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	Feeds whisper secrets,
	In the RSS Club's embrace,
	Knowledge blooms in grace.

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	<title>gala men &#8211; Hendrik Spree</title>
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		<title>Vollzeitpenis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2014 17:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reklamierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Waren das noch Zeiten, als man sich am Telephon hat verleugnen lassen. &#8220;Der Herr Direktor ist gerade in einer Besprechung. Kann ich etwas ausrichten?&#8221; Heutzutage ruft niemand mehr an, kann Mann die Sekretärin zumindest bis rauf zum mittleren Management gleich einsparen. Gibt sich volksnah, sogar Chefs beantworten ihre Mails selbst, kurze Wege und flache Hierarchien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Waren das noch Zeiten, als man sich am Telephon hat verleugnen lassen. &#8220;Der Herr Direktor ist gerade in einer Besprechung. Kann ich etwas ausrichten?&#8221; Heutzutage ruft niemand mehr an, kann Mann die Sekretärin zumindest bis rauf zum mittleren Management gleich einsparen. Gibt sich volksnah, sogar Chefs beantworten ihre Mails selbst, kurze Wege und flache Hierarchien und so.</p>
<p>Die Medienwelt ist davon natürlich ganz besonders betroffen, wenn sich der Primat der <a href="http://www.genuin4.de/2014/03/06/digital-first-aendert-anforderungen-an-agenturen-und-pressestellen/">Contentproduktion von analog zu digital</a> verschiebt. Die Anforderungen gerade an Schreiber ändern sich damit radikal. Exemplarisch zu sehen an der gestern rumgegangenen Stellenausschreibung für den <a href="http://www.jobscore.com/jobs/buzzfeed/germany-editor/aniwoGN9ar454XiGakhP3Q">Germany Editor at BuzzFeed in Berlin</a>. Zu dessen Aufgaben sollen sowohl <em>Write, edit, and produce original posts for BuzzFeed.com focused on German news and culture</em> als auch <em>Post BuzzFeed content to various social media sites</em> gehören. Wie die Gewichtung dabei liegt, wird klar, wenn man sich die vollständige Liste der Vorraussetzungen für den Job anschaut:</p>
<li>2-3 years experience writing or editing for a large website or other publication</li>
<li>Proven ability to make widely shared posts</li>
<li>Experience using social media in a professional capacity</li>
<li>Thorough understanding of the social web, web copyright issues, and web research</li>
<li>Familiarity with standard photo-editing tools (PhotoShop or the like)</li>
<li>Established social media presence</li>
<p></br>Das gefällt nicht jedem. Aus irgendeinem, wenn auch guten Grund, fühlen sich selbst festangestellte Journalisten dazu verpflichtet, es in Zeiten des Internets ihren freiberuflichen Kollegen gleichzutun und beständig <a href="http://blog.rebellen.info/2014/03/01/warum-ich-als-journalist-nur-noch-die-monster-fuettere/">Eigenwerbung für die eigenen Ergüsse durch die einschlägigen Netzwerke zu blasen</a>. </p>
<blockquote class="twitter-tweet" class="aligncenter" lang="en">
<p>Is there a support group where I can refer friends whose identity seems to have been completely overtaken by the startup they work for?</p>
<p>&mdash; Caroline Drucker (@Bougie) <a href="https://twitter.com/Bougie/statuses/441107465217015808">March 5, 2014</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Die oft erwartete, manchmal erzwungene Identifikation mit den Erzeugnissen des Arbeitgebers ist eine Sache. (&#8220;Wie, Du likest weder Deine Agentur, noch deren Kunden?&#8221;) Ich für meinen Teil mache sehr gerne Werbung, aber nicht <a href="http://www.formschub.de/blog/?p=2818">Werbung für Werbung</a>. Die andere das Problem vieler Netztexter, nicht mehr für die Leser zu schreiben, sondern für Suchmaschinen und Klickzahlen. Wobei da ja ständig eine <a href="http://netzwertig.com/2013/12/09/buzzfeed-und-upworthy-vs-demand-media-virale-reichweitengiganten-und-der-niedergang-der-contentfarmen/">neue Sau durchs digitale Dorf</a> getrieben wird, was aber nichts an der Grundproblematik ändert.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://drikkes.com/wp-content/uploads/2014/03/gal_amen-1024x768.jpg" alt="gal_amen" width="720" height="540" class="alignleft size-large wp-image-7935" srcset="https://drikkes.com/wp-content/uploads/2014/03/gal_amen-1024x768.jpg 1024w, https://drikkes.com/wp-content/uploads/2014/03/gal_amen-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></p>
<p>Wie fließend die Grenzen allerdings auch im Print sein können, zeigt ein Artikel, eine Werbung, ein Fragezeichen in der aktuellen <a href="http://ems.guj.de/print/portfolio/galamen/profil/">Gala Men</a> (Ausgabe 1/14, S. 75). Der Beitrag ist nicht als <em>Anzeige</em> gekennzeichnet, unter der Überschrift &#8220;Selbsttest&#8221; darf ein Redakteur dort in den höchsten Tönen von &#8220;Duftreisen ins Reich Christian Diors&#8221; schwärmen, inklusive Kontaktdaten zur Terminvereinbarung. Seinem Profil auf <a href="http://www.linkedin.com/pub/sebastian-stein/90/2a2/696">linkedin.com/</a> nach zeigt das den Beitrag illustrierende Schnupperbildchen tatsächlich den auch im Impressum als Mitarbeiter Vollzeitpenisaufgeführten Sebastian Stein. Über den ist im Netz wiederum überraschend wenig zu finden, ein paar Artikel auf <a href="http://www.gala.de/service/suche/?q=Sebastian+Stein">gala.de/</a> bilden da schon die Ausnahme.</p>
<p><strong>&#8220;XY changed their ROFL picture.&#8221;</strong></p>
<p>Einschub // Scheinbar werden Cover jetzt schon so designt, daß sie im quadratformatigen Profilbild gut rüberkommen. Da gesellt sich <a href="https://www.facebook.com/pages/GALA-MEN/210653182309846">Gala Men</a> zu einem Zeitschriftenhaufen von <a href="https://twitter.com/Spex/">Spex</a> bis <a href="https://twitter.com/nido_magazin/">Nido</a>. Wahrscheinlich nur noch ein Frage der Zeit, bis sich die Kioskauslagen den modernen Gegebenheiten anpassen.</p>
<p>Aber zurück zum Thema: Sich selbst zur Marke machen, personal brand strategy. Sascha Lobo hat völlig richtig das <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kolumne-von-sascha-lobo-willkommen-im-zeitalter-der-selfieness-a-956643.html#">Zeitalter der Selfieness</a> ausgerufen. Aber darüber, wie man zwischen Onlinekolaborationen, Mailverkehr und Sozialmediengedöns, zwischen ständiger Erreichbarkeit und flexibilisierten Beschäftigungsverhältnissen die private und berufliche Netznutzung unter einen Hut bringt, darüber verliert er kein Wort. Wahrscheinlich, weil das jeder für sich selbst herausfinden muß.</p>
<p>P.S.: Das berühmte <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/product-placement-beim-oscar-selfie-samsungs-langer-arm-1.1904624">Oscar-Selfie ist übrigens Product Placement von Samsung</a> gewesen.</div>
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