{"id":11700,"date":"2017-03-10T17:58:45","date_gmt":"2017-03-10T16:58:45","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.com\/?p=11700"},"modified":"2017-03-10T17:58:45","modified_gmt":"2017-03-10T16:58:45","slug":"die-zeichen-stehen-auf-stumm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=11700","title":{"rendered":"Die Zeichen stehen auf stumm"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'>Zwei bis drei Zitate aus Wolfgang Ullrichs Text <a href=\"http:\/\/ift.tt\/2lTDDiq\">Knips mich!<\/a>, zu denen ich gerne etwas anmerken m\u00f6chte.<\/p>\n<blockquote><p>\n  In Zeiten von Smartphones und Social Media wirbt ein Produkt nicht mehr nur im Laden f\u00fcr sich, sondern muss auch dann \u00adattraktiv wirken, wenn ein Foto von ihm gepostet oder irgendwo hochgeladen wird.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Und etwas weiter unten hei\u00dft es dann in die dieselbe Richtung:<\/p>\n<blockquote><p>\n  So wie es fr\u00fcher conversation pieces gab, also Designst\u00fccke, die nicht unbedingt praktisch waren, aber ihrer Formsprache wegen Anlass zu Diskussion boten, k\u00f6nnte man heute von photographic pieces sprechen: Produkte, die vor allem dazu da sind, oft fotografiert zu werden.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist alles sehr richtig beobachtet. Nur keine wirklich neue Erkenntnis, die sich erst recht nicht auf den Bereich eigentlicher &#8220;Produkte&#8221; beschr\u00e4nkt. Man vergleiche die Aussagen etwa mit diesem Artikel aus dem <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/lifeandstyle\/2016\/nov\/02\/click-plate-how-instagram-changing-way-we-eat-food\">Guardian: how Instagram is changing the way we eat<\/a>. Der ist ohnehin ziemlich lesenswert, ich hatte den Link Ende letzten Jahres schon einmal in meinen w\u00f6chentlichen <a href=\"https:\/\/drikkes.com\/?p=11242\">Notes (KW 47\/16)<\/a> gebracht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/MqJ3Hoi.png\" width=\"1368\" height=\"708\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/p>\n<p>Ullrichs Artikel h\u00e4ngt sich an der (wiederum laut Joachim Bessing) anachronistischen Formgebung des Megaphon auf. Und endet folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<blockquote><p>\n  An viralen Effekten haben aber nicht nur Produzenten, sondern genauso Demonstranten aller Couleur gro\u00dfes Interesse. Tats\u00e4chlich hat sich die \u00c4sthetik des Protests unter dem Einfluss von Social Media bereits deutlich ver\u00e4ndert; eine Bewegung wie \u00adFemen ist daf\u00fcr nur eines von zahlreichen Beispielen. Und daher dauert es vielleicht nicht mehr lange, bis auch Megafone anders designt werden, ja, bis auch sie endlich fotogen sind.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In Zeiten des Internets verschafft sich Protest nicht Geh\u00f6r \u2013 er wird gesehen. Und die Menge an witzigen Demo-Schildern, die sich den Kameras entgegenstreckt, zeigt, da\u00df er auch gesehen werden will. Siehe die ungef\u00e4hr 680.000 Ergebnisse zur <a href=\"https:\/\/www.google.de\/search?q=funny+protest+signs\">Google-Suche von &#8220;funny protest signs&#8221;<\/a>.<br \/>\nWenn sich Millionen von Menschen rund um den Globus diese sich an Originalit\u00e4t \u00fcberbietenden Schilder anschauen \u2013 wer braucht da noch eine (wie modern auch immer gestaltete) Fl\u00fcstert\u00fcte, um die paar Ohren vor Ort zu erreichen?<\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Zwei bis drei Zitate aus Wolfgang Ullrichs Text Knips mich!, zu denen ich gerne etwas anmerken m\u00f6chte. In Zeiten von Smartphones und Social Media wirbt ein Produkt nicht mehr nur im Laden f\u00fcr sich, sondern muss auch dann \u00adattraktiv wirken, wenn ein Foto von ihm gepostet oder irgendwo hochgeladen wird. 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