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		<title>I prefer not to consume</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2023 16:50:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Barbie hat in letzter Zeit einiges richtig gemacht. Ich bin auf Gerwigs Film gespannt und auch in Sachen Inklusion und Diversity hat sie [...]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Barbie hat in letzter Zeit einiges richtig gemacht. <a href="https://drikkes.com/?p=17335">Ich</a> bin auf Gerwigs <a href="https://www.imdb.com/title/tt1517268/">Film</a> gespannt, der im Sommer rauskommt. (Um ehrlich zu sein, fand ich sogar die <a href="https://www.youtube.com/results?search_query=barbie+dreamhouse+adventures+full+episodes">Dreamhouse Adventures</a> im Vergleich zu Paw Patrol oder Feuerwehrmann Sam ganz erträglich.)  Auch in Sachen Inklusion und Diversity hat Mattel einiges getan. Was gab es einen <a href="https://www.bbc.com/news/blogs-trending-34852408">Aufruhr</a>, als anläßlich der Moschino-Barbie vor ein paar Jahren zum ersten Mal ein Junge in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=TULVRlpsNWo">Barbie-Werbespot</a> auftauchte!</p>
<p>Barbie ist anhaltenden Vorwürfen, was für ein Frauen- und Körperideal die Puppe darstellt, mit <a href="https://duckduckgo.com/?t=ffab&#038;q=wheelchair+barbie&#038;atb=v345-1&#038;iax=images&#038;ia=images">Rollstuhl-</a>, <a href="https://www.teenvogue.com/story/laverne-cox-inspires-first-trans-barbie-doll">Transgender-</a> oder <a href="https://www.seattletimes.com/life/lifestyle/why-computer-engineer-barbie-matters-a-quest-to-fight-stereotypes-for-girls/">Computer-Engineer-</a>Modellen begegnet. Nicht immer mit Erfolg, muß man sagen, ihre Bemühungen wurden mitunter als halbherzig kritisiert. Doch Ironie perlt an <a href="https://www.casetify.com/co-lab/barbie?">Barbiecore-Merch</a> einfach ab.</p>
<h3>Alles im Rahmen</h3>
<p>Wenn ich jetzt allerdings von der Vorstellung einer <a href="https://www.wuv.de/Themen/Markenstrategie/Das-ist-die-erste-Barbie-Puppe-mit-Downsyndrom">Barbie-Puppe mit Down-Syndrom</a> lese, dann denke ich mir: Irgendwann reicht es auch mit der Erschließung neuer Zielgruppen. Natürlich haben alle Menschen – vielleicht die mit Handicap besonders – ein Anrecht auf Teilnahme am kapitalistischen Traum, wenn sie denn wollen. Aber wäre es nicht schöner, wenn eine Gruppe sagen würde, daß sie einfach kein Bock hat, für so ein Wokewashing herzuhalten?</div>
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		<title>Unsoziale Brandwirtschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2020 14:29:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[blm]]></category>
		<category><![CDATA[marken]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
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					<description><![CDATA[Brands werden zurecht dafür kritisiert, wenn sie Engagement nur performen, statt sich wirklich zu engagieren. Leider ist diese Diskrepanz selten so offensichtlich wie etwa bei L&#8217;Oréal oder der NFL. So schrieb VICE schon letzte Woche: The posts have served to highlight the messy hypocrisy that often results when brands attempt to show support for a [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Brands werden zurecht dafür kritisiert, wenn sie Engagement nur performen, statt sich wirklich zu engagieren. Leider ist diese Diskrepanz selten so offensichtlich wie etwa bei L&#8217;Oréal oder der NFL. So schrieb <a href="https://www.vice.com/en_us/article/889geb/brands-are-bravely-taking-a-stand-against-racism-by-posting-online">VICE</a> schon letzte Woche:</p>
<blockquote><p>
  The posts have served to highlight the messy hypocrisy that often results when brands attempt to show support for a cause without taking a look in the mirror first.
</p></blockquote>
<p>Über Retainer abzurechnender oder sogar inhouse produzierter Social-Media-Content ist eben billig, da ist man als Marke schnell dabei – die ganzen Redaktionspläne für Instagram, Facebook und Twitter wollen ja auch befüllt werden. Und Haltung zeigen ist eh gerade angesagt.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/yp9Z1B_3jmY" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Man kann sich gerne mal fragen, welches Unternehmen denn nicht ganz so locker sitzendes Mediabudget dafür ausgegeben hat, so eine Botschaft unter die Konsumenten zu bringen. TVCs und 1/1 AZs dazu sind mir jedenfalls nicht untergekommen. Oder man hätte seine regulären Schaltungen zumindest am <a href="https://www.thedrum.com/opinion/2020/06/03/Why_brands_fail_pause_ads_BlackoutTuesday">#BlackoutTuesday</a> aussetzen und das so eingesparte Geld sinnvoller einsetzen können.</p>
<p>Ich mag diese ständig sich erweiternde Liste von <a href="https://fashionista.com/2020/06/fashion-beauty-brands-response-george-floyd-protests">Fashionista</a>, was Marken denn nun wirklich angesichts der Proteste gegen Polizeigewalt unternehmen. Ja, wir reden hier in erster Linie über Spenden. Put your money where your mouth is – sowas hätte ich gerne umfassender über die Mode- und Beauty-Indistrie hinaus. Das gibt&#8217;s doch sicher irgendwo? Würde mich besonders für die <a href="https://www.grubstreet.com/2020/06/fast-food-companies-blm-statements.html">Lebensmittelbranche</a> interessieren.</p>
<h4>Es heißt nicht <em>umsonst</em>: Tue Gutes und rede darüber. Nicht: Rede darüber, Gutes zu tun.</h4>
<p>Im Herdentrieb kann sich ein Marketing gehörig vergaloppieren. Die berühmt-berüchtigte 2016er Pepsi-Werbung mit Kendall Jenner dient als Aufhänger für den <a href="https://jacobin.de/artikel/marketing-ideologie-pepsi-rassismus-blackout-intersektional/">Jacobin</a>-Text, aus dem folgendes Zitat stammt (Fettung von mir):</p>
<blockquote><p>Der unwiderstehliche Reflex großer Marken, auf medienwirksame Kämpfe aufzuspringen, offenbart die Probleme der <strong>Kommerzialisierung sozialer Gerechtigkeit</strong> sowie der Annahme, dass der freie Markt für alle Missstände von der Armut bis hin zur rassistischen Diskriminierung eine Lösung hätte – selbst dann, wenn die einzelnen Firmen Teil des Problems sind.</p></blockquote>
<p>Dass die oben erwähnten Spenden an sich schon das Problem sind, würde hier zu weit führen. Wenn Unternehmen ordentlich Steuern zahlen und Regierungen diese Gelder solidarisch einsetzen würden, hätten Marken quasi gar keine Möglichkeit, sich als gesellschaftlich wertvoll zu inszenieren. Die sozialen Netzwerke laden Marken geradezu dazu ein, sich kumpelhaft bei der potenziellen Käuferschaft anzubiedern. Dabei ist nicht wichtig, daß Marken Deine Freunde sind. Die wichtige Frage lautet, ob sie <a href="https://www.eater.com/2020/6/12/21288501/mcdonalds-starbucks-respond-to-black-lives-matter-george-floyd-protests">Verbündete</a> sein können.</p>
<blockquote><p>
  If food brands really wanted to stand for change, they would provide living wages, benefits, healthcare; they would protect their workers and their rights; they would allow dissent and unions; they would fight for sustainability, environmental justice, immigration reform. It would mean ceasing the millions spent lobbying and influencing policymakers to protect companies from having to do those things.
</p></blockquote>
<p>&#8220;Authentisch&#8221; sein, das war vor &#8220;Haltung&#8221; das Buzzwort der Werbebranche. Insofern finde ich das Verbot für <a href="https://thehill.com/business-a-lobbying/502252-starbucks-bans-employees-from-wearing-anything-in-support-of-black-lives">Starbucks</a>-Mitarbeiter, bei der Arbeit Support-Bekundungen für Black Lives Matter zu tragen, fast schon wieder wenigstens ehrlich. Wenn natürlich auch aus den falschen Gründen.</div>
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