Startupidee midlifecrisel.de

Funktioniert wie kleiderkreisel.de, nur daß man dort statt seiner gebrauchten Klamotten die Anschaffungen tauschen und verkaufen kann, mit denen Männer eines bestimmten Alters meinen, ihre innere Lebensunsicherheit kompensieren zu können und deren ablenkender Effekt lediglich von kurzer Dauer ist.

(Blöd nur, daß meine Midlifecrisiskäufe komplett aus überteuerten Streetwearklamotten bestehen, für deren Tragen ich eigentlich zu alt bin…)

State of the Unionizing

Während Tech-Unternehmen im großen Stil daran „arbeiten“, Gewerkschaften zu umgehen oder ihnen gleich den Garaus zu machen, gibt es aus recht unerwarteten Ecken plötzlich Bestrebungen, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Im Falle von YouTube etwa nicht ganz unproblematisch. Aber auch bei den ProGamern gibt es vermehrt Versuche in diese Richtung.

Sorry.

Derweil wollen die Bemühungen eingesessener Gewerkschaften wie ver.di oder IG Metall um mehr Einfluß bei Startups und New Work nicht so recht fruchten.

start-down ideas

1. MODE

Die Lappen zum Anzünden von Molotow-Cocktails, aber in chic. Gab es bestimmt schon vor Jahren als pseudo-subversive Photostrecke in der Vice or whatever, schön Seidentücher von Hermes und Burberry-Schals gefeatured. Stimmt’s?

Egal – also einen Online-Shop eröffnen, der diese Lappen in stylish verkauft. Mit wirklich guten Designs bedruckt, den Stoff jedoch nicht nach Tragekomfort und Hautverträglichkeit auswählen, sondern nach Brennwert. Dabei alles fair und nachhaltig produzieren, CO2neutraler Versand und so, ganz wichtig. Der Shop selbst muß aber auch was hermachen, klar.

2. DROGE

Den Karren gar nicht schnell genug vor die Wand fahren können. Accelerationism uber alles. Ausgangsidee: Kokain wirkt einfach zu langsam. Eine Firma gründen, die versucht, schnelleres Koks auf den Markt zu bringen. Die quälend langen Sekunden zwischen Schniefen und Einsetzen des Kicks verkürzen. Das muß instantan gehen, wie beim Spritzen. Laborarbeit sponsern, Lobbyarbeit, der ganze Scheiß – voll auf die provokative PR-Schiene setzen.

Rettungsunfallschirm

Die Nachricht, daß ein chinesisches Regenschirm-Sharing-Startup binnen Wochen nahezu sämtlicher seiner 300.000 Schirme verlustig gegangen ist, hat ja schon vor einigen Wochen die Runde gemacht.

Ich wollte hier nur mal kurz festhalten, daß ich mich seit Jahren mit der Idee für ein ähnliches System rumschleppe. Nur, daß es werbefinanziert funktionieren würde. Der Regenschirmstoff wäre also gebrandet, die Schirme somit eine Art Giveaway. Ausleih-, okay: Mitnahme-Stationen an Bahnhöfen und großen Haltestellen. Irgendwann hätten die Leute wohl genug Werbeschirme zu Hause, daß sie vielleicht auch mal den einen oder anderen wieder in die – ebenfalls mit Werbung zugepflasterte – Station zurücklegen würden. Deren Stoff könnte man dann wieder mit neuen Kunden-Designs bedrucken. Und so weiter.

Genau durchgerechnet habe ich das natürlich nie. Und noch nicht einmal damit angefangen, einen Businessplan dafür zu schreiben. Und das werde ich wohl auch nicht.