Apropos Machbarkeit

Eins noch zur #BTW21, dann halte ich auch die Klappe, bis die neue Regierungskoalition steht. Aus der Wahlwerbe-Rezension auf jacobin.de:

Eine unheimliche Anziehung scheint die Allerweltsvokabel »machen« parteiübergreifend auf einen autoritären Menschenschlag auszuüben, der sich wiederum selbst als »Macher« bezeichnen würde.

Wann genau der Artikel erschienen ist, kann ich nicht sagen, denn wenn ich ihn jetzt aufrufe, ist er mit dem heutigen Datum versehen. Instapaper sagt, ich hätte ihn „1 week ago“ gespeichert, also wohl auch dann gelesen. Auf jeden Fall kannte ich ihn nicht, als ich vor einem Monat das hier getwittert habe.

(Mein Sohn meint übrigens, „twittern“ sagen nur alte Leute, das würde „tweeten“ heißen.)

falsch abgebogen

Selbst, wenn man kein großer Fan von Die Linke ist, dann sollte man anerkennen können, daß die Partei aus Werbersicht einen der besseren Wahlkämpfe geführt hat. Sei es mit einer schlagfertigen Replik die auf dieses plumpe Sixt-Posting, einen angenehm kurzen Wahlspot ohne das sonst übliche Pathos oder solch gelungenen Guerillas für die Berlinwahl.

Und zumindest koalitionsverhandlungstaktisch kann man es bedauern, daß es nach dieser Bundestagswahl rechnerisch nicht für Rot-Grün-Rot reicht, weil Die Linke mit ihrem schlechten Wahlergebnis fast die Hälfte ihrer Fraktionssitze verliert und bei einem Stimmanteil von 4,9 % nur wegen ihrer Direktmandate vertreten sein wird. Aber so kann’s halt gehen in einem Lagerwahlkampf.

Irgendwas mit Alice

Wenn man ‚White Rabbit‘ von Jefferson Airplane unter seinen Trailer legt, dann muß ich natürlich sofort an diese Szene denken:

Außerdem: Wenn man scheinbar einfach die Matrix-Geschichte noch einmal erzählt, dann ist es wohl nur konsequent, bei Teil 1 und Teil 2 von Alice durcheinander zu kommen.

unverträglich

Alte Menschen, again. Also nicht ich, sondern so richtig alt. Was nervt an denen nun schon wieder? Bei einer Umfrage hat sich jetzt herausgestellt, was nicht nur mir bereits im Vorhinein klar gewesen ist: Nämlich daß das Klima für ältere Wähler*innen kaum Rolle spielt, wenn es darum geht zu entscheiden, wem sie bei der BTW21 ihre Stimme geben.

Ich muß ehrlich gestehen, ich hatte bei Rezos Aufruf am Ende seines Videos Zerstörung Teil 2: Klima-Katastrophe so ab Minute 30 ein Tränchen im Auge. Weil ich ziemlich genau weiß, was meine Eltern (wie immer) wählen werden. Nichts dran zu machen – weder für mich, noch ihren Enkel.

zu lazy

Früher war alles vieles besser, wie wir ja wissen. Denn obwohl Aufmerksamkeit doch ein ach so knappes Gut sein soll, gehen wir recht verschwenderisch mit unserer Zeit um. Hören stundenlange Laberpodcasts oder bingen Serienstaffeln, deren Handlung noch vor Kurzem gerade mal einen Film gefüllt hätte.

Ich schließe mich da gar nicht aus.

Zwar schreibe ich weiterhin keine Threads. Aber der Inhalt des obigen Tweets hätte auch ohne große Verluste in 137 Zeichen gepasst. Die Älteren erinnern sich.

Daß direkt vor Fritz‘ neuer Schule die CDU-Wahlplakate noch unbekritzelt sind, schmälert den guten ersten Eindruck ziemlich. #Elternabend

Was wohl Blaise Pascal dazu gesagt hätte?

Volkswirtschaftsmode

Ob man ökonomische Entwicklungen nun besser an Länge bzw. Kürze des Rocks oder Höhe der Heels ablesen können soll, habe ich gefragt. Und falls Letzteres, dann doch bitte so:

Apropos Trends: Habe ich schon erwähnt, daß man diesem Blog auch via Flipboard folgen kann?