First screens first.

Heute liegt die Stange beim Rebellionslimbo mal wieder alles andere als niedrig. Ich z.B. schaffe es, mich gerade total individuell zu fühlen, bloß weil ich mir dieses von scheinbar jede/m geteilte Holland/Trump-Video (Wer hat die bessere Artikelluft dazu, bento.de oder ze.tt?) einfach nicht anschaue. Voll der bad boy, ey.

Dafür wieder brav: Wahrscheinlich werde ich es dieses Jahr schaffen, die komplette Staffel #ibes ohne das Twittern einer einzigen Dschungelguckerbeschimpfung auszukommen. (Für was Besseres halte ich mich insgeheim natürlich trotzdem – solange, bis #gntm wieder losgeht.)

wer wie was wieso weshalb warum

Zwei neue YouTube-Channels für gut befunden, beide via dem endlich aus dem Urlaub zurückgekehrtten Nerdcore. Nummer 1 sind schick animierte Erklärfilmchen, hier zum Beispiel die zweiteilige Illustration des Fermi-Paradoxons.

Wer nicht so der visuelle Typ ist: Hier der Wikipedia-Artikel dazu.

Das Münchner Design Studio Kurzgesagt hat zwar eine ganze Reihe kommerzieller Kunden, aber viele ihrer Filme entstehen unabhängig von Auftraggebern.

Evan Puschak a.k.a. Nerdwriter scheint seinen Kanal als Vollzeitbeschäftigung zu verstehen. Anders wäre solche Videos im Wochenrhythmus über drei Jahre hin kaum möglich.

Auch er erklärt in seinen Filmen eine Menge; popkulturelle Referenzen und Kunstinterpretation sind seine Themen. Ziemlich weit gefasst, haben sie doch in den meisten Fällen etwas mit großem Kino zu tun. Wobei ich wahrscheinlich nicht ohne Grund drei SciFi-Filme als Beispiele in diesen Post eingebunden habe.

Beide versuchen ihre Arbeit übrigens mit Hilfe von Patreon zu finanzieren. Über dessen Dienste hatte ich bisher eigentlich nur in Verbindung mit zeigefreudigen Aktmodellen gehört, die sich auf diese Weise durch Devotionalienhandel mit ihren Fans etwas dazuverdienen.

Bild und Ton

Das neue Video von Franz Ferdinand ist ganz nett gemacht, also optisch gesehen. Der Song eher belanglos. Man will ja nicht einfallslos sagen.

Rauchen ist Pflicht. Und dann stirbt man. Oder wird davor vielleicht noch aus seiner Wohnung geschmissen. So sieht’s aus.

Und noch was zu lesen: Auch eine Art von Sucht – Facebook als Slotmachine, sehr aufschlußreicher Text.