{"id":8673,"date":"2014-09-27T23:50:29","date_gmt":"2014-09-27T21:50:29","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.com\/?p=8673"},"modified":"2014-09-27T23:50:29","modified_gmt":"2014-09-27T21:50:29","slug":"highlights-kw-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=8673","title":{"rendered":"Highlights KW 39"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'>\n<blockquote><p>\n  Viele Journalisten berichten weniger \u00fcber interessante Personen und Ereignisse, sondern schreiben lieber \u00fcber sich selbst und was sie so alles erlebt haben. Die Leserschaft der Zeitungen schrumpft, die Zahl der Kolumnisten steigt. Die Kolumnisten erz\u00e4hlen, was sie im Fernsehen gesehen oder im Internet gefunden haben; sie schildern, welche Erfahrungen sie mit ihrem neuen Smartphone gemacht haben, was ihnen ihre halbw\u00fcchsigen Kindern zugemutet haben oder oder oder.<\/p>\n<p>  Das Pers\u00f6nliche ist politisch, das gab und gibt selbst dem banalsten Erlebten die Aura des Authentischen und die Weihe des Bedeutungsvollen. Doch so einfach ist es nicht. Wenn inzwischen die Journalistengeneration der Selfies glaubt, das Pers\u00f6nliche sei qua naturam politisch, auch wenn es nicht politisch gedacht und auf das Politische projiziert wird, ist das ein fataler Fehler. Zudem verwechseln die meisten Ich-Erz\u00e4hler das Pers\u00f6nliche mit dem Privaten.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!146417\/\">Das Ich im Journalismus: Im Zeitalter der Selbststilisierung &#8211; taz.de<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  Ich war mal auf einer Party, auf der ich interessierten, jedoch ahnungslosen hungrigen Menschen Hundefutter mit Zwiebeln und Pilzen in der Pfanne gebraten anbot, welches sie hastig verschlangen und mich anschlie\u00dfend verpr\u00fcgeln wollten, was sie sicher auch getan h\u00e4tten, wenn nicht just in diesem Moment ein, dem Gastgeber unbekannter und uneingeladener Gast in dessen Mikrowelle den Hamster seines kleinen Bruders zum Platzen gebracht hatte. Ich bin dann nach Hause gegangen.<\/p>\n<p>  Ich \u00fcberbug also weiterhin alles, wirklich alles, mit K\u00e4se und es dauerte nicht lange, da wagte ich mich an die Kr\u00f6nung aller \u00fcberbackenene Gerichte heran: Ochsenschwanzsuppe mit K\u00e4se \u00fcberbacken. Ich hatte das Gef\u00fchl angekommen zu sein. Endlich machte das Leben einen Sinn und die Brandblasen baumelten mir vom Gaumen, dass es nur so eine Freude war. Es war die sch\u00f6nste Zeit meines ganzen erb\u00e4rmlichen Lebens.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/blogroyal.de\/ich-hab-getraeumt-ich-waere-ochsenschwanzsuppe-essen-mit-meinem-webmaster-e-smith\/\">Blogroyal \u00bb \u00bb Ich hab getr\u00e4umt, ich w\u00e4re Ochsen- schwanzsuppe essen mit meinem Webmaster E. Smith<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  Wie politisch kann das Private sein, wenn man, bevor man zur Tat schreitet, erst aufr\u00e4umen und dekorative Blumenstr\u00e4u\u00dfe verteilen muss? Wenn die Wohnung, die mit Kindern und Partner bewohnt und als Arbeitsplatz genutzt wird, nichts von den Strapazen des Alltags erz\u00e4hlen darf, sondern nur die Fortsetzung des alten b\u00fcrgerlichen Salons mit den Mitteln von Instagram ist?\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/immer-das-gleiche-strickmuster\">Rollenbild \u01c0 Immer das gleiche Strickmuster \u2014 der Freitag<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  Clients don\u2019t give a shit about typefaces. And if they do, they\u2019ll ask.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/medium.com\/@monteiro\/13-ways-designers-screw-up-client-presentations-51aaee11e28c\">13 Ways Designers Screw Up Client Presentations<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  Die Auskenner \u00fcben sich in Subtilit\u00e4t und in Verzicht. Und selbst wenn es gar kein Verzicht ist (weil man sich das eigene Auto zum Beispiel wirklich nicht leisten kann), soll es wenigstens wie Verzicht wirken. Solange Fleisch teuer war, hat die gut verdienende Schicht gerne viel davon gegessen. Als es immer billiger wurde und es sich auch die Unterschicht leisten konnte, wurde es immer uninteressanter f\u00fcr sie. F\u00fcr mich ja auch. Esse ich \u201cwenig Fleisch und dann nur bio\u201d, weil es gut f\u00fcr mein Ego ist oder gut f\u00fcr die Welt? Man wird mir, sollte es Egoismus sein, das schwer nachweisen k\u00f6nnen. Hat es etwas mit Moral zu tun oder mit Statusdenken, dass ich lieber Fahrrad fahre als Auto?<\/p>\n<p>  F\u00fcr mich ja auch. Esse ich \u201cwenig Fleisch und dann nur bio\u201d, weil es gut f\u00fcr mein Ego ist oder gut f\u00fcr die Welt? Man wird mir, sollte es Egoismus sein, das schwer nachweisen k\u00f6nnen. Hat es etwas mit Moral zu tun oder mit Statusdenken, dass ich lieber Fahrrad fahre als Auto?\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2014\/39\/design-stil-geschmack\">Lebensstil: Die Besserb\u00fcrger<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  Am Beispiel von Nicol\u00e0s Guagninis &#8220;Seven Reviews of Monkeys and Shit&#8221; und einer Genealogie des Skatologischen rekonstruiert Luis Camnitzer die Entwicklung und den Zusammenhang von Schei\u00dfe und Politik, mit einem Fokus auf S\u00fcdamerika.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.textezurkunst.de\/57\/dropping-sculpture-by-the-pound\/\">Dropping Sculpture By the Pound | Luis Camnitzer<\/a><\/p>\n<blockquote><p>\n  kunst als gelebte r\u00fccksichtslosigkeit und selbstdarstellungszwang auf kosten anderer.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instapaper.com\/read\/514846594\">m\u00f6gliche folgen von blog-professionalisierung: haltungssch\u00e4den und merkbefreiung &#8211; wirres.net<\/a><\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Viele Journalisten berichten weniger \u00fcber interessante Personen und Ereignisse, sondern schreiben lieber \u00fcber sich selbst und was sie so alles erlebt haben. 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