{"id":117,"date":"2010-02-08T13:13:28","date_gmt":"2010-02-08T12:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.com\/?p=117"},"modified":"2010-02-08T16:38:20","modified_gmt":"2010-02-08T15:38:20","slug":"a-single-man","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=117","title":{"rendered":"A Single Man"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'><em>Vor drei <del datetime=\"2010-02-03T12:01:27+00:00\">Tagen<\/del> Wochen bin ich eingeladen worden, mir die Pressevorf\u00fchrung obengenannten Films anzusehen. Das habe ich getan. Gezeigt worden ist die Originalversion, wahrscheinlich ist die Synchronfassung zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt gewesen, der Film startet erst am 25. M\u00e4rz in den deutschen Kinos.<\/em><\/p>\n<p>A Single Man, das Regiedeb\u00fct des Modedesigners <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tom_Ford\">Tom Ford<\/a>, ist kein wirklich guter Film geworden. Da\u00df er nicht total den Bach runter gegangen ist, liegt in erster Linie an seinen Schauspielern, die auch einige im Grunde genommen misslungene Szenen (Hundeku\u00df, Stricherdialog) tragen &#8211; naja, zumindest halbwegs ertr\u00e4glich gestalten. Vor allem Colin Firth in der Rolle des britischen Englisch-Professors George Falconer (Darstellerpreis des Filmfestivals Venedig), der die Nachricht vom pl\u00f6tzlichen Tod seines langj\u00e4hrigen Geliebten zu bew\u00e4ltigen hat, bewahrt den Film vor einer \u00dcberdosis Sentimentalit\u00e4t. Und Julianne Moore beweist mit der Darstellung seiner besten Freundin Charley, einer exaltiert alternden Sch\u00f6nheit mit Alkoholproblem, die zwar ihr eigenes Leben kaum auf die Reihe bekommt, doch nichtsdestotrotz in der Lage ist, George in seinem Kummer zu tr\u00f6sten, einmal mehr, warum <del datetime=\"2010-01-22T10:45:31+00:00\">ich total auf sie stehe<\/del> sie zur Riege der Top-Schauspielerinnen Hollywoods geh\u00f6rt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_3450\" aria-describedby=\"caption-attachment-3450\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/drikkes.files.wordpress.com\/2010\/01\/b529x3301.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3450\" title=\"b529x330\" src=\"http:\/\/drikkes.files.wordpress.com\/2010\/01\/b529x3301.jpg?w=300\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"164\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3450\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Senator<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Film ist eine Adaption des Romans <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3518461222?ie=UTF8&amp;tag=angelegenheit-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518461222\">Der Einzelg\u00e4nger<\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"border:none!important;margin:0!important;\" src=\"http:\/\/www.assoc-amazon.de\/e\/ir?t=angelegenheit-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3518461222\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/> von Christopher Isherwood. Die eigentliche Handlung spielt an nur einem einzigen Tag im Los Angeles des Jahres 1962, es ist der H\u00f6hepunkt der Kubakrise. Als weltpolitischer Hintergrund f\u00fcr das pers\u00f6nliche Drama wirkt ein zweidreimal herbeizitiertes sowjetatombombiges &#8220;Und wenn wir morgen alle sterben?!&#8221; nicht gerade glaubw\u00fcrdig in die Story integriert. Zumindest im Film, denn ich mu\u00df bekennen, die Buchvorlage nicht gelesen zu haben. Vielleicht kann aber auch einfach ich, der beim Fall der Berliner Mauer gerade einmal zw\u00f6lf Jahre alt gewesen ist, diese ganze Gro\u00dfgef\u00fchlslage nur nicht nachvollziehen. Jedenfalls haben mir andere Filme den Kalten Krieg n\u00e4her gebracht; doch nun gut, das ist sicher nicht Hauptanliegen dieses Streifens.<\/p>\n<p>(Ja, Streifen. Denken Sie sich hier irgendeine d\u00e4mliche \u00dcberleitung in der Manier <em>Stoff\/Muster<\/em>.) Ansonsten nostalgeriert sich das alles ganz wunderbar; die Telephone klingeln solange, da h\u00e4tte man heutzutage nach dem Auflegen schon zwei SMS geschickt. Bei einem Mann wie Mr Tom &#8220;Ex-Gucci&#8221; Ford ist eine erwartbare Ausstattungsorgie dabei herausgekommen. Die Interieurs, die Autos und nat\u00fcrlich vor allem die Kost\u00fcme sind wirklich mit Liebe f\u00fcr&#8217;s Detail in Szene gesetzt. Auch bem\u00fcht sich der (Hinweis darf in keinem Artikel \u00fcber ihn fehlen:) Texaner redlich, nicht zu sehr darin zu schwelgen, somit die Detail- nicht zur Selbstverliebtheit werden zu lassen, etwa durch fast \u00fcbertrieben viele Nahaufnahmen von Gesichtern.<br \/>\nDa\u00df die ganz gro\u00dfen Emotionen trotz der versammelten Schauspielk\u00fcnstler ausbleiben, liegt schlichtweg a) am Drehbuch, wenn die Vorlage nicht totaler Mist ist: Vielleicht h\u00e4tte Ford bei seinem Deb\u00fct die Finger vom Schreiben lassen sollen &#8211; oder sich zumindest eine gewieftere Branchengr\u00f6\u00dfe mit ins Boot holen k\u00f6nnen als den mir bis dahin vollkommen unbekannten <a href=\"http:\/\/web.me.com\/cascreenwriter\/David_Scearce\/Me.html\">David Scearce<\/a>. Und b) an der Inszenierung, die letztendlich doch immer noch zuviel k\u00fcnstlerischen Firlevanz auff\u00e4hrt, damit von dieser Aneinanderreihung oft zu glatter Szenen \u00fcberhaupt etwas haften bleibt &#8211; Zeitlupen, R\u00fcckblenden in schwarz\/wei\u00df, die Musik etwas zu pathetisch: das volle Programm eben. Dabei sollte doch eigentlich etwas ins Rutschen geraten. Schade.<\/p>\n<p>Von nichts kommt nichts. Und Schicksal kommt nicht von schick &#8211; oder andersrum. Zum <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/8091096\">Trailer<\/a>.<\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Vor drei Tagen Wochen bin ich eingeladen worden, mir die Pressevorf\u00fchrung obengenannten Films anzusehen. Das habe ich getan. Gezeigt worden ist die Originalversion, wahrscheinlich ist die Synchronfassung zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt gewesen, der Film startet erst am 25. M\u00e4rz in den deutschen Kinos. 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