Faden verloren?

Was ich noch nerviger als Laber-Podcasts finde, das sind Threads auf Twitter. Habe ich wohl auch schon das eine oder andere Mal erwähnt. Damit es nicht ganz so schlimm ist, gibt es einen praktischen Service namens Thread Reader App. Hier drei lohnende Bespiele:

Die konnte man früher doch sogar embedden, oder? Aber muss ja nicht sein, Links tun es auch. Schön ist Thread Reader App nicht, voller Werbung und bei bildreichen Threads besonders mit unterschiedlichen Formaten schnell unübersichtlich. Aber beliebt, man muß oft gar nicht selbst @threadreaderapp mit „unroll“ replyen – oft hat das direkt unter dem Thread bereits jemand anders getan.

Viel schicker ist sicher die App Threader. Und wird deshalb sicherlich irgendwann eingestellt werden. So wie eine ganze Reihe vielversprechender delicious-Nachfolger mittlerweile wieder weg vom Browserfenster sind. Während ich immer noch leidlich gut mir diigo fahre.

Content is Cringe

Alle Welt redet von der Digitalisierung des Wanderzirkus Fashion Shows, von Augmented-Reality-Livestreaming bis In-Video-Instant-Shopping klingt das meist sehr technisch. Es ist von Plattformen die Rede, dabei werden die Inhalte meist übersehen. Und ich meine nicht die Klamotten, sondern deren Inszenierung. Moschino hat das für die aktuelle Kollektion ganz prächtig hinbekommen.

Wie es hohler geht: Da denkt man, der Bild wäre selbst die Laufmasche auf ein paar Instas schon eine Berichterstattung wert, weil Kardashian. Und dann entpuppt es sich als schnöder Aufhänger für einen nicht als Werbung gekennzeichneten Artikel über ein Strumpfhosen-Startup. Wobei ich nicht weiß, was von beiden schlimmer ist.

Einwurf

Wie die Horizont berichtet, werden Prospekte bald vielleicht nur noch an die verteilt, die explizit ihre Zustimmung dazu geben.

Also vielleicht Opt-in statt wie bisher Opt-out. So würde natürlich viel weniger Werbung in Briefkästen landen. Weniger Müll, weniger Arbeit für die Post.

Ich hatte schon vor längerer Zeit die Idee zu diesen Aufklebern hier. Die waren allerdings als ironische Eigenwerbung gedacht, nicht als Consent-Message für Prospekteverteiler.

Wie man sieht, bin ich kein Designer. Bei Interesse kann man die Dinger aber mit Klick auf die Bilder trotzdem kaufen – print on demand macht’s möglich.

Neulich beim Feedbäcker um die Ecke

Liegt es an mir oder hängen diese Fahnen nur in Stadtteilen, die gar keine Probleme mit Rassismus haben können, weil alle unliebsamen Ausländer und Migranten penibelst weggentrifiziert worden sind?

Was für eine Frage. Es liegt natürlich an mir. Denn ich wohne in einem dieser Gentrifizierungshotspots und bewege mich nahezu ausschließlich in ebensolchen Vierteln. Ich bin nämlich ein Teil des Problems.