{"id":11308,"date":"2016-12-21T17:05:16","date_gmt":"2016-12-21T16:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/drikkes.com\/?p=11308"},"modified":"2016-12-21T17:12:04","modified_gmt":"2016-12-21T16:12:04","slug":"maybe-they-just-give-a-bloody-catshit-about-it","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/drikkes.com\/?p=11308","title":{"rendered":"Maybe they just give a bloody catshit about it?"},"content":{"rendered":"<div class='e-content'><a href=\"http:\/\/www.theverge.com\/2016\/11\/22\/13712996\/fake-news-facebook-google-sponsored-content-study\">Most students can\u2019t tell the difference between sponsored content and real news<\/a>, berichten die Jungs von The Verge. So ist dann wohl auch t3n auf die Meldung aufmerksam geworden: <a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/news-werbung-internet-unterscheiden-jugendliche-769460\/\">80 Prozent der Jugendlichen k\u00f6nnen News nicht von Werbung unterscheiden<\/a> (Wer es deutsch braucht.) Vielleicht lesen sie ja wirklich die Uni-Website von Stanford t\u00e4glich rauf und runter. Den Artikel des <a href=\"http:\/\/www.wsj.com\/articles\/most-students-dont-know-when-news-is-fake-stanford-study-finds-1479752576\">Wall Street Journals<\/a>, auf den Verge sich bezieht, verlinken sie jedenfalls nicht. Ihre eigene Quelle \u00fcbrigens auch nicht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/5598024ce4b02838d12d4f0f\/1436149561663\/070115.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es hei\u00dft, gerade Digital Natives k\u00f6nnen Native Advertising nicht erkennen. Das gilt nicht nur f\u00fcr Nachrichten, sondern auch in Bezug auf <a href=\"http:\/\/t3n.de\/news\/google-werbung-suchergebnisse-658963\/\">Suchmaschinen<\/a>. Dabei w\u00e4re es wohl richtiger, statt von &#8220;k\u00f6nnen nicht unterscheiden&#8221; schlicht von &#8220;unterscheiden nicht&#8221; zu sprechen. Jugendlichen ist es einfach egal, ob etwas als gekaufte Google-Werbung oder organisches Suchergebnis erscheint. Ob der Text hinter dem Klick ein Artikel mit unabh\u00e4ngigem Informationswert oder geschicktes Content Marketing ist. Was die Diskussion um FakeNews in gewisser Weise ad absurdum f\u00fchrt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/5558ee14e4b081dbcc273069\/1431924050832\/043015.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber bleiben wir bei Google: \u201cI thought they stopped offering autocomplete suggestions for religions in 2011.\u201d zitiert Carole Cadwalladr einen Searchexperten in ihrem langen Text f\u00fcr The Guardian: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2016\/dec\/04\/google-democracy-truth-internet-search-facebook\">Google, democracy and the truth about internet search<\/a>. Was ein ziemlich billiger Weg der Problemkaschierung w\u00e4re. Sobald man nach Fakten sucht und einem Interpretationen pr\u00e4sentiert werden, k\u00f6nnen die Resultate (nicht nur f\u00fcr Juden und Frauen) abstrus bis \u00e4rgerlich werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/55614cb2e4b0a4d495223b4b\/1432829715519\/052315.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun ist der Guardian nicht immun gegen die Versuchungen der netzweltlichen Aufmerksamkeitsmechanismen. Genau eine Woche sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlicht Cadwalladr eine zugespitztere, erheblich k\u00fcrzere <em>Opinion<\/em> zum selben Thema: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2016\/dec\/11\/google-frames-shapes-and-distorts-how-we-see-world\">Google is not \u2018just\u2019 a platform. It frames, shapes and distorts how we see the world<\/a>. Was auch nichts daran \u00e4ndert, da\u00df besonders das Holocaust-Beispiel nat\u00fcrlich mehr als besorgniserregend ist. Gerade im Zusammenhang mit den eingangs erw\u00e4hnten Studien. Die Auswirkungen falsch verstandener Meinungsfreiheit und sieht man auch in den USA, siehe <a href=\"http:\/\/www.mcclatchydc.com\/news\/nation-world\/national\/article120636803.html\">Google won&#8217;t remove white supremacist site from top search result about Holocaust<\/a> auf McClatchy DC.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/5599e6e4e4b0d2540b70551f\/1436149529898\/070415.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und noch einmal zwei Tage sp\u00e4ter dann auch endlich die \u00dcbersetzung auf deutsche Verh\u00e4ltnisse bei Vice | Motherboard: <a href=\"http:\/\/motherboard.vice.com\/de\/read\/holocaust-leugnungen-google\">Fake News zum Holocaust sind noch immer Top-Treffer auf Google<\/a> \u2013 nat\u00fcrlich ohne Hinweis auf den Ausl\u00f6serartikel, daf\u00fcr mit Screenshots in anderer Sprache und brav erg\u00e4nzt um Standpunkte aus offiziellen Google-Publikationen. Wegen Ausgewogenheit und so, ne? Personalisierung ist \u00fcbrigens weder hier noch da eine Argument oder auch nur erw\u00e4hnt. Auf Englisch habe ich vor Tagen andere Ergebnisse bekommen als und gerade auf Deutsch scheint Google etwas getan zu haben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/55aeeb12e4b0f7c1c9b793be\/1437616263497\/072115.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich tippe auf manuellen Einzeleingriff statt komplexer Algorithmus\u00e4nderung. Doch sobald konkret irgendwas gegen zuerst Hatespeech und jetzt FakeNews unter- oder nur in Angriff genommen wird, kann man sich des reflexhaft gerufener ZENSUR!-Vorw\u00fcrfe sicher sein, selbst f\u00fcr die scheinbar <a href=\"https:\/\/drikkes.com\/?p=11345\">gute Sache<\/a>. Auf das mit dem Werbegeld ist dann weitere sechs Tage auch gekommen: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2016\/dec\/17\/holocaust-deniers-google-search-top-spot\">How to bump Holocaust deniers off Google\u2019s top spot? Pay Google<\/a>. Denn wer sagt, da\u00df man nicht gleichzeitig ein monothematischse Pferd zu Tode reiten kann, w\u00e4hrend damit die Sau durchs digitale Dorf getrieben wird?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/55a2c9e8e4b04267aaf1feb4\/1436732135657\/071115.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Derweil nimmt der Deutschunterricht meiner Tochter das Thema Werbung durch. Und zwar genauso, wie das zu meiner Schulzeit gemacht worden ist \u2013 mit aus Zeitungen und Magazinen herausgerissenen 1\/1-Anzeigen. Weil es materialtechnisch so sch\u00f6n einfach ist; die Sch\u00fcler sollen einfach was mitbringen, was man dann gemeinsam analysieren oder einzeln hausaufgeben kann. Da lernen sie dann, was eine Headline ist. Nennen den Claim aber weiterhin Slogan. So soll mein Kind Medienkompetenz lernen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/5575f532e4b0dbb60c7af99a\/1433893746504\/060815.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das war schon immer so \u2013 nur geht es mittlerweile (nicht nur) an der Mediennutzung einer 13j\u00e4hrigen vorbei, die sich alle Jubelmonate mal die Print-M\u00e4dchen kauft und h\u00f6chstens einmal pro Woche vor dem Fernseher sitzt. Stattdessen mindestens f\u00fcnf Stunden pro Tag am Smartphone. Aber davon haben die Lehrer keine Ahnung, da steht nix von in den Schulb\u00fcchern. Kein Wort \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.horizont.net\/marketing\/kommentare\/Prognose-5-Dinge-die-das-Influencer-Marketing-2017-praegen-werden-144962\">Influencer Marketing auf YouTube und Snapchat<\/a>, das die Kids derma\u00dfen bereitwillig aufnehmen, da\u00df es selbst mir als Branchenzugeh\u00f6riger gruselig den R\u00fccken runterlief. Obwohl Greta bereits in der Grundschule wusste, welchen Text ich h\u00f6ren wollte, wenn bei SuperRTL oder Nickelodeon der Werbeblock anfing. Den musste sie abspulen, um nicht umschalten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bloody-dairy.com\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/5558eb8ee4b00de931f38c0b\/5558ebade4b0d9e3a58fcb2d\/558b1979e4b0ed32609aea73\/1435179434304\/062315.gif?format=500w\" width=\"500\" height=\"500\" class=\"aligncenter\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ob es sie interessiert oder nicht.<\/p><\/div>\n<div class=\"syndication-links\"><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class='e-content p-summary'>Most students can\u2019t tell the difference between sponsored content and real news, berichten die Jungs von The Verge. So ist dann wohl auch t3n auf die Meldung aufmerksam geworden: 80 Prozent der Jugendlichen k\u00f6nnen News nicht von Werbung unterscheiden (Wer es deutsch braucht.) 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