{"id":11489,"date":"2017-01-27T17:47:44","date_gmt":"2017-01-27T16:47:44","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.com\/?p=11489"},"modified":"2017-01-27T18:01:59","modified_gmt":"2017-01-27T17:01:59","slug":"aufwachen-aufweichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=11489","title":{"rendered":"aufwachen aufweichen"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'>Aus meinem recht ausf\u00fchrlichen <a href=\"https:\/\/medium.com\/reklame-3000\/zur-kritik-an-mac-daur-f7f6237af7ae#.63ve6oy10\">Kommentar<\/a> neulich zur <a href=\"http:\/\/theoriginalcopy.de\/caro-daur-fuer-mac-versteh-ich-nicht\/\">Kritik<\/a> an der &#8220;Kooperation&#8221; von Kosmetikmarke MAC mit <em>social shooting star<\/em> Caro Daur konnte man meine generelle Meinung zu Influencer Marketing bereits ziemlich gut herauslesen. Ich m\u00f6chte aber trotzdem noch ein paar Worte \u00fcber das Thema verlieren, weil es mir derzeit mal wieder verst\u00e4rkt begegnet.<\/p>\n<h4>Bussibussigesellschaft<\/h4>\n<p>Den Jahresanfang hat Anna\/Mangobl\u00fcte mit <a href=\"http:\/\/mangobluete.com\/blogs-destroy-traveling\/\">How Blogs destroy Traveling<\/a> gemacht. Sie beschwert sich, da\u00df viele Blogger &#8220;heute das bewerben und morgen jenes&#8221;. Und warum? Sapperlot! Um Geld zu verdienen.<\/p>\n<blockquote><p>\n  Das Besondere am Bloggen ist, dass der Blogger Glaubw\u00fcrdigkeit verkauft (im Fernsehen ist es klar ersichtlich, wenn Werbung kommt). Man verbindet das Produkt mit der Person.\n<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Man mu\u00df die beiden W\u00f6rter noch einmal langsam und Silbe f\u00fcr Silbe hintereinander lesen: &#8220;Glaubw\u00fcrdigkeit verkaufen&#8221;. Mit anderen Worten: &#8220;Die Nutte liebt mich echt.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Anna liefert die Erkl\u00e4rung f\u00fcr die postulierte Glaubensw\u00fcrde auch gleich mit: W\u00e4hrend im TV die Werbebl\u00f6cke immer brav gekennzeichnet werden, bleibt die Sposor-Finanzierung bei Blogs und Social Media gerne im Dunklen. Und ja, ich wei\u00df, da\u00df es bestimmt anders gemeint gewesen ist.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-lang=\"en\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">50 Jahre Konstruktivismus und die Honks faseln von Authentizit\u00e4t<\/p>\n<p>&mdash; Guenter Hack (@guenterhack) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/guenterhack\/status\/816557405077180416\">January 4, 2017<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p>Die Branchenpresse formuliert es nat\u00fcrlich etwas vornehmer. So titelt die W&amp;V: <a href=\"http:\/\/www.wuv.de\/digital\/influencer_marketing_2017_warum_wir_bibi_und_sami_den_laufpass_geben_sollten\">Warum wir Bibi und Sami den Laufpass geben sollten<\/a>. &#8220;Leserautor&#8221; David Eicher <em>(zuf\u00e4llig Gr\u00fcnder einer Agentur, um deren &#8220;Kerngesch\u00e4ft&#8221; es hier geht \u2013 womit sei Artikel selbst als Content Eigenmarketing durchgehen kann)<\/em> grundproblematisiert die &#8220;Reichweitenfixiertheit der Unternehmen&#8221;, die sich durch &#8220;jugendliche Sch\u00f6nheit&#8221; und &#8220;den richtigen Promi-Faktor&#8221; geblendet auf den nextbigthingsten &#8220;Heilsbringer&#8221; setzten. F\u00fcr 2016 hie\u00df das:<\/p>\n<blockquote><p>\n  Damit kam Influencer Marketing so laut und platt daher wie die Humtata-Musi auf dem Oktoberfest.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Gegen die &#8220;Strahlkraft einiger weniger Promi-Influencer&#8221; pl\u00e4diert Eicher stattdessen f\u00fcr die leisen T\u00f6ne der Schleichwerbung. Nur, da\u00df er sie  anders nennt. Bei ihm ist das die &#8220;Micro-Ebene&#8221;:<\/p>\n<blockquote><p>\n  Influencer, die ihr Know-how im Familienkreis teilen. Teens und Twens etwa, die ihre Eltern in Sachen Online-Banking beraten.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Ernsthaft? Nochmal: ernsthaft? Sogar Lifta wei\u00df seit Jahrzehnten, da\u00df man nicht nur die ansprechen mu\u00df, die einen Treppenlift ben\u00f6tigen, sondern auch deren Kinder. Und wenn man tats\u00e4chlich auf diesem Level F\u00fcrsprecher sucht, dann sollte man sich vielleicht einfach auf die \u00dcberzeugungsqualit\u00e4ten seiner Produkte konzentrieren, statt auch nur einen Cent in die Marketingstrategie zu stecken, damit meine Tochter mir eine neue Kreditkarte andreht oder mich unaufgefordert auf die g\u00fcnstigen Konditionen eines Ratenkredits hinweist.<\/p>\n<p>Und auch er entbl\u00f6det sich nicht, daf\u00fcr die Worte &#8220;authentisch&#8221; und &#8220;glaubw\u00fcrdig&#8221; in den Mund zu nehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.imgur.com\/hQM8ANk.png\" width=\"1024\" height=\"512\" class=\"alignleft\" \/><\/p>\n<h4>Sag&#8217;s nich&#8217;<\/h4>\n<p>Nun schreibt Eicher nicht aus Spa\u00df an der Freud, sondern mu\u00df als Chef der <strong>Webguerillas<\/strong> die Leistungen seiner Agentur an den Mann bringen. Also kommt er im letzten Absatz auf&#8217;s Gesch\u00e4ft zu sprechen mit Buzzwords wie &#8220;nachhaltige Mechaniken implementieren&#8221;, &#8220;organisch aus der Marke heraus entwickeln&#8221;, &#8220;Stakeholder binden&#8221; und &#8220;langfristiger Image-Uplift&#8221;. Und selbst?<\/p>\n<p>Es sieht aus, als w\u00fcrde David Eicher den Twitter-Account <a href=\"https:\/\/twitter.com\/de_webguerillas\">@de_webguerillas<\/a> pers\u00f6nlich f\u00fchren. Im Profil steht sein Name, verlinkt ist das <a href=\"http:\/\/brainwash.webguerillas.de\/\">Agenturblog<\/a>. Dieses ist nicht nur designtechnisch schon etwas in die Jahre gekommen. Stand 27.01.2017 ist der aktuellste Post dort beinahe vier Monate alt. Die letzten Kommentare sind allesamt Spam (siehe <a href=\"https:\/\/www.diigo.com\/item\/image\/ylgo\/v2ed\">Screenshot<\/a>). Von den aufgelisteten &#8220;Autoren&#8221; haben 50 % laut Profilseiten keinen einzigen Eintrag verfasst. Und die &#8220;Random Blogroll&#8221; besteht aus ganzen f\u00fcnf (5!) Eintr\u00e4gen, von denen einer doppelt vorhanden ist. Diese Dopplung hat vor zehn (10!) Jahren einen Domainumzug verk\u00fcndet, deren URL mittlerweile auch nicht mehr erreichbar ist. Ein anderer schreibt seit Jahren nicht mehr. Ein Refresh hat die Sache nicht besser gemacht.<\/p>\n<p>Ach ja, die in der Sidebar verlinkte Facebook-Seite gibt es auch nicht mehr. Nachdem Territory die Guerillas gekauft hat, ist ein Pagemerge wohl zu aufwendig gewesen. Auf der Website steht \u00fcbrigens in Versalien: <a href=\"https:\/\/www.territory-webguerillas.de\/en#!business\/pr-news\/social-accounts\">WE DON\u2019T TALK ABOUT SOCIAL MEDIA &#8211; WE LIVE IT.<br \/>\n<\/a> Nur mal so.<\/p>\n<h4>Ende Teil 1<\/h4>\n<p>Jetzt bin ich zur Besprechung zweier weiterer Links noch gar nicht gekommen. Also wird es nach dem Wochenende wahrscheinlich eine Fortsetzung dieses Blogposts geben. Eins noch zum Schlu\u00df: Content-Marketing ist \u00fcbrigens schuld an der L\u00fcgenpresse, sagt Siebenhaar im Handelsblatt \u2013 <a href=\"http:\/\/app.handelsblatt.com\/unternehmen\/it-medien\/der-medien-kommissar-auf-dem-weg-zum-medialen-brei\/19200952-2.html\">Der Medien-Kommissar: Auf dem Weg zum medialen Brei<\/a>.<\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Aus meinem recht ausf\u00fchrlichen Kommentar neulich zur Kritik an der &#8220;Kooperation&#8221; von Kosmetikmarke MAC mit social shooting star Caro Daur konnte man meine generelle Meinung zu Influencer Marketing bereits ziemlich gut herauslesen. Ich m\u00f6chte aber trotzdem noch ein paar Worte \u00fcber das Thema verlieren, weil es mir derzeit mal wieder verst\u00e4rkt begegnet. Bussibussigesellschaft Den Jahresanfang [&hellip;]<\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"mf2_syndication":[],"cybocfi_hide_featured_image":"","webmentions_disabled_pings":false,"webmentions_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[113],"tags":[1674,2011,2090,2115,2114,145],"class_list":{"0":"post-11489","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-reklamierung","7":"tag-eigenwerbung","8":"tag-influencer","9":"tag-schleichwerbung","10":"tag-territory","11":"tag-webguerillas","12":"tag-werbung","13":"h-entry","14":"hentry"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11489"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11489\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11509,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11489\/revisions\/11509"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/drikkes.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}