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		<title>Mischke Impossible</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jan 2025 13:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ARD hält daran fest, Thilo Mischke das wichtigste Kulturmagazin ihres Senderverbunds moderieren zu lassen. Die für diese Entscheidung geäußerten Gründe entkräften die fundiert vorgebrachte Kritik an ihm für mich nicht ausreichend genug. Es ist egal, wie lange die Veröffentlichung von &#8220;In 80 Frauen um die Welt&#8221; und seine unsäglichen Äußerungen über Vergewaltigung her sind; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>
<p>Die ARD hält daran fest, Thilo Mischke das wichtigste Kulturmagazin ihres Senderverbunds moderieren zu lassen. Die für diese Entscheidung <a href="https://www.spiegel.de/kultur/tv/ard-verteidigt-thilo-mischke-als-ttt-moderator-trotz-aeusserung-zu-vergewaltigungen-a-119375a9-3eda-4eb2-b90e-a1fa1f792333">geäußerten Gründe</a> entkräften die fundiert <a href="https://taz.de/Umstrittene-Entscheidung-Thilo-Mischke-wird-neuer-ttt-Moderator/!6055579/">vorgebrachte Kritik</a> an ihm für mich nicht ausreichend genug. Es ist egal, wie lange die Veröffentlichung von &#8220;In 80 Frauen um die Welt&#8221; und seine unsäglichen Äußerungen über Vergewaltigung her sind; oder wie sehr und wie oft er sich inzwischen davon distanziert hat – der Mann ist für diese Position nicht geeignet. Und ich kann <em>unmöglich</em> glauben, daß es keine passendere Person für diesen Job geben soll.</p>



<p>Mit dieser Einschätzung stehe ich nicht alleine da; ein <a href="https://www.tagesspiegel.de/kultur/debatte-um-neuen-ttt-moderator-eine-zusammenarbeit-mit-thilo-mischke-schliessen-wir-fur-uns-aus-12947803.html">offener Brief</a> sieht das ebenso. Aber während ich als Zuschauer die Sendung einfach nur nicht mehr einschalten werde, wenn <strong>titel thesen temperamente</strong> die Moderationsbesetzung nicht doch noch überdenkt, sind die Konsequenzen für die (bisher) 150 unterzeichnenden Kuturschaffenden durchaus gravierender: Sie kündigen an &#8220;eine Zusammenarbeit mit Thilo Mischke<a> </a>als Moderator der Kultursendung ttt für sich auszuschließen&#8221;. Sie verzichten damit auf eine potenzielle Plattform, um ihre Produkte bewerben zu können.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zweite Reihe</h4>



<p>Schade ist allerdings, daß kein/e wirkliche/r A-Lister den Brief unterschrieben hat. Viele kenne ich gar nicht, Schaffen und Werk der meisten Signierenden sind wohl für die ttt-Redaktion jetzt nicht das große Thema (gewesen). Was sagen z.B. Jelinek oder Grönemeyer zur Causa Mischke? So erheben leider nur die üblichen Erreger:innen ihr Geschrei, deren Kritik man damit kontern kann, womöglich selbst nur zum Zweck der Eigenvermarktung geäußert worden zu sein. Dabei ist die Sache eigentlich zu wichtig, um als <em>another woke shitstorm</em> abgetan zu werden.</p>



<p>Das ist doof. Denn, wie gesagt, halte ich Thilo Mischke als Moderator für das Kultur-Flagschiff der Öffentlichen-Rechtlichen Rundfunks für untragbar.</p>



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                <textarea id="entry-summary" class="code" type="text" rows="5" cols="70">&lt;cite class=&quot;h-cite&quot;&gt;&lt;a class=&quot;u-url p-name&quot; href=&quot;https://drikkes.com/?p=19451&quot;&gt;<span class='p-name'>Mischke Impossible</span>&lt;/a&gt; (&lt;span class=&quot;p-author h-card&quot; title=&quot;<span class='p-author h-card'>drikkes</span>&quot;&gt;<span class='p-author h-card'>drikkes</span>&lt;/span&gt; &lt;time class=&quot;dt-published&quot; datetime=&quot;2025-01-02T14:46:56+01:00&quot;&gt;02/01/2025&lt;/time&gt;)&lt;/cite&gt;</textarea>
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		<title>note to quantified self</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jan 2016 16:26:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Über Schaubares]]></category>
		<category><![CDATA[anke engelke]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[arte]]></category>
		<category><![CDATA[chromecast]]></category>
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					<description><![CDATA[SpReeSe nennen seit kurzer Zeit einen Chromecast ihr Eigen. Erste echte Action: Auf arte.tv/ das tolle BLOW UP durchgeschaut. Vielleicht schaffe ich es ja auf diese Weise, mal meine &#8220;Watch Later&#8221;-Liste wegzugucken. Neuester Zugang: Wobei mir nicht ganz klar ist, wann eine ÖR-Sendung auf YouTube landet. Die Quoten von der da oben waren übrigens ziemlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>SpReeSe nennen seit kurzer Zeit einen Chromecast ihr Eigen. Erste echte Action: Auf <a href="http://cinema.arte.tv/de/magazin/blow-up">arte.tv/</a> das tolle BLOW UP durchgeschaut. Vielleicht schaffe ich es ja auf diese Weise, mal meine &#8220;Watch Later&#8221;-Liste wegzugucken. Neuester Zugang:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/hHb2vJ89dI0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wobei mir nicht ganz klar ist, wann eine ÖR-Sendung auf YouTube landet. Die <a href="http://www.quotenmeter.de/n/83113/">Quoten</a> von der da oben waren übrigens ziemlich mies. Ist wohl doch nicht so das Thema, das den Menschenmehrheit in Deutschland auf den Nägeln brennt.</div>
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		<title>TV-Tipps zum Wochenende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2015 14:24:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Über Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[Berthold Seliger]]></category>
		<category><![CDATA[fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[gez]]></category>
		<category><![CDATA[Harald Rau]]></category>
		<category><![CDATA[tv]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
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					<description><![CDATA[Jetzt nicht so zum Glotzen, sondern zum Lesen. Zwei Interviews mit Leuten, die sich mit Fernsehen beschäftigt haben, genauer: den Öffentlich-Rechtlichen. Und da läuft in Deutschland so einiges schief. Auf faz.net/ gibt der Medienökonom Harald Rau Einblick in das schier unüberblickbare Geflecht von Produktionsfirmen, welches ARD und ZDF um sich geschart haben. Und man ahnt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>Jetzt nicht so zum Glotzen, sondern zum Lesen. Zwei Interviews mit Leuten, die sich mit Fernsehen beschäftigt haben, genauer: den Öffentlich-Rechtlichen. Und da läuft in Deutschland so einiges schief.</p>
<p>Auf <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/verstrickungen-von-sendern-und-produktionsfirmen-13727338.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2">faz.net/</a> gibt der Medienökonom Harald Rau Einblick in das schier unüberblickbare Geflecht von Produktionsfirmen, welches ARD und ZDF um sich geschart haben. Und man ahnt es, dieses Dickicht trägt nicht gerade zur Transparenz bei.</p>
<p>Wohin dieses korruptionsanfällige Strukturversagen dann inhaltlich führen kann, hat Berthold Seliger in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00Z6BSSAW/ref=as_li_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=B00Z6BSSAW&#038;linkCode=as2&#038;tag=angelegenheit-21">I Have A Stream: Für die Abschaffung des gebührenfinanzierten Staatsfernsehens</a><img decoding="async" src="http://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=angelegenheit-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B00Z6BSSAW" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> beschrieben. Dessen Veröffentlichung ist auch der Anlaß für ein sehr ausführliches Gespräch mit Telepolis (<a href="http://www.heise.de/tp/artikel/45/45509/1.html">Teil 1</a> hier, <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/44/44115/1.html">Teil 2</a> da). Seliger geht wirklich hart mit dem ÖR ins Gericht, manches sehe ich in dieser Konsequenz nicht ganz so drastisch. Aber lesenswert sind seine Gedanken allemal.</p>
<p><img decoding="async" src="http://38.media.tumblr.com/c062cf63d275f6c5674325d4e24659f1/tumblr_npp45nAvTP1qz9x8zo1_250.gif" width="250" height="199" class="aligncenter" /></p>
<p>Ich bin ja auch kein großer Fan einer Skandalisierung von beispielsweise Steuerverschwendung, denn vielen kommt das einfach als Rechtfertigung für ihre Schwarzgeldpraktiken wie gerufen. Aber bloß, weil ich als prinzipieller Freund des ÖR-Systems eine Bezeichnung der GEZ als &#8220;Zwangsfinanzierung&#8221; ablehne (im Sinne von: privatwirtschaftliche Propaganda / Man sollte auch bedenken, wo diese Texte erschienen sind), heißt das ja nicht, es wäre mir egal, was mit den Runkfunkgebühren teilweise für ein Unsinn angestellt wird.</p></div>
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		<title>&#8220;Fuck you, ARD!&#8221; – (Das war Englisch.)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2015 07:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Über Schaubares]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[Die Sendung mit der Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Immer wieder sonntags]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Mross]]></category>
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					<description><![CDATA[An anderer Stelle betonen die Öffentlich-Rechtlichen gerne ihre Experimentierfreudigkeit &#8211; beziehungsweise was sie dafür halten. Da werden die Verantwortlichen nicht müde, auf den Laborcharakter ihrer Spartenkanäle zu verweisen oder sie verkünden vollmundig für irgendein Drittes Programm gelte jetzt »Online First« als Strategie. Wenn es allerdings um die Hauptsender geht, dann zeigt sich, was von solchen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>An anderer Stelle betonen die Öffentlich-Rechtlichen gerne ihre Experimentierfreudigkeit &#8211; beziehungsweise was sie dafür halten. Da werden die Verantwortlichen nicht müde, auf den <a href="http://www.digitalfernsehen.de/ZDFneo-Im-Keim-schon-crossmedial.121106.0.html">Laborcharakter ihrer Spartenkanäle</a> zu verweisen oder sie verkünden vollmundig für <a href="http://m.quotenmeter.de/?p1=n&amp;p2=78868">irgendein Drittes Programm gelte jetzt »Online First« als Strategie</a>. Wenn es allerdings um die Hauptsender geht, dann zeigt sich, was von solchen Lippenbekenntnissen zu halten ist.</p>
<blockquote><p>
  Im Ersten stehen Volksmusik und deutscher Schlager im Mittelpunkt. „Wir sagen immer augenzwinkernd: Bei uns wird Deutsch gesungen“, sagt Mross. Englische Musik komme bei ihm nicht ins Programm.
</p></blockquote>
<p>Weil die ARD »Immer wieder sonntags« auf 120 Minuten <a href="http://www.hna.de/kultur/tv-kino/ard-stefan-mross-verdraengt-die-sendung-maus-zr-5048949.html">aufbläst, obwohl zeitgleich mit dem »ZDF Fernsehgarten« ein Konkurrenzangebot in Sachen Seniorenzielgruppe</a> läuft, verliert »Die Sendung mit der Maus« ihren angestammten Sendeplatz. Sie soll künftig bereits um 09:30 Uhr ausgestrahlt werden. Da sitzen gute deutsche Familien allerdings noch am Sonntagsfrühstückstisch.</p>
<p>Nun sind die Lach- und Sachgeschichten trotz der regelmäßig gezeigten Experimente alles andere als hycer Shyce, sondern ein Traditionsformat im besten Sinne. Aber eines, das sich an sich an junge Zuschauer richtet, das offen für Neues ist und Kindern Toleranz beibringt und sie neugierig macht. Keine reaktionäre Sing- und Sabbelsendung, das sich hirntote Schunkelgreise nur deshalb anschauen, um ihre beschränkte Weltsicht bestätigt zu sehen. Doch wahrscheinlich hat unsere <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-05/wutbuerger-protestkultur-rentner-generationenkonflikt">Rentnerrepublik</a> es nicht anders verdient.</div>
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		<title>Nicole Kidmans fleckige Jogginghose</title>
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		<dc:creator><![CDATA[<span class='p-author h-card'>drikkes</span>]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2013 09:53:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Über Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[ard]]></category>
		<category><![CDATA[berichterstattung]]></category>
		<category><![CDATA[bigotterie]]></category>
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					<description><![CDATA[Schauspielerin nimmt gezielt Auszeiten Von Hendrik Spree, WTF-Hörfunkstudio Hollywood Sollte Nicole Kidman je auf dem Weg zum Idol für Stilbewußtsein und Geschmackssicherheit gewesen sein, so sollte sie aufpassen, dass der Sockel ihres Denkmals nicht bröckelt, bevor sie darauf in strahlender Positur Platz nimmt. Denn die Darstellerin taugt weder zum Vorbild noch zur Heldin. Je mehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class='e-content'>
<h4>Schauspielerin nimmt gezielt Auszeiten</h4>
<p><em>Von Hendrik Spree, WTF-Hörfunkstudio Hollywood</em></p>
<p>Sollte Nicole Kidman je auf dem Weg zum Idol für Stilbewußtsein und Geschmackssicherheit gewesen sein, so sollte sie aufpassen, dass der Sockel ihres Denkmals nicht bröckelt, bevor sie darauf in strahlender Positur Platz nimmt. Denn die Darstellerin taugt weder zum Vorbild noch zur Heldin. Je mehr wir über die 46-jährige Australierin erfahren, desto weniger überzeugend sind ihre Motive und Methoden.</p>
<p>Dabei, um es vorweg zu sagen, ist es durchaus wichtig, was man über die Glamourwelt und in der Folge auch die Praktiken der US-Filmindustrie bei ihrer Oscar-Verleihung erfahren hat. Es ist haarsträubend, wie kapitalistische Modekonzerne in Paris und Mailand ihren Marketingabteilungen entweder wissentlich oder doch zumindest höchst fahrlässig unkontrollierte Freiheiten zubilligten, die das Vertrauen in die Werbung tief erschüttern müssen.</p>
<p><a title="Ca caille (moins) by Laurence Vagner, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/redisdead/2165887704/"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Ca caille (moins)" src="http://farm3.staticflickr.com/2308/2165887704_3830667689_z.jpg" width="640" height="427" /></a></p>
<h4>Berechtigte Empörung und Wut</h4>
<p>Dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob Modeliebhaber und Cineasten die Sache lockerer sehen als durchschnittlich Interessierte oder sogar Männer. Nicht einmal der Zweck, gemütlich relaxen zu wollen, heiligt alle Mittel. Die Empörung, die Wut ist daher berechtigt. Die Medienlandschaft hat solche Paparazzimethoden weder nötig noch sind die Verlage darauf angewiesen, in geheimen Redaktionssitzungen intransparente Regeln zu zementieren. Man darf nicht Pressefreiheit und Schutz der Privatsphäre gegeneinander ausspielen. Das sichtbar zu machen, ist ein Verdienst Kidmans. Das ist es aber auch schon weitgehend.</p>
<p>Spätestens seit bekannt ist, mit wem sie sich einlässt, um an begehrte Red-Carpet-Kleider zu gelangen, wer sie unterstützt und vor allem, dass sie nichts dafür bezahlen muss, sondern kostenlos und manchmal sogar für Geld Kleidung eines bestimmten Modedesigners trug, sieht man Flecken auf dem Seidenstoff, aus dem die Promiträume sind.</p>
<p>Kidman soll der englischen &#8220;Vogue&#8221;, der sie sich anvertraute, gesagt haben, sie sei eine ganz normale Frau, die zuhause auch mal Jogginghose trage und sehe, zu was Modemagazine und Celebrity-Berichterstattung besonders weibliche Teenager treiben. Ehrlicher ist da schon, was sie in Cannes kundtat: Sie habe extra deshalb Schauspielerin werden wollen, nicht um darstellerische Glanzleistungen abzuliefern, sondern um angehimmelt zu werden. Mindestens Vorsatz ist das.</p>
<h4>Kidman kann Konsequenzen nicht einschätzen</h4>
<p>Das ist der nächste Vorwurf, den sich Kidman gefallen lassen muss: Unter dem Mäntelchen der globalen Verantwortung bringt sie Dinge und Verfahren ans Licht, deren Konsequenzen sie nicht einschätzen kann. Weiß sie, was die billigen Modeketten daraus machen, wie sie künftig mit geklauten Trends und gefälschter Markenware umgehen werden? Hat sie bedacht, dass Gewerkschafter und alle anderen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen in allen möglichen Fertigungsländern einsetzen &#8211; China, Vietnam, Bangladesh zuvorderst &#8211; möglicherweise in großer Gefahr sind? Wer sich mit dem Teufel einlässt, wird auch die Hitze spüren.</p>
<p>Die Freiheit und die Authentizität, für die Kidman zu kämpfen vorgibt, sind weder in der &#8220;Gala&#8221; noch in &#8220;Bunte&#8221; und auch nicht in der vorgenannten Modebibel zu finden. Zudem stehen sensible Beziehungen zwischen Zeitschriften und Modehäusern auf dem Spiel. Kidman, sofern sie nicht nur publicitygeil ist, handelt mindestens naiv und unbedacht. Vielleicht ist sie sogar jemand, die aus purer Berechnung ohne High Heels ins Rampenlicht tritt, wo sie es sich doch angeblich nur ein wenig gemütlich machen wollte.</p>
<p><em>(Ich mag nicht das Wort Satire benutzen, aber dieser Beitrag ist nicht mein Ernst. Den Originalartikel finden Sie auf <a href="http://www.tagesschau.de/kommentar/snowden134.html">tagesschau.de/</a>.)</em></div>
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