln&#8221;, &#8220;Stakeholder binden&#8221; und &#8220;langfristiger Image-Uplift&#8221;. Und selbst?</p>
<p>Es sieht aus, als würde David Eicher den Twitter-Account <a href="https://twitter.com/de_webguerillas">@de_webguerillas</a> persönlich führen. Im Profil steht sein Name, verlinkt ist das <a href="http://brainwash.webguerillas.de/">Agenturblog</a>. Dieses ist nicht nur designtechnisch schon etwas in die Jahre gekommen. Stand 27.01.2017 ist der aktuellste Post dort beinahe vier Monate alt. Die letzten Kommentare sind allesamt Spam (siehe <a href="https://www.diigo.com/item/image/ylgo/v2ed">Screenshot</a>). Von den aufgelisteten &#8220;Autoren&#8221; haben 50 % laut Profilseiten keinen einzigen Eintrag verfasst. Und die &#8220;Random Blogroll&#8221; besteht aus ganzen fünf (5!) Einträgen, von denen einer doppelt vorhanden ist. Diese Dopplung hat vor zehn (10!) Jahren einen Domainumzug verkündet, deren URL mittlerweile auch nicht mehr erreichbar ist. Ein anderer schreibt seit Jahren nicht mehr. Ein Refresh hat die Sache nicht besser gemacht.</p>
<p>Ach ja, die in der Sidebar verlinkte Facebook-Seite gibt es auch nicht mehr. Nachdem Territory die Guerillas gekauft hat, ist ein Pagemerge wohl zu aufwendig gewesen. Auf der Website steht übrigens in Versalien: <a href="https://www.territory-webguerillas.de/en#!business/pr-news/social-accounts">WE DON’T TALK ABOUT SOCIAL MEDIA &#8211; WE LIVE IT.<br />
</a> Nur mal so.</p>
<h4>Ende Teil 1</h4>
<p>Jetzt bin ich zur Besprechung zweier weiterer Links noch gar nicht gekommen. Also wird es nach dem Wochenende wahrscheinlich eine Fortsetzung dieses Blogposts geben. Eins noch zum Schluß: Content-Marketing ist übrigens schuld an der Lügenpresse, sagt Siebenhaar im Handelsblatt – <a href="http://app.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/der-medien-kommissar-auf-dem-weg-zum-medialen-brei/19200952-2.html">Der Medien-Kommissar: Auf dem Weg zum medialen Brei</a>.</div>
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