{"id":3588,"date":"2009-04-29T20:19:14","date_gmt":"2009-04-29T19:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.wordpress.com\/?p=1634"},"modified":"2011-01-17T09:47:17","modified_gmt":"2011-01-17T08:47:17","slug":"bodenboden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=3588","title":{"rendered":"Immer am Boden, nie zerst\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'>Die Autorin <strong>Else Buschheuer<\/strong> erkl\u00e4rt in einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/literatur\/0,1518,621258,00.html\">Interview<\/a>, warum sie ihr <a href=\"http:\/\/else-buschheuer.de\/tagebuch.php\">Blog<\/a> dichtgemacht hat. Die Nachricht selbst ist schon ein paar Tage alt, aber das hier ist ja auch kein Newsticker und ich bin bis jetzt nicht dazu gekommen, etwas dazu zu schreiben.<br \/>\nMan redet ja viel von der Verschmelzung von realer und virtueller Person im Social Net. Die User geben sich zu erkennen, Anonymit\u00e4t ist out (mit einigen Ausnahmen). Es laut Else &#8211; bei aller berechtigten Kritik an fordernden Kommentatoren und einem generellen Schreib- bzw. Originalit\u00e4tszwang im Netz &#8211; aber nicht zu schaffen, zwischen Blog- und Romanschreiber trennen zu k\u00f6nnen, zeigt meiner Meinung nach, da\u00df die Frau zu sehr auf ihre t\u00e4glichen Klickzahlen schaut. Dazu scheint es mir ein erhellendes Licht auf ihre Arbeitsweise zu werfen, die sie mit wahrscheinlich sehr vielen Mitgliedern der schreibenden Zunft teilt, doch nicht preisgeben will.<br \/>\nEs ist n\u00e4mlich mit mitnichten so, da\u00df ein Roman im stillen K\u00e4mmerlein, in einem genialischen Kopf reifen mu\u00df, um dann auf einen Schlag als pl\u00f6tzliche Sturzgeburt in einem Rutsch das Licht der Welt zu erblicken. In den meisten F\u00e4llen ist es t\u00e4gliche Arbeit, eine kleine Idee reiht sich an die n\u00e4chste und dann will dieses Textkonglomerat zu einem Gesamtwerk zusammengeschraubt und zurechtgefeilt werden. Diesen Proze\u00df will Frau Buschheuer dem Publikum vorenthalten. Sie will die Konstruktion vom gro\u00dfen Wurf aufrechterhalten, und sei es nur, weil es die Verlage ihrer Meinung nach eben so wollen. Sie arbeitet systemkonform und scheint dabei selbst nicht einmal die Antwort auf die Frage zu wissen, ob das Bloggen ihre Schriftstellerschreibweise ver\u00e4ndert hat.<br \/>\nAuf Entzug hat Frau Buschheuer daf\u00fcr als Ersatzdroge <a href=\"http:\/\/twitter.com\/elsebuschheuer\">Twitter<\/a> entdeckt. (<em>Nur zur Info \/ Ich folge ihr nicht und habe auch keins ihrer B\u00fccher gelesen.<\/em>)<\/p>\n<p>Nochmal <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,620281,00.html\">spiegel.de\/<\/a>, diesmal ein Interview mit dem (ehemaligen?) Internet-Kritiker <strong>Andrew Keen<\/strong>. Dort h\u00f6rt er sich im Vergleich zu seinem Bestseller &#8216;Die Stunde der St\u00fcmper&#8217; ein wenig gel\u00e4utert an.<\/p>\n<blockquote><p>Twitter ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr. Hier ist eine neue Elite im Begriff zu entstehen. Die Hierarchie zwischen Talent und Publikum beginnt das Amateurhafte wieder zu verdr\u00e4ngen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zumindest sieht er nicht mehr ganz so schwarz; oder schreibt nicht mehr so polemisch. Ein Nicht-Euphoriker in den eigenen Reihen ist ja auch nicht schlecht. Oder zumindest jemand, der zwischen den Fronten steht. Ist in Zeiten der Grabenk\u00e4mpfe um Copyright und Internetzensur, Web2.0-Hoffnung und Untergang des Wirtschaftwunderabendlandes gar nicht mehr so einfach zu finden.<br \/>\nDie <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~EA2214607B76844C090EE5E092739ED52~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a> selbstbesch\u00e4ftigt sich mal wieder mit der Zukunft, aber wie Deutschlands Printdino wirklich tickt, ahnt man ja schon l\u00e4nger, jetzt kann man es <a href=\"http:\/\/immateriblog.de\/?p=520\">hier<\/a> en detail nachlesen. Und sollte man auch. Jedenfalls wenn im Business of Biegen and Brechen arbeitet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/drikkes.files.wordpress.com\/2009\/04\/bild-12.png?w=300\" alt=\"bild-12\" title=\"bild-12\" width=\"300\" height=\"100\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1671\" \/><\/p>\n<p>Dann doch lieber <a href=\"http:\/\/handelsblatt6.blogg.de\/eintrag.php?id=2108\">so<\/a>. Sehr lehrreiches Video. Und wie die Zukunft von nicht nur Google News aussehen soll, <a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/eric-schmidt-reveals-googles-secret-new-plan-for-google-news-2009-4\">das<\/a> twittern die Spatzen (via <a href=\"http:\/\/www.twitter.com\/CemB\">@CemB<\/a>)  ja schon von den D\u00e4chern.<br \/>\nEs reicht allerdings, dies als jugendlichen Ist-Zustand zur Kenntnis zu nehmen. Aber \u00e4ltere Semester mit ihrer <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/der-wahnsinn-aller\/\">Offline-Mentalit\u00e4t<\/a> sollte man nicht mehr ernsthaft zu bekehren versuchen.<\/p>\n<p>Wer genau nachlesen will, wie das mit dem Hack vom <strong>Time 100 Poll<\/strong> funktioniert hat, der f\u00fchre sich bitte <a href=\"http:\/\/musicmachinery.com\/2009\/04\/27\/moot-wins-time-inc-loses\/\">diesen Artikel<\/a> zu Gem\u00fcte. Captchas vertraut man danach allerdings nicht mehr wirklich.<\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Die Autorin Else Buschheuer erkl\u00e4rt in einem Interview, warum sie ihr Blog dichtgemacht hat. Die Nachricht selbst ist schon ein paar Tage alt, aber das hier ist ja auch kein Newsticker und ich bin bis jetzt nicht dazu gekommen, etwas dazu zu schreiben. 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